Kundenmeinungen
Es wurde sehr still...., 28. November 2007
Ich habe diesen Film sehr genossen, als visueller Typ bin ich voll auf meine Kosten gekommen.
Die meditative Stimmung nahm mich im Verlauf des Filmes zunehmend ein. Zu Beginn wünschte ich mir noch mehr Text um Informationen zu bekommen, doch irgendwann erkannte ich, wie unnötig diese sind. Diesen Film sieht man mit dem Herzen, mit dem eigenen Geist.
Nach einigen Minuten ausgeschaltet , 12. November 2007
Wenn die gezeigten Bilder in diesem Film nicht beruhigen, sondern ungeduldig machen oder sogar nerven, dann liegt das entweder am Film oder am Zuschauer. Bei mir passierte letzteres und deshalb habe ich den recht schnell abgeschaltet und demnach nicht zu Ende angesehen. Ich fühlte mich von dem Film auch nicht etwa gelangweilt, sondern angestrengt. Dies hier ist keine Kritik am Film, den dazu hätte ich ihn fertig ansehen müssen, sondern nur ein Hinweis, dass ein solch "ruhiger" Film auch anstrengen kann.
Der Film wäre auch 10 Sterne wert, 8. November 2007
Nichts ist den vorangehenden Rezensionen hinzuzufügen. Der Film schafft es, die Zuseher die Stille und das Zeitmaß der Mönche erfühlen zu lassen. Ohne Worte und Kommentare spricht der stille Alltag der Kartäuser für sich und man spürt, für 160 Minuten den tiefen Glauben und das Denken dieser Mönche zu verstehen.
Nach dem Erleben dieses Filmes, den ich schon mehrfach Bekannten geliehen habe, ist es immer für eine Zeit lang still geblieben.
Der Film zeigt: Man braucht nichts zu wissen, um alles zu verstehen. Keine Kommentare sind notwendig.
Vielleicht braucht der in der säkularen Gesellschaft lebende Mensch viel öfter solche Ausflüge in tiefe Spiritualität, um wieder zu sich und Höherem finden zu können.
Unbedingt zu empfehlen.
Eigen-Art, 2. Oktober 2007
Ja, dieser Film ist eigen-art-ig. Er bricht mit unseren Sehgewohnheiten, die ja zugleich Hörgewohnheiten sind (kein Geigengejammer als Hintergrundmusik, kein Dazwischengequatsche eines mitteilungsbedürftigen Erzählers etc.). Gerade die DVD hat natürlich ein gewisses Problem: man darf sich nicht mit Chips und Bierchen vor den Fernseher setzen, sondern sollte sich auf diesen Film - auch äußerlich - einstellen. Und da so viel nicht passiert, was ja auch Inhalt des Films ist, muß man sich selbst disziplinieren und nicht notorisch zu Kühlschrank laufen. Die große Kinoleinwand fehlt natürlich und manchmal auch die Stille rundherum (Telefon abstellen!). Wenn man sich aber so auf den Film einläßt, ist er wirklich eindrucksvoll. Und von großer Stille...
PS: Die DVD zeigt dann im Nachhinein ihren Vorteil, daß doch noch einige Zusatzinformationen über das Projekt und die Intention des Filmemachers zu erlangen sind, die in einem normalen Kinoabspann nicht unterzukriegen sind.
Ein Film der Stille - wie eine Insel in der Zeit, 9. Juli 2007
Dieser Film bewegt. Nachdem man den Abspann gesehen hat, bleibt man noch lange bewegungslos sitzen, still, nachdenklich, in sich gekehrt. Dieser Film ist völlig anders als andere Filme, er stellt unsere Sehgewohnheiten auf eine Zerreißprobe und ich kann verstehen, wenn viele dem nicht gewachsen sind. Diejenigen jedoch, die durchhalten, wird das Geheimnis des Lebens offenbart. Es geht nicht um Kommerz, um Erfolg, um Schnelligkeit auf der Suche nach dem Sinn des Seins. Wahres Glück findet sich nur in der Stille. Und in der Geduld. Der Film hat keinen roten Faden, das ist richtig. Doch warum sollte er ihn haben in einer Welt, in der Zeit und Raum unwesentlich sind? Die Welt, wie wir sie allgemein sehen, ist, auf das rein geistige beschränkt, nicht linear. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, keinen Morgen und keinen Abend. Alles ist jetzt, alles existiert im Moment. Die Spiritualität, die die 20 Mönche in ihrer Gemeinschaft und in ihrer Hingabe an Gott gefunden haben, vermittelt dieser Film aufs Vortrefflichste. Diesen Film zu sehen ist kein Genuß, er hinterläßt viele Fragen und tiefe Spuren. Aber er bereichert ungemein und man tritt verändert nach 160 Minuten aus ihm wieder hervor. Sehr empfehlenswert!
|