Kundenmeinungen
Kniffliges Zweier-Spiel, das immer paßt., 30. Juli 2007
Wenn Sie in diesem Sommer mal abends nix Gescheites vor haben und sich mit ihrem Partner oder einem Familienmitglied ihrer Wahl (;-) an den Gartentisch, oder gar den Campingtisch setzen möchten für ein paar Partien eines "Runde um Runde" Spiels, wo's nicht viel Vorbereitung aber man trotzdem ein bisschen Grips braucht - dann ist "Genial Einfach" genau das richtige für Sie.
Meinen dezent-schwurbeligen Einstieg in diese Spielebewertung können Sie übrigens auch gerne auf einen gemütlichen Winterabend auf einer Skihütte oder einen stürmischen Herbstabend irgendwo in einer Ferienwohnung an der Ostsee ummünzen. Dann halt nur nicht draußen am Campingtisch.
Will alles heißen: "Einfach Genial" ist ein Spiel das mit großer Wahrscheinlichkeit IMMER passt. Zum Beispiel, wenn man grad mal keine Bock auf ein Kartenspiel hat.
Spieleautor Reiner Knizia hat sich das hexagonale Legespiel ausgedacht und man faselt am besten nicht zu lange Drumherum. "Einfach Genial" wird seinem Namen vollkommen gerecht. Die Regeln sind schnell erlernbar, beinahe intuitiv. Das Prinzip läuft darauf hinaus von allen sechs "Mustern" bzw. Farben durch geschicktes Anlegen der Spielsteine eine ähnliche Endsumme auf der Zählleiste zu erzielen. Das Punktezusammenzählen ist gar nicht so kompliziert, wie's den Anschein hat, wird aber in der beiliegenden Spielregel optimal erklärt! Das hat man schnell raus, dann kann's losgehen. Man muss nur aufpassen, denn Punktegier wird bestraft, denn man sollte seine eigene und die Punktesumme des Gegners im Auge behalten - und dann (das wird durch Glück bestimmt!) im Rahmen des Möglichen geschickt taktieren.
Die komplette Regel für die Punktezählung klingt in der Beschreibung ein wenig kompliziert (das haben Regeln meiner Erfahrung nach leider immer an sich) - aber auch hier gilt: Probieren geht über Studieren.
Das "Legematerial" sind Spielsteine, die "blind" aus einem Beutel gezogen werden und die der Spieler (wie beim Domino) vor sich liegen hat. Um genau zu sein: Auf dem Spielbrett, gibt es Fächer, wo man seine Spielsteine reinlegt. Und zwar so, dass der Gegner diese nicht sehen kann.
Dann gibt es noch so kleine "Steckpöppel", in 6 verschiedenen Farben, mit denen die Punkte gezählt werden. Die Reise-Edition ist in Sachen "Pöppelsteckleiste" ein klein wenig pfriemelig, aber auch Grobmotoriker sollten mit ein wenig Geschick damit umgehen können. (In der Ruhe liegt die Kraft ;-)
Das Spiel bringt einen Mords-Spaß mit sich. Eine Spielrunde dauert zwischen 30 und 40 Minuten. Je nach Routine der beiden Spieler. (Wir haben es auch schon in 15 Minuten geschafft.) Konzipiert ist das Spiel für zwei Personen.
Optimaler Urlaubszeitvertreib - und das sicher nicht nur an verregneten Tagen am Campingplatz!
genial einfach! einfach genial!, 5. März 2007
Also es ist einfach genial, wie der Name schon sagt - schnell zu lernen, auch für kleinere Kinder - ab sechs - geeignet, ein Durchgang dauert ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten und ist immer anders. Bei uns seit einiger Zeit in immer neuen Spielervariationen in Dauerbenutzung. Vielleicht sind die Wertungssteine etwas zu klein, andererseits üben sie die Feinmotorik...Auch ein Supergeschenk!
Die Reiseedition ist deutlich reduziert, 8. Januar 2007
Zunächst zum Spiel:
Auch ich finde "Genial" genial. In einer Art mehrdimensionaler Domino-Variante werden 6-eckige Steine in 6 Farben auf einem 6-eckigen Spielfeld vernetzt aneinander gelegt. Die Punktezählung ist am Anfang etwas kniffelig, doch einmal gelernt (1 Testspiel) hat man ein Spiel mit einfachen Regeln - und hoher Komplexität. Dann folgen Hunderte immer aufs Neue herausfordernde Spiele.
