Kundenmeinungen
Facettenreicher Liebesfilm, 4. Oktober 2007
Da ich die Original-Novelle von Blackmore nicht gelesen habe, kann ich den Film nur als eigenständiges Werk beurteilen, möchte ihn aber trotzdem allen ans Herz legen, die dieses bereits an andere BBC-Literatur-Verfilmungen (Period Drama) verloren haben.
Die auf den ersten Anschein etwas clichehafte Charakteraufteilung in die guten Ridds und die bösen Doones gewinnt sehr rasch immer mehr an Tiefe und man könnte fast Mitleid haben mit Lord Ensor Doone, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, seine Familie wieder auf ihren rechtmäßigen Platz in der adligen Gesellschaft zu heben, gäbe es da nicht immer wieder Hinterhältigkeiten und Grausamkeit in der Umsetzung und Verwirklichung seines Plans.
Ich war sehr froh, daß die Geschichte schließlich doch noch zu ihrem Happy End findet, ohne dabei schnulzig zu werden, denn es geht hier um mehr als nur die Liebe zwischen Lorna und John, obwohl diese sicherlich der Auslöser für weitere Verwicklungen und natürlich auch die Triebfeder im Handeln der Protagonisten ist.
Obwohl die beiden Hauptdarsteller, vor allem Amelia Warner als Lorna Doone, wirklich süß sind, lebt der Film für mich vor allem von seinen Nebenrollen.
Besonders angetan haben es mir die Figuren der eigenwilliger Lizzie Ridd und des "coolen" Richters Jeffrey. Am interessantesten aber fand ich von Anfang an den Charakter des Bösewichts Carver Doone, beeindruckend und glaubwürdig dargestellt von Aidan Gillen, dem man eine gewisse dunkle Anziehungskraft nicht absprechen kann, obwohl oder gerade vielleicht weil seine Augen so herrlich zornig sind und sein Temperament so unberechenbar und aufbrausend.
Von der Länge her fand ich den Film genau richtig. Er ließ den Schauspielern genug Zeit, ihre Rollen glaubhaft zu entwickeln und die Handlung an sich war verständlich und ohne Längen erzählt, obwohl es mich auch gefreut hätte, den Stoff in Form einer Miniserie zu sehen, um vor allem die politischen Umstände und die Geschehnisse in der Vergangenheit (vielleicht eine Erklärung, warum der Klan der Doones ihres Besitztes beraubt, vertrieben und von der Gesellschaft geächtet wurde) näher zu beleuchten.
Alles in allem ein abwechslungsreicher Film, der ruhige und spannende Momente verbindet und der mit Romantik, Dramatik, Kämpfen, Eifersucht, Hass und Intrigen für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.
Lorna Doone- ein dramatischer, schöner Liebesfilm, 12. Dezember 2006
Nun werde ich mich mal an die erste Rezension der DVD "Lorna Doone" von Richard D. Blackmore, mit Amelia Warner und Richard Coyle heranwagen:
Zum Inhalt dieses Films:
England im 17. Jahrhundert; Carver, der Enkelsohn von Ensore Doone, dem Lord eines räuberischen, heruntergekommenen, schottischen Clans, ermordet den Vater von John Ridd. John muss dies als Kind mitansehen. Die Ridds sind Farmer und gute ehrbare Leute. John schwört Rache, nur seine Mutter hält ihn davon ab.
Jahre später verliebt sich John in ein Mädchen (dem er schon als Kind begegnet ist), als sich ihre Wege erneut in den Doone Valleys kreuzen. Als sich herausstellt, dass sie die vermeintliche Enkelin des Lords von den Doones ist, zieht er sich zurück, doch die Liebe zu ihr ist stärker und so entführt er sie aus dem Clan, was natürlich einen Angriff der Doones nach sich zieht, nicht zuletzt weil sich Carver ebenfalls in Lorna verliebt hat, und er schwört wenn er sie nicht besitzen kann, so darf dies auch kein anderer, selbst wenn er sie dafür töten muss! Lorna muss nach London gehen, da sich herausstellt, dass sie nicht der Mensch ist, für den sie sich selbst gehalten hat...und John hört nichts mehr von ihr, auch auf seine Briefe antwortet sie nicht! Noch viele Kämpfe, Irrungen, komplizierte, aufregende Abenteuer und dramatische Auseinandersetzungen müssen in dieser unruhigen Zeit bestanden werden, bevor sich Lorna und John wiederbegegnen. Doch auch Carver sinnt immer noch auf Rache!
Der Film kommt auch mit wenigen Worten aus, er zeigt sehr realistisch, die Lebensumstände aller Beteiligten auf. Eine Liebe, die nicht von allen akzeptiert wird und doch den Zusammenhalt der Familie stärkt.
Ein wundervoller, schöner dramatischer Liebesfilm, der nicht ins Kitschige abfällt, zu ernst und realistisch wirken hier die Akteure und Aufnahmen auf einen ein.
Die DVD ist im Original Stereo und 16:9 Format mit englischem Untertitel ausgestattet. Ich hoffe sehr, dass die DVD auch noch mit deutschem Tonträger herausgebracht wird, obwohl es (wie meist bei diesen Verfilmungen) sehr zu empfehlen ist, sich die englische Version anzuschauen und zu hören, allein die super männliche Stimme von Richard Coyle geht schon unter die Haut und die Übersetzungen geben doch nicht das her, was das Original ausmacht!
Fazit: wieder einmal eine gelungene Produktion von BBC, sehr sehens-und empfehlenswert!
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