Kundenmeinungen
4 Sterne nur für den Liebhaber-Unterhaltungswert..., 25. Mai 2008
für die Behandlung des Themas nur drei. Denn wie ein anderer Rezensent hier schrieb: lauter "oberflächliche Vertiefungen".Ich bin eigenlich kein Metal-Fan, komme eher aus der Wave/Gothik-Mittelalter- und Klassik-"Ecke". Aber gerade aufgrund meiner Vorliebe für Metallica (und manchmal, ahem, Manowar) und einem starken musikhistorischen Interesse, hatte ich gehofft hier mehr über die musikalischen/musikgeschichtlichen Zusammenhänge des Metal zu erfahren und dass auch stärker auf die Abgrenzungen des Metal nach außen und zwischen den Unterarten des Metal eingegangen würde -- kommt leider kaum vor. Die Reisebilder erwecken Reisefieber, stehlen den Diskussionen (vor allem um Black Metal) aber die Zeit für die Beleuchtung von Verbindendem und Trennendem. Deshalb empfehle ich drei Dinge:1. Lies das Buch "Running with the Devil: Power, Gender and Madness in Heavy Metal Music" von Robert Walser (Leider nur engl., aber hier bei Amazon erhältlich (schleim)) 2. Schau dir "School of Rock" an.3. Fahre auf Metalfestivals, stell dich dumm und sprich selbst mit den Leuten.
Eine nicht ganz korrekte Doku, 6. Januar 2008
Was an dieser Dokumentation am meisten stört, ist die Tatsache das der Weg des Metal nicht korrekt aufgezeichnet wurde. Aus meiner Sicht begann der(erneute)Anfang des Metal Ende der 70iger/Anfang der 80iger mit der New Wave of British Heavy Metal. Daraus gingen Bands wie Iron Maiden,Saxon,etc. hervor.Eine der ersten Unterarten war der Black Metal, stellvertretend hierfür die Band Venom. Etwas später kam der Trash Metal hinzu. Stellvertretend hierfür standen die sogenannten "Bay Area" Bands wie Slayer,Overkill etc.Sam Dunn hätte etwas genauer recherchieren sollen,dann wären viele Peinlichkeiten nicht passiert. Bands wie Motörhead existierten bereits vor der o.g. NWoBHM, erfuhren aber erst dann einen regelrechten Aufschwung.Die Zuordnung der Band Venom in die Sparte "New Wave of Black Metal" ist geradezu diletantisch, da wie gesagt gerade Venom eine der ersten Black Metal Bands überhaupt war.
Die mit Abstand beste Dokumentation , 10. September 2007
Der Metalfan und Ethnologe Sam Dunn beleuchtet die Metalszene und die tragenden Bands aus seiner und deren Sicht. Dunn gelingt es die Ursprünge und die Weiterentwicklung des Metals auch für den Außenstehenden Nicht-Metalfan eindringlich zu vermitteln. Startend bei Black Sabbath bis hin zur New Wave of British Heavy Metal- dem Poser Metal und zum Trash, Black und Death Metal. Selbstverständlich mit einem Besuch beim Wacken Festival gepaart.Alte Größen wie Ronnie James Dio, Alice Cooper, Lemmy Killmister, Geddy Lee oder sogar Kelly von Girschool kommen genau so zu Wort wie Slipknot.Dunn gelingt es den Zuschauer zu fesseln, man schaut interessiert auf den Bildschirm und fühlt sich sehr gut und informativ unterhalten. Selbst die Black-Metal-Szene in Norwegen und die Kirchenbrandstiftung von Vikernes wird angesprochen. In diesem Fall werden auch Interviews mit Beteiligten geführt, die die Taten aus ihrer Sicht dokumentieren.Bild und Sound der DVD sind brillant. Abschießen will ich die Rezension mit den Worten von Sam Dunn...wenn dir Metal nicht einen überwältigenden Stromstoß verpasst und dir heißkalte Schauer über den Rücken laufen lässt, dann wirst du es vielleicht nie verstehen... und wisst ihr was, das macht gar nichts, denn ich die 40.000 Metalheads um mich herum- wir kommen bestens ohne euch klar...In diesem Sinne- take it or leave it !!!!!!
Die beste Metal Dokumentation überhaupt !, 19. Mai 2007
Ich wurde durch einen Freund auf diese Dokumentation aufmerksam. Dieser Film, von einem kanadischen Metalfan, ist wirklich mehr als sehenswert. Hier wird eher detailiert auf Suche nach einigen der wichtigsten Fragen uber den Heavy Metal gegangen. Wie z.B. warum H.M. immer noch, nach mehr als 30 Jahren, von den meisten Menschen als suspekte Musik mit meist negativen Botschaften angesehen wird. Oder warum Metalfans so anders als andere Musikfans sind. Warum der Black Metal so bedrohlich erscheint, zumindest für nicht Metaller. Sam Dunn ein Anthropologe, und seit frühster Jungend, Metalfan geht diesen Fragen auf die Spur und wird dabei zum Advokat des Heavy