Kundenmeinungen
IT PUTS YOU UNDER A SPELL, 5. Oktober 2007
Als Kind der 70er und 80er Jahre fand ich schon damals an einigen Songs der Briten Gefallen. Zum DM-Fan(atiker?) avancierte ich jedoch erst nach dem Erwerb der Re-Issues von "Violator" und "Songs Of Faith And Devotion" als Collectors Edition (Hybrid-SACD + DVD) im Jahr 2006. Inzwischen war ich um einiges gealtert und meine wattstarke und oberbassbetonte Hifi-Anlage aus den 80ern sukzessive durch ein Stereo/Surround-High-End-System ersetzt worden (u.a. zwei extrem große Subwoofer mit 38cm-Monster-Bässen, die bis hinab auf 18 Hz voll präsent sind). Was mich an den DM-Re-Issues, insbesondere auch an "Speak And Spell" fasziniert, sind ein dynamisch-bombastischer, transparenter und dabei phänomenal räumlicher Klang im SACD- und DVD-Stereomodus sowie interessante neue Klangwelten im SACD- und DVD-Surroundmodus ohne die bei anderen Produktionen oftmals störende Effektüberfrachtung (sieht man einmal von "New Life" ab, wo es schon etwas zu viel des Guten ist). Als Stereo-Purist bevorzuge ich gleichwohl die SACD-Stereo-Wiedergabe. Toll, wie auf dem Re-Issue von "Speak And Spell" sämtliche Songs durch das Remastering und das hochauflösende SACD-Format an Soundqualität gewinnen, auch wenn das Ganze tendenziell etwas höhenlastig ist (aber das war es von jeher). Da macht es gleich doppelt so viel Spaß, die Augen zu schließen und sich an seine Jugendzeit zu erinnern. Und noch nie kamen mir die Stimmen von Dave und Martin so eindringlich zu Gehör. Besonders interessant ist der auf der DVD enthaltene Kurzfilm über die Hintergründe der Album-Produktion. Hier wird Klartext gesprochen, nichts beschönigt und niemand beweihräuchert. Klasse! Ich bin ein vielseitig orientierter Musikhörer und besitze bzw. kenne tausende Tonträger von zahlreichen Interpreten. Die Re-Issues aus der Collectors Edition von Depeche Mode gehören meines Erachtens zum Besten, was die Welt dem ambitionierten High-End-Hörer und Musikfan zu bieten hat. Herzlichen Dank und volles Kompliment an die vier Jungs aus Basildon (Martin, Dave, Vince und Andy) und Alan Wilder (nach "A Broken Frame" und vor "Ultra" prägte er den Sound der Band durch seine Professionalität und Experimentierfreudigkeit maßgeblich).
Kauf der Remastered lohnt sich, 23. September 2006
Ich hatte schon die "alte" Speak and Spell CD und die remastered Version hatte ich durch Zufall entdeckt und erworben. Zur SACD kann ich nur sagen, dass der Sound auf einer höherwertigen Anlage auf jeden Fall einen Umstieg Wert ist (habe keinen SACD-Player). Dei remastered Version ist leichtfüßiger und hat deutlich mehr Fülle erhalten. Auf jeden Fall empfehlenswert.
