Kundenmeinungen
Ein echtes ,,Gesammtkunstwerk", 2. August 2007
Man kann ,,Arabeske" eigentlich nur mit einem Wort beschreiben: - Gesammtkunstwerk"- Denn hier stimmt einfach alles: Die Musik, Die beiden Hauptdarsteller, die Kameraeinstellung und natürlich das Drehbuch! Handlung: Der Oxfordproffesor David Pollock (gespielt von dem herrlichen Gregory Peck) soll für einen Arabischen Ölmulti eine Geheimbotschaft entziffern. Die scharfzüngrige Yasmin (schöner und sexier den eh: Sophia Loren) rät ihm von Anfang an davon ab. Und somit tun sich die beiden zusammen, um das Rätsel zu lösen und- um am Leben zu bleiben!
,,Arabeske" geht 101 min. lang und in dieser Spielzeit gibt es keine einzige Szene in der es einem langweilig werden könnte. Es fängt bereits beim Vorspann an, dann mal eine Verfolgungsjagt hier, dann ein Mordanschlag da. Jede Minute ist packend. Ebenso wäre es unmöglich eine Lieblingsszene heraus zu suchen. Einfach jede Szene ist eine, sowie jedes Zitat (z.B. ,,Es hat ein gewisses Risiko.." ,,-Ist das die staatliche Formulierung für ,,Sie könnten draufgehen?"!" oder ,,Das ist wie in einem Traum den ich immer gehabt habe!"-,,Wie ging er aus?" -,,Frag lieber nicht!" oder ,,Dass könnte ihnen so passen, dass ich sie sterben lasse, ohne den Rest ihrer Geschichte zu hören!")
Ferner ist ,,Arabeske" mit Gregory Peck und Sophia Loren top besetzt! Die Chemie zwischen den beiden stimmt und man kann sich einfach nicht entscheiden, welcher von beiden schöner, witziger, cooler, talentierte und sexier ist!!! Trotzdem gilt: umbedingt im Original anschauen! Ebenso ist der Film hinreißend in Szene geschmissen worden. Von der grandiosen Musik bis hin zu Sophia Lorens ausgefallener und knallbunter Robe von Christian Dior. Und von den Kameraperspektiven ganz zu Schweigen, denn die tragen hauptsächlich zu der Suspense bei. Ebenso muss ich Regisseur Stanley Donen loben. Zwar war ,,Charade" auch ein guter Film, aber bei ,,Arabeske" hat er sich selbst übertroffen. Er hat gekonnt Hitchcock und 007 gemischt- von allem das Beste.
Ich denke, dass ich jetzt das ,,Gesammtkunstwerk Arabeske" gut beschrieben habe. Ich kann ihn wirklich jeden empfehlen. Alfred Hitchcock und James Bond Fans werden wirklich ihre Freude dran haben, aber bestimmt nicht nur die......... In diesem Sinne, noch ein Zitat des Filmes: ,,Tschüsschen!"-,,Tschüsselchen!"
funkelndes Hitchcock-Imitat, 29. Juni 2006
Als die Zeit der großen Hollywood-Musicals vorbei war, musste sich Regisseur Stanley Donen ("Ein Amerikaner in Paris") nach einem anderen Genre umsehen, in dem er seinen Hang zu irrealer, farbenfroher und temporeicher Inszenierung austoben konnte. Die Hitchcock-Thriller, insbesondere "Der unsichtbare Dritte" waren dafür das ideale Vorbild, und so schuf Donen die beiden Imitate "Charade" und "Arabeske", die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben, wenn sie auch deutlich leichter und verspielter sind als die Werke des Meisters, dem es hinter der schillernden Fassade auch immer um menschliche Abgründe ging.
"Arabeske" erzählt von einem leicht verstaubten Londoner Professor für alte Schriften (Gregory Peck), der auf offener Straße entführt und genötigt wird, eine Botschaft in Hieroglyphen zu entschlüsseln, die für verschiedene Seiten von äußerster Brisanz ist. Zur Seite steht ihm die attraktive Yasmin (Sophia Loren), deren wahre Identität und Absichten sich alle 15 Minuten drehen und bis zum aufregenden Finale im Dunkeln bleiben.
"Arabeske" ist in erster Linie ein Fest für die Sinne. Regisseur Donen verwendet kaum eine Standard-Einstellung sondern sucht immer nach ungewöhnlichen Kamerapositionen, beobachtet das verrückte Geschehen durch Zerrspiegel, Kronleuchter, Aquarien, unter Glastischen hindurch, etc. Die Farben explodieren förmlich. Dieser Stil ist zwar rein oberflächlich (bei Hitchcock hätte es dafür immer einen Grund gegeben, bei Donen ist es die reine Lust am Irrsinn). Schon das Vorspann-Design ist hinreißend, unterstützt von Henry Mancinis großartigem Soundtrack. Ebenso atemberaubend ist Sophia Loren, die selten schöner war und mit ihrem Partner Peck offensichtlich viel Spaß an ihrer Rolle hat. Allein seine Reaktion auf ihren ersten Auftritt ("Hallo - Hallo, Hallo, Hallooo!") lohnt das Ansehen. Im Grunde ist dies eine frühe James Bond-Geschichte mit Peck als unfreiwilligem 007 und Loren als undurchsichtem Bond-Girl, die atemlos durchs Swinging London gejagt werden. Ein Höhepunkt ist die Sequenz, in der Loren und Peck durch den nächtlichen Zoo fliehen. Wenig später, als Peck - unter Drogen gesetzt - mit einem Fahrrad über die Autobahn torkelt, drehen Regie und Kamera vollkommen durch.
Die Dialoge sind von geschliffenem Witz und böser Ironie. Ein Beispiel dafür ist die Szene, in der Loren und Peck hinter einer Tüte Bonbons herrennen, in der die verschlüsselte Botschaft versteckt ist. Diese Bonbons befinden sich leider in der Hand eines feindlichen Agenten, der sie nach und nach verzehrt, woraufhin Loren meint: "Jetzt isst er sie auf! Wär' der Kerl doch bloß zuckerkrank!"
Fazit: "Arabeske" ist Unterhaltung auf höchstem Niveau mit zwei gut aufgelegten Stars, einer wahnsinnigen Kameraarbeit, hohem Tempo und viel Humor. Einer meiner Lieblingsfilme der 60er - poppig, schrill und leicht durchgeknallt. Wenn man sich heutige müde Krimi-Komödien wie "Mr. und Mrs. Smith" ohne jeden Charme ansieht, kann man nur bedauern, dass die Zeiten von "Arabeske" und "Charade" vorbei sind. Leider kommt die DVD ohne ein einziges Extra daher, auch der Sound (sowohl die Synchro als auch der O-Ton) ist eher flach, was besonders wegen Henry Mancinis großartigem Score schade ist. Aber immerhin präsentiert sie den Film im korrekten, anamorphen Widescreen-Format.
Ein humorvoller Thriller, stilvoll in Szene gesetzt, 18. März 2001
Spannend-amüsant und hervorragend inszenierter Thriller, der im Stil von Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte" oder den Bond-Filmen unter anderem auch durch interessante Kameraperspektiven und den Soundtrack von Henri Mancini überzeugt. Das charmante Darsteller-Gespann Peck-Loren ist ebenfalls sehenswert - Ein rarer Geheimtip.
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