Kundenmeinungen
5 Sterne für die andere Rezension und Onkyo, 17. Juli 2007
Nach langem Suchen nach einem Stereo-Verstärker habe ich den Onkyo für mich entdedckt. Wegen dem Preis habe ich weiter geschaut und verglichen bis ich den HK 970 zu Hause hatte und nach mehrfachem Vergleich mit meinem alten Grundig FineArts postwendent zurück gebracht habe. Die Pure Sound funktion(oder wie die heißt) war nichts! für meine Ohren.
Versuch macht klug. Nach einiger Lieferzeit beim Fachhänder bekam ich den favourisierten Onkyo 9555 und muss sagen:
er ist elektrisierend bei den meisten Musikstilen. Und das mit altem CD Player. An Canton Ergo 700 Boxen eine Offenbarung für meine "low End" Ohren. Vorher wusste ich nicht, was die Boxen leisten können. Der Onkyo drückt so klar Bässe, Mitten und Höhen raus, daß zum Beispiel die neue Feist Platte unglaublich organisch und dynamisch klingt. Er treibt die Boxen vorne.
Wie gesagt die vorige Rezension trifft es. Manch einem ist er vielleicht zu klar. Für mich perfekt.
Meine Empfehlung.
Hervorragender Digital-Stereo-Verstärker mit klasse Preis-/Leistungsverhältnis, 1. Januar 2007
Ich möchte meine Hörerfahrung mit den Vollverstärkern Onkyo A-9555, Denon PMA-1500AE und Sony TA-FA 3 (Esprit-Serie) mitteilen.
Gehört wurde mit den hervorragenden Nubert NuWave 8-Standboxen, CD-Spieler Marantz CD 63 SE, Nubert-Linearisierungsmodul ABL 80 jeweils ohne Bass-Linearisierung und mit der Linearisierung. Die Boxen stehen im recht gut gedämpften Raum von 14 qm auf massiven Granitsockeln von 20 cm Höhe. Das hat seinerzeit eine deutliche Klangverbesserung gebracht, nachdem die Boxen vorher, auf dem Boden stehend, eher flach klangen. Diese waren übrigens Nachfolger meiner B & W CDM 1, die ich in den Klangfarben als zu dumpf und unlebendig erlebte.
Hintergrund des Ganzen war, daß mein Sony, mit dem ich 10 Jahre zufrieden hörte, anfing, sein Leben auszuhauchen, indem es gelegentliche Aussetzer auf einem Kanal hatte und mir eine Reparatur als zu aufwendig erschien. Ich bestellte mir deshalb den Onkyo A-9555, den kleineren Bruder des A-9755, zu einem äußerst günstigen Preis.
Nach einem Probehören gegen meinen Sony und erstem Staunen bestellte ich mir noch den Denon hinzu.
Grund war, daß ich das erworbene ATM-Modul 80 für meine beiden Nuwave 8 beim Onkyo nicht einschleifen konnte. Der Verstärker hat leider keine auftrennbare Vor-/Endstufe und auch keinen Tapemonitor. Die Nutzung dieser Funktionen hat einen schönen Wert, wenn man auf dem Sofa sitzt und über die Fernbedienung die Musik-Quellen auswählen kann. So muß man sich eben zum ABL hinbewegen und per Hand den Schalter umlegen.
Speziell den Denon bestellte ich mir aufgrund der sehr guten aktuellen Testergebnisse in zwei Fachblättern. Ein Marantz PM 7200 oder 7001 KI wäre auch in Frage gekommen. Aber der Denon hatte bei mir die meisten Vorschusslorbeeren, ich wollte schon immer mal einen besseren Denon haben. Na ja... wie das halt manchmal so ist.
Alle drei Verstärker sind robust und sehr wertig ausgestattet und verarbeitet und bringen ordentlich Kraft, um meine Lautsprecher anzutreiben.