Durch das Ziehen der Steine ist ein Zufallselement gegeben, der Rest ist Strategie. Man kann das Spiel einfach spielen, ideal mit Kindern, oder auch professionell angehen mit theoretisch sehr weit reichenden strategischen Überlegungen. Dadurch eignet sich dieses Spiel für die ganze Familie. Besonders bei zwei Spielern geht es nicht nur um das eigene Punkten, sondern auch um das Blockieren des Gegners.
Die Reiseedition:
+ Die Version ist kompakt und nur für zwei Spieler (Original: bis zu 4 Spieler). Alle Steine sind aus haltbarem Plastik und können so festgesteckt werden, dass auch bei unruhigen Verhältnissen wie im Auto gespielt werden kann.
- Die Spielfläche und damit der Spielspaß wurden um 2 Ringe stark verkleinert - die Anzahl der Felder und der Spielsteine wurde fast auf die Hälfte reduziert. Dadurch ist das Spiel kürzer, und man kann sich nicht so weit vom Gegner absetzen. Viele Spiele werden mit nur 1 Punkt Vorsprung gewonnen, was auch Glück sein kann.
+ Ein Spiel ist tatsächlich in etwa 30 Minuten gespielt, also was Schnelles für zwischendurch.
Super Spiel, aber nicht unbedingt für die Reise geeignet, 8. Januar 2007
Die Spielidee ist sehr gut. Das Spiel ist sofort, innerhalb weniger Minuten erklärt und erlernt. Dann macht es großen Spaß und ist vor allem immer bis zum Schluss sehr spannend, weil eben die "schwächste" Farbe zählt und nicht die Farbe, mit der als erstes 18 Punkte erreicht sind. Man muss wirklich auch über die Strategie nachdenken: Komme ich weiter, wenn ich eine Farbe schnell auf 18 Punkte bringe, um dann einen zusätzlichen Spielzug zu haben oder achte ich darauf, alle Farben gleichmäßig vorwärts zu bringen?
Aber was ich fürchterlich finde, sind die Ministecker zum Anzeigen der Punkte. Diese sind so klein, dass sie beim Runterfallen während der Reise in jedem Fall verloren gehen. Auch finde ich, dass sie nicht fest genug auf dem Spielfeld sitzen. So besteht sehr leicht die Gefahr, dass die Stecker verloren gehen. Die eigentlichen Spielsteine sind stabil, aber auch die könnten besser auf dem Spielfeld eingerastet werden (vielleicht so wie Lego oder so), damit sie nicht so leicht verrutschen. Wir werden das Spiel wohl nicht im fahrenden Auto spielen, aber zum Mitnehmen in den Urlaub ist es gut geeignet. Auf jeden Fall ein Spiel, was auch zu zweit Freude macht.
Einfach genial - nun leider nicht mehr so ganz, 30. Mai 2006
Um es vorweg zu nehmen, den großen Bruder, das große original Einfach genial liebe ich in jeder Spielerbesetzung - auch als solo. Die Sonderausgabe mit Pappe hat mich schon weniger begeistert, denn das haptische Element der Plastiksteine war nicht zu unterschätzen. (Ähnlich wie ich Rummykub nun mal nicht mit Spielkarten spiele und in Fantasy-Spielen lieber (Zinn-)figuren als Pöppel habe).
Und nun kommt dieser Winzling daher. Ich weiß, daß einem das beschränkte Urlaubsgepäck Einschränkungen aufzwingt, aber mir sind die kleinen Plastikteilchen einfach zu klein und fummlig.
Das Spielbrett ist funktionell und hält sicher die meisten Schlingerkurvern der Bundesbahn oder des dynamischen Menschen am Steuer aus, ohne das ein Stein verrutscht. So weit so gut - so soll es sein für eine Reiseversion.
Die Punktefortschreibung ist auch gut gelöst, rein sachlich gibt es außer der Beschränkung auf 2 Spieler nichts zu murren, und auch die ist wahrscheinlich eher den demografischen Entwicklungen als dem Materialaspekt geschuldet.
Also: zugegebenermaßen - ein reines Bauchurteil, aber ich verstau mein großes Einfach genial ohne Karton in den Ecken meiner Tasche (zusammen mit vielen anderen Spielen), löse im Zug Sudokus und spiele am Ziel angekommen die schönere Fassung mit bis zu 3 Mitspielern.
Deshalb die Empfehlung: einmal ausprobieren, ob Sie mit den Spielsteinen gut zurecht kommen. Wenn ja, dann sind meine Einwände gegenstandslos.
Wenn nein, kaufen Sie das Original und machen Sie es wie ich. Das Spiel muss man haben, wenn man schnelle, eingängige Spiele mit ein wenig Interaktion udn hohem Wiederspielfaktor mag. Es ist nur eine Frage der Ausgabe.
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