Beschreibung
Wie schon beim erfolgreichen Vorgänger stimmt auch bei der ebenbürtigen Men's Edition 2 wieder die Mischung. Einmal mehr ist den Machern der beliebten Famous-Reihe ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jazzstandards und niegelnagelneuen Titeln gelungen. Und das Gleichgewicht von erfahrenen Herren im reifen Alter und aufstrebenden Jungprofis hat man beim Albumnachfolger ebenfalls wieder prächtig hinbekommen. Zu den viel versprechenden Neulingen zählen etwa der Gelsenkirchener Tom Gäbel, der bereits an der Seite von Stefan Raab und Max Mutzke reüssierte, sowie Roger Cicero, Sohn des legendären Pianisten Eugen Cicero. Der smarte New Yorker Peter Cincotti von der mondänen Park Avenue machte schon als 18-jähriger in der US-Jazzszene von sich reden, hier überzeugt der Newcomer in der Eigenkomposition "The Girl For Me Tonight" als sensibler Crooner. Jamie Cullum ist nach drei weltweiten Bestsellern zwar kein unbeschriebenes Blatt mehr, mit gerade mal 26 Jahren darf man ihn aber wohl weiterhin zur jungen Garde rechnen. Der Shooting-Star aus dem britischen Wiltshire entwickelt im selbstironischen "Nothing I Do" einen höllischen Swing-Drive und glänzt zudem mit Gänsehaut-Gesangssätzen à la Steely Dan. Unter den Veteranen der herrlichen Compilation finden wir den 66-jährigen Al Jarreau. Der Stimmakrobat, der sich früher einmal mit halsbrecherischen Scateinlagen einen Namen machte, nimmt sich im Bill-Evans-Klassiker "Waltz For Debby" sehr zurück und zeigt sich von seiner sanften Seite. Seit über vierzig Jahren ist Terry Callier im Musikgeschäft, dennoch verschwendet er keinen Gedanken ans Altenteil. Im "Paris Blues" verbreitet der Senior aus Chicago eine unter die Haut gehende Mitternachtsmelancholie. Mark Murphy zu guter Letzt beweist in "Our Game" aus der Feder von Trompeter Till Brönner, dass er kein bisschen eingerostet ist. Selbst mit 74 Jahren strotzt der Jazzmethusalem noch vor Vitalität. Respekt! -- Harald Kepler
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