Kundenmeinungen
Tolle Verfilmung des Comics, 26. November 2008
Meiner Meinung nach ist "V wie Vendetta" ein Film, den man sich einfach anschauen sollte. Er ist spannend, gesellschaftskritisch und regt zum Nachdenken an. Überwachung durch den Staat, keine bzw. eingeschränkte Pressefreiheit und Verfolgung sind keinesfalls nur Fiktion, in einigen Ländern ist das die Realität.Ich erzähle nur kurz über die Protagonisten, über die Handlung wurde ja bereits viel geschrieben. V ist der "Antiheld" dieses Films, der für seine persönliche Vendetta wortwörtlich über Leichen geht. Er ist brutal, verbittert und hat mit seinen Feinden keine Gnade. Er ist jedoch kein Mensch, der vollkommen eiskalt und gefühllos ist - nicht zuletzt erwärmt ja Evey sein Herz. Evey's Eltern wurden vom Regime verfolgt und ermordet, da sie engagierte Gegner der Regierung waren. Sie wagt es am Anfang nicht, sich gegen die Unterdrückung aufzulehnen, V weckt jedoch langsam den Funken der Revolution in ihr. Sie setzt sich später aktiv für ihre Überzeugungen ein und unterstützt so V bei seinem Plan, die autoritäre Regierung zu stürzten, um dem Volk seine Freiheit wieder zu geben.Es sollte noch erwähnt werden, dass sich das Comic in einigen Dingen vom Film unterscheidet.Wem Equilibrium oder der Roman 1984 gefallen hat, wird auch diesen Film lieben.
Real nur auf der Leinwand?, 19. November 2008
Manchmal ist ein Film nicht nur ein Film. Wenn die Wahrheit (oder ein Teil davon) in einen Film verfrachtet wird, wird sie irreal. Das ist das Gute, aber auch zugleich der Nachteil bei diesem Film.
Sollte man mal gesehen haben, 13. November 2008
"Sollte man mal gesehen haben", so, oder so ähnlich lautet die Kategorie, in der ich "V wie Vendetta" einordne. Der Film spielt in einem düsteren London der Zukunft, wo eine radikale Partei hasserfüllter Pseudo-Christen die Macht an sich gerissen hat, indem sie Panik unter das Volk mischte und sich selbst als einzigen Ausweg darstellte. Nun regieren sie das Volk durch Propaganda, Angst und gnadenlose Gewalt. Das Szenario ist weniger originell als viel mehr erschreckend, denn als Homosexueller weiß ich selber, dass es viele solch radikaler Menschen gibt, die ihren Hass unter dem Deckmäntelchen des Christentums verschleiern.Die Story an sich ist sehr verzwickt und so bleibt nach dem ersten Sehen auch noch die eine oder andere Frage offen. An sich sehr interessant, gerät die eine oder andere Szene bzw. der eine oder andere Dialog dann aber doch etwas zu lang. In anderen Szenen werden wichtige Informationen auf kleinsten Raum regelrecht zusammengepfercht. Mit der Fülle der Nebenhandlungen ließe sich aus V wahrscheinlich ein Dreiteiler machen. Daher muss man auch gut aufpassen, sonst gehen schnell mal wichtige Infos einfach unter.Obwohl ein richtiger Höhepunkt fehlt und so der Spannungsbogen am Ende ganz plötzlich in sich zusammenkracht, verdient V wie Vendetta wegen seiner warnenden Botschaft, den schauspielerischen Leistungen und der gewaltigen Story, die man trotz allem sehr gut in einem einzigen Film untergebracht hat, 4 Sterne.
Durchaus hoher Anspruch - Kultverdächtig, 12. September 2008
Ich habe den Film einfach mal ausgeliehen und hab eigentlich einen relativ sinnfreien Actionfilm erwartet.Herausgekommen ist ein anspruchsvoller Film, der eine gelungene Mischung aus Action a la Matrix und Scifi a la Blade Runner darstellt. Besonders hervorzuheben ist der moralisch, politische Anspruch, der Fragen aufwirft wohin unsere Gesellschaft geht, in der immer mehr Daten von Bürgern gesammelt werden und immer mehr überwacht wird, mit dem Hinweis auf die allgemeine Sicherheit.Der Film zeigt ein mögliches Zukunftsszenario auf, nämlich der Rückfall in Faschismus, Intoleranz und Totalüberwachung der Bürger.Die Hauptperson V ist hierbei nicht der unumstrittene, perfekte Held, sondern sein Handeln hinterlässt Fragen zur Verhältnismäßigkeit der Mittel im Kampf gegen das Regime. Seine Handlungsweise folgt hohen Zielen - sein Weg ist jedoch der Weg des Terrorismus und der Gewalt a la RAF etc. Er selber sieht sich als Freiheitskämpfer, aber er ist gleichzeitig ein Produkt seiner Feinde und wird dadurch quasi selber zum Monster. Der Film ist eigentlich zu schade um ihn nur als Unterhaltung anzuschauen. Er schreit förmlich nach einer anschließenden Diskussion. Ich empfehle den Film auch mit Jugendlichen (am dem erlaubten Alter) anzuschauen im Hinblick auf die erwähnten Themen: Faschismus, Überwachung, Gewalt, Terrorismus, 9/11 und die Folgen...
Blutrache, 28. Juli 2008
Der Film ist gut, intelligent und spannend gemacht. Witzige Ideen um ein totalitäres System mit Humor zur Weißglut zu treiben und dabei (wenigstens) ein bisschen die schweigende Masse aufzuwecken. Die eigene persönliche Rache des Hauptprotagonisten kommt dabei nicht zu kurz und wird eindrucksvoll umgesetzt. Schöne Aktionszenen und clevere Dialoge runden das Ganze noch ab. FETTER Minuspunkt wegen Folterung der fast schon Hauptverbündeten. Kommt mir jetzt nicht mit, ich habe den Sinn nicht verstanden. (Auch ein bisschen) Folter (wird ja wohl erlaubt sein), ergibt nie Sinn.
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