Der einzige äußere Nachteil beim Onkyo und Sony besteht in nichtvergoldeten Lautsprecheranschlüssen. Ansonsten finde ich die Verarbeitung gleichwertig hoch. Alle bringen ordentlich Gewicht auf die Waage und fassen sich gut an. Die Regler sind aus Metall. Der Denon hat keine Loudness-Funktion, die anderen schon, aber beim Sony mit geringer Wirkung, beim Onkyo ist sie sehr kräftig in der Grundstellung, sie ist aber auch regelbar. Der Onyko hat keine Balance-Regelung. Onkyo ist von der Tiefe her der größte und passt nicht so recht in mein Rack mit seinen ca. 50 cm Tiefgang, das sieht nicht so gut aus, wenn er rausragt. Die Fernbedienung reagiert beim Onkyo am besten, d.h. direkt und feinstufig. Der Lautstärkeregler beim Onkyo hat einen beleuchteten Strich - gut im Dunklen. Beim Sony und Denon sieht man das nicht. Aber wofür hat man Ohren.. Die Fernbedienung ist beim Sony am schlechtesten, d.h. Drücken und Drücken, dann geht es. Beim Denon ist sie ganz ok, aber sie ist sehr lang.
Gehört habe ich mit mehreren sehr guten audiophilen CD-Aufnahmen von Chesky, Telarc und anderen sowie einer alten Aufnahme von Philips, den Brandenburgischen Konzerten mit "I Musici", weil ich auch hören wollte,was die Verstärker bringen mit "schlechteren" Aufnahmen. Mein Musikgeschmack ist vielfältig. Blues, Jazz, Rock, Pop, Weltmusik, Akustik-Gitarre, Klassik. Auch die Chesky-Demonstration-Disk mit Frank Laufenberg wurde gehört.
Was wollte ich raushören? Ich wollte hören, ob Instrumente in Klassikstücken so klingen, wie sie klingen, wenn ich sie live höre. Also, wie klingt eine Geige, ein akustischer Kontrabass. Wie klingt die Hi-Hat, die Snare Drum beim Schlagzeug? Ich weiß wohl, daß es sehr schwierig ist, wenn man nur eine Aufnahme hört. Es kommt ja auch immer darauf an, wie aufgenommen wurde und welches Klangideal die Aufnahmetechniker hatten. Deshalb habe ich recht viele Aufnahmen gehört. Dann wollte ich hören, ob die vielfältigen Klangfarben, die natürliche Instrumente/Stimmen hervorbringen in ihrer Variabilität abgebildet werden. Es interessierte mich auch, wie räumliche Tiefe, z.B. wenn ein Chor in einer Kirche singt, und die Stimmen nach hinten in die Raumlänge hinein gestaffelt sind, nachvollziehbar abgebildet werden oder ob sie diffus im Vorder- oder Hintergrund singen. Ob man hört, wenn ein Mönchschor singend eine Kirche betritt und auf mich zukommt. Ja und das schöne Thema, tiefe,prägnante und nicht zu sehr nachschwingende Bässe. Und wie werden Gesangstimmen abgebildet, klar und deutlich oder verhangen, variabel in der Klangfarbe oder eher gleichmäßig und farblich eintönig? Wie hört sich das alles an, mit den verschiedenen Verstärkern?
Der erste Vergleich zwischen Sony und Onkyo ergab eine ungläubige Erschütterung. Mein guter alter Sony klang verhangen. Ich habe zum ersten Mal verstanden, was es meint, wenn einer schreibt "wie hinter einem Vorhang". Also ein bißchen dumpf, ein bißchen beklebt, wie mit dünner Watte am Lautsprecher. Und die verschiedenen Klangfarben innerhalb der einen Stimme oder des einen Instrumentes wurden zu sehr nivelliert. Die Farbenvielfalt der Stimmen, wie ich im Vergleich dann hörte, die auf den Aufnahmen drauf ist, kam zu wenig zum Ausdruck. Der Onkyo hat klangliche Gemälde in die Luft gestellt. Viele Nuancen gebracht, die vom Sony gedämpft werden. Ich bin skeptisch. Das glaube ich nicht, dachte ich. Wieder von vorne und andere Aufnahmen. Ich kann mich ja verhört haben. Das Ergebnis blieb gleich. Dieser Onkyo klingt so gut, ich hab sowas noch nicht gehört. Er bildet Raumtiefe und stimmliche Nuancen viel besser ab und er hat einen deutlichen harmonischen Bassbereich, jedoch keinen Disco-Wumm. Bei einigen wenigen Klassikaufnahmen ist er mir in den Höhen bei den Streichern etwas zu kirre, zu scharf. Aber insgesamt doch sehr harmonisch ohne einzuebnen. Und er ist mir zu groß, und er hat keine auftrennbare Vor-/Endstufe.
