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Universal/Music/DVD: Verdi, Giuseppe - Rigoletto (NTSC)

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Verdi, Giuseppe - Rigoletto (NTSC)

mit Luciano Pavarotti Ingvar Wixell Edita Gruberova

Regie: Jean-Pierre Ponnelle

Universal/Music/DVD

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Beschreibung

Die Operngeschichte Italiens im 19. Jahrhundert ist weitgehend eine Geschichte der Zensur -- so auch im Falle von Giuseppe Verdis Oper Rigoletto. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein lüsterner junger Herrscher (im Original war Franz I. von Frankreich gemeint), der allen Schönen des Landes nachstellt, so auch der Tochter seines buckligen Hofnarren.

Bereits das Libretto, das auf dem wirkungsvollen Bühnenstück von Victor Hugos Le roi s'amuse basiert, sorgte für helle Aufregung. Die österreichische Zensurbehörde reklamierte, dass ein regierender Souverän nicht als Wüstling auf der Bühne erscheinen dürfe. Verdi musste demzufolge König Franz I. durch einen Fantasie-Herzog von Mantua ersetzen, zudem Ort und Zeit der Handlung verlegen. Nicht mehr der Fürst, sondern die tragische Gestalt des Hofnarren rückte jetzt in den Mittelpunkt der Oper. Ein Krüppel als Titelheld einer Oper: Auch das war eine Sensation. Nicht ohne Schalk gab der listige Verdi seinem Hofnarren den Namen Rigoletto -- eine lautliche Metamorphose von Triboulet, dem berühmten Narren am Hofe Franz I.. Die Premiere im März 1851 in Venedig wurde ein großer Triumph. Für Verdi war es der Durchbruch zum Weltruhm.

Seitdem hat es etliche Inszenierungen gegeben, wobei die meisten von ihnen dem traditionellen romantischen Milieu verhaftet blieben. Vor etwa 20 Jahren kam es zu einer Neu-Bewertung des Dramas. Die tragische Vater-Tochter-Beziehung rückte in den Vordergrund, die verhängnisvolle Liebe zwischen Rigoletto und seiner Tochter Gilda: Einerseits will er seine Tochter vor dem Verführer beschützen, andererseits trägt er eine Mitschuld an ihrem Untergang.

So auch in diesem für DVD-Technik aufbereiteten Fernsehfilm, der 1983 unter der Regie von Jean Pierre Ponnelle produziert wurde. Ponelle greift zu einem Trick. Er lässt die Geschichte aus der Sicht des alten Rigoletto rekapitulieren und wählt dabei ironischerweise das echte Mantua als Drehort. Nicht immer gelingt es dem Dirigenten Riccardo Chailly, musikalisch das erforderliche Pathos aufzubringen und die tragischen Untertöne des Dramas glaubwürdig zu zeichnen. Er scheint zu mitgerissen von der verdischen Musik, denn die Tempi sind oft zu rasch genommen.

Kompensiert wird dies allerdings durch herrliche Bühnenbilder und fabelhafte Solisten: allen voran Ingvar Nixell in einem vielschichtigen Porträt des tragischen Hofnarren Rigoletto, Edita Gruberova als Gilda und schließlich Luciano Pavarotti als Herzog von Mantua. Sein Auftritt ist wahrlich ein Meisterstück, sowohl stimmlich als auch schauspielerisch gesehen. Anmutig, verführerisch, nonchalant gibt er sich, man sieht ihm an, wie sehr ihm die Rolle Spaß macht. Kurz gesagt: Er ist einfach großartig! --Teresa Pieschacón Raphael





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein herrlicher Opernfilm, den man ich nicht entgehen lassen darf, 26. Dezember 2007

Jetzt beginnt die Schwierigkeit: Bei wem anfangen, da Luciano Pavarotti im Jahr 2007 von uns gegangen ist, also dann bei ihm.
Ein wunderbarer Graf von Mantua, der leichtlebig ist, aber dessen große Liebe ja doch Gilda ist;
und diese Gilda ist Edita Gruberova, heute eine der größten Opernprimadonnen, wie sie leicht beginnt und derart entsetzt über ihre Entführung ist (diese Stimme ist einmalig und unverkennbar für Gruberova- Fans), aber umso mehr entsetzt über die Mordpläne ihres Vaters Rigoletto, Ingvar Wixwell.
Das Schurkenpaar herrlich besetzt und was J. P. Ponelle macht, macht er gut, die Landschaft mit dem großen Fluß ist schön und doch schaurig.