Übungsstunde mit Gänsehaut, 28. April 2006
Wie nähert man sich einem Album, dass man in Vinyl und CD hunderte Male gehört hat, wenn es als SACD-Remaster vor einem liegt? Kommt das "alte" Feeling wieder auf? Oder wird die liebgewonnene, mit vielen Errinnerunen verbundene Tonsoftware duch die neue Abmischung entstellt?In diesem Fall kann ich - für meinen Eindruck - sagen: Alles das, positiv wie negativ.Der 5.1-SACD-Mix beginnt - zumindest für meinen Geschmack - mit einer völlig entstellten Fassung von New Life. Ich hab's mir inzwischen immer wieder angetan, ohne eintretende Linderung. Das Stück ist, wie die meisten auf der "A-Seite" des Albums, mit unpassenden und verspielten Ping-Pong-Effekten überladen. Einzige Außnahme ist Puppets. Das ist o.k. - aber auch nicht unbedingt brilliant, gemessen an den Möglichkeiten.Dann - eigentlich bin ich schon enttäuscht - der wahrscheinlich raffinierteste Snythpop-Track der 80er Jahre: Photographic.Und zwar in einer unglaublich packenden, perfekten Kinofassung, eigentlich sollte man schreiben: "director's cut". Gänsehaut.Wer das Original genial fand oder noch findet, und eine ordentliche Sourround-Anlage hat: A-Seite abhaken, SACD kaufen!Die 5.1-Fassung des Albums wirkt für mich am Beginn (A-Seite) wie eine Erstlingsüberung , dann (B-Seite) wie ein Meisterwerk. Die Qualität des Sourroundmixes bleibt für den Rest des Albums sehr hoch: tora!tora!tora!, big muff, und vor allem JCGE sind definitiv eindrucksvoller als die Stereofassung, JCGE hat wesentlich mehr drive. Sehr gut aus meiner Sicht auch die strikte Trennung der Vocalparts (lead vorne, backing hinten), die Raffinesse der Gesangsaufnahmen kam im Original nie sooo deutlich heraus.Um es bildlich zu sagen: Auf der A-Seite wirkt es, als hingen die einzelnen Layer der Kompositionen an unterschiedlichen Wänden, es entsteht kein Bild mehr.Bei den Songs ab Photographic entsteht ein neues, dem "alten" Stereomix zwar sehr ähnliches, aber eben viel plastischeres Bild. So hätte ich mir auch den ersten Teil des Albums gewünscht.Und was war nun mit dem "alten Feeling"?Mit der SACD-Stereo-Fassung ist mir das passiert, was schon viele high-ender über vinyl und SACD behauptet haben: Die SACD "fühlt" sich - bei mir - an wie Vinyl. Ich könnte nicht sagen, was den Unterschied ausmacht, aber diese Stereofassung hat mich deutlich an das errinnert, was ich mit 15 beim Hören dieses Albums gedacht oder gefühlt habe, die CD nie.Vielleicht sollte ich mir doch mal wieder einen ordentlichen Vinyldreher besorgen ....
besser als erwartet, 3. April 2006
Ich bewerte erst ein mal die (SA)CD, da ich die DVD noch nicht gesehen habe. Ich bin ein Fan von der fast totgesagten SACD. Eine Dynamik wie Vinyl! Speak and spell hat mich umgehauen: Diese Platte war eigentlich nicht so mein Favorit. Wenn man sich aber die remasterten Original Tapes neu abgemisch auf SACD 5.1 anhört.... yeeaap, das iss es. Zum Vergleich zur neuen Violator und Music for the masses hat man hier am meisten Klang und Potenzial aus den Mastern rausgezogen. Wer die Remasterung auf SACD von Trevor Horn für Propaganda und Frankie goes to Hollywood kennt, kann sich vorstellen, was einem hier blüht. Ich versuche es mal kurz zu beschreiben: Jede einzelne Spur wurde neu bearbeitet und hat dadurch Frische und Dynamik erhalten. Diese wurden nicht übertrieben auf 5.1 abgemischt. Dadurch steht man eigentlich im Lied und hört viel mehr die Nuancen der Klänge wie sie zusammen Harmonieren und dadurch das Lied wiedergeben (Hört sich sehr geschwollen an, weiss aber nicht wie ich es anders beschreiben soll). Da bei der SACD jeder Kanal (6 davon) das volle unkompriemierte Klangspektrum wiedergibt, sind die lauten Töne lauter sowie die Leisen leiser. Dieses ist nicht ganz der Fall so bei Dolby Digital und DTS. Diese beiden kompriemiern den Klang und haben dadurch einen Dynamikverlust. So, nun wieder zu Speak and Spell. Durch diese Bearbeitung habe ich die Lieder neu kennen gelernt und so haben sich so bei meinem internen Ranking weit nach oben geschoben. Ein sehr gutes Stück Musik....
Was ist drauf?, 16. März 2006
Neben der üblichen SA-CD mit den schon von der Zweitauflage der normalen Audio-CD bekannten Tracks ist bei dieser Collector's Edition eine DVD mit dabei. Nun kann man über den Sinn oder Unsinn streiten, ob Musik, die mittlerweile über ein Viertel Jahrhundert alt ist, unbedingt auf 5.1 Sourround getrimmt werden muss - den Nutzen soll jeder beurteilen, der sich diese DVD zuhause angehört hat. Als halbherziger Bonus mit dabei - die B-Seiten aus dem Jahre 81 (die sowieso jeder Fan schon hat) und eine gut 20 minütige Dokumentation über die Jahre 80-81 von Depeche Mode...
Alles in allem bis auf die Doku schon bekanntes Material - deshalb "nur" vier Sterne....
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