Als der Denon kommt, ist er defekt. Nach einigen Tagen kommt das Austauschgerät. Meine Erwartung ist groß. Ich nehme an, dieser Verstärker wird noch etwas anderes zeigen. Er ist teurer, hat mehr Leistung. Und die Supertests in den beiden Magazinen... Mir war klar, den nehme ich, er ist auch ein bißchen kleiner und noch ein Stück schwerer.
Also das gleiche nochmal. Nun zwischen Onkyo und Denon. Gleiche Stücke, gleiche Bedingungen. Oft ein Wechsel nach 20-30 Sekunden, damit der Klangeindruck nicht vergessen wird. Immer auch alternativ mit und ohne ABL-Funktion.
Der Denon klingt anders. Die beim Onyko einige Male erlebten zu kirren Höhen hat er nicht. Das ist schon mal gut. Wie klingen nun Violinen, ein gestrichener Kontrabaß? Sie klingen nicht so, wie sie live klingen. Sind sind ähnlich dem Sony eingeebnet in ihrer vorhandenen Klangfarbenvielfalt, reduziert. Sie atmen und schwingen nicht so, wie sie es akustisch live tun. Ihr Klang ist fern und erreicht mich nicht. Anders der Onkyo: Die Töne fliegen durch den Raum, ändern ihre Farben, das muß man gehört haben, ich hätte es nicht geglaubt.
Bei den Teststücken von der Chesky-Test-CD wurde es immer wieder deutlich, wie viel farbenprächtiger und klangdifferenzierter der Onkyo auflöst, z.B. bei den Schlagwerken aber auch da, wo eine Sängerin ganz nahe am Mikro singt und man fast die Spucke spürt.
Orgelwerke in einer großen Kirche, Chorgesang. Überall ist die Darstellung von räumlicher Tiefe beim Onkyo besser.
Plötzlich aber ein Wechseln, ein partielles Hin- und Her zwischen links und rechts, ein seltsames, beim Chorgesang in der Kirche. Wo stehen die Sänger nun? Spielen die Kanäle verrückt? Beim Denon das nicht. Alles hat seine Ordnung. Rechts ist rechts. Nochmal das gehört, immer wieder. Und immer wieder der gleiche Eindruck. Das verwirrt mich. Meine Erklärung hierfür: Ich erinnere mich an Chorgesang in großen halligen Kirchen. Die Stimmen reflektierten an Wänden, Pfeilern und Deckengewölben. Es erzeugte Nachhall, kleine Echos. Die Stimmen schwirrten durch den Raum. War es das? Aber warum bildet das der Denon nicht ab. Oder hat der Onyko hier eine Schwäche? Ich weiß es letztlich nicht. Es kam nur bei einem Stück von der Chesky-Test-CD vor. Um das zu wissen, müßte man die Akustik der Kirche selbst erlebt haben.
Alles in allem: Den Denon empfand ich klanglich weiter als meinen Sony. Doch der Onkyo hat es mir angetan. Solch schöne Musik. Deshalb bleibt er hier, auch wenn er zu groß ist und ich das ABL nicht einschleifen kann.
Der Denon hat mich enttäuscht. Schade, sehr schade, hatte er doch so viel Vertrauensvorschuss.
Die Alternative wäre der größere Onyko A-9755. Aber er sprengt leider mein Budget. Der A-9555 war für weniger als 500 Euro zu erhalten. Das ist ein klasse Preis-/Leistungsverhältnis. Was fehlt ist eine Garantieurkunde im Paket. Erst auf zweimalige email-Nachfrage schreibt mir Onkyo, daß "zwei Jahre Garantie" bestehen.
Was mich erheblich ärgert sind die Testberichte in den beiden Magazinen: Ja wie hören die denn? Ich habe gute Ohren, spiele Instrumente, und ich bin kritisch. Na ja.
Dennoch: Meine Erfahrung ist höchst subjektiv. Meine Ohren haben so gehört. Ein anderer mag - gerne - anders hören. Aber eines möchte ich mitteilen: Anhören dieses Verstärkers, neben anderen, lohnt.
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