Die Schlußszene am Boot, wo der entsetzte Vater merkt, dass Hass nicht zum gewünschten Erfolg führt. "Der Fluch" wie die Oper eigentlich heißen sollte (nach dem 1. Gespräch Giuseppe Verdis, mit Piave, zu Riccordi, seinem Verleger), beginnt in einem Märchenschloß und endet in einem Leben, das für den Herzog weiter leichtlebig sein wird und für Rigoletto irrsinnig traurig.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Genial, 22. November 2007

Vielmehr gibt es dazu nicht zu sagen. Die bildliche Umsetzung wirkt in einigen Szenen gekünstelt und überladen. Ich finde jedoch, dass dies sehr gut zu der Oper Rigoletto passt.
Edita Gruberova als Gilda ist eine glatte Fehlbesetzung. Gilda, eine wohl behütete junge Frau, fast noch ein Mädchen, das ihre erste Liebe erlebt und an einen rücksichtslosen Verführer gerät, sollte nicht von einer Frau gespielt werden, die locker als Gildas Mutter durchginge. Gruberova wirkt wie eine auf jung getrimmte Matrone. Warum man dafür nicht eine Schauspielerin engagiert und von Edita Gruberova synchronisieren ließ (was bei Opernfilmen durchaus die Regel ist), ist mir ein Rätsel.
Jetzt aber Schluss mit der negativen Kritik. Die Musik, die Stimmen und die gesamte Inszenierung sind ein Erlebnis erster Güte. Das Finale ist so toll umgesetzt, dass ich jedes Mal eine Gänsehaut bekomme, wenn es beginnt.
5 Sterne sind eigentlich zu wenig für den Film als gesamtes, aber wegen der Besetzung der Gilda doch angemessen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  unbedingt kaufen, 18. Oktober 2007

eine der schoensten rigoletto-auffuehrungen, die ich je gesehen habe (und das waren schon viele). optisch, schauspielerisch super, aber erst die stimmen verzaubern einen absolut.
diese dvd kann man nur empfehlen!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einmaliger Opernfilm, 26. September 2002

Diese Opernauffuehrung in Spielfilmform ist ein Genuss besonderer Art, nicht nur was das Orchester und die Saenger angeht, auch die filmische Umsetzung ist ausgezeichnet.

Luciano Pavarotti ist als Herzog von Mantua in absoluter Hochfrom, musikalisch und schauspielerisch kann man unmittelbar erkennen, das er die Rolle nicht nur spielt sondern lebt. Fast noch beeindruckender ist Ingvar Wixell, welcher die zwiespaeltige Rolle des Rigoletto, zum einen als haesslicher und gehaessiger Hofnarr, zum anderen als liebvoller Vater ausgezeichnet herausarbeitet und darueber hinaus mit seinen gesanglichen Faehigkeiten Pavarotti vielleicht sogar ein bisschen ueberbietet. Einen schweren Stand hat unter diesen Umstaenden Edita Gruberova als Gilda, musikalisch schlaegt sie sich wacker, jedoch sind ihre Kleidung und Frisur etwas fehl am Platze. Fuer eine sehr positive Ueberraschung sorgt Victoria Vergara, welche Magdalena, die Schwester des Moerders singt und spielt. Ihr attraktives Auesseres und ihre gesanglichen Qualitaeten fesseln einen geradezu an den dramatischen dritten Akt. Das Duett mit Pavarotti zusammen mit dem vorhergehenden 'La donna e mobile' gehoeren zu den schoensten Operndarstellungen, die ich kenne.
Orchester und Dirigent sind tadellos ohne besonders in die eine oder andere Richtung aufzufallen, die Inszenierung als Film ist erstklassig. Der Drehort Mantua vermittelt eine so authentische und glaubhafte Kulisse, dass man meinen koennte man waere selbst dabei. Insgesamt ist der Film aus einem Guss, die Uebergaenge von einem Akt zum anderen werden optisch tadelos ueberbrueckt.

Von der technischen Seite aus betrachtet ist diese DVD ebenfalls ohne Makel, sehr gute Tonqualitaet, die richtige Abmischung zwischen Stimmen und Orchester und klare helle Bilder machen das Abspielen zu einem rundum gelungenem Opernabend.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Dies waere besser eine CD geworden, 11. Juli 2001

Unzweifelhaft ist die musikalische Leistung aller Interpreten in dieser Aufnahme tadellos, wenn das Ergebnis auch teilweise ein wenig zu technisch wirkt und die Seele vermissen laesst. Ueber die Inszenierung jedoch laesst sich streiten: ich empfinde sie als hoffnungslos ueberladen. Ausserdem sind Pavarotti und Gruberova optisch wirklich nicht geeignet fuer die ihre Rollen, was den Kunstgenuss merklich truebt. Liegt das bei Edita Gruberova vielleicht noch hauptsaechlich an der fuercherlichen blonden Wallehaarperuecke, mit der sie mehr einer gealterten Loreley aehnelt als einem aengstlich behueteten jungen Maedchen, so ist Luciano Pavarotti schon von Natur aus einfach kein charmanter junger Herzensbrecher. Nicht, dass dies seinem Gesang Abbruch tun wuerde - aber optisch wirkt es einfach nicht ueberzeugend, ja fast laecherlich. Haette ich diese Aufnahme als CD, wuerde ich sie sicher haeufiger spielen, aber als Video verstaubt sie eher in meinem Regal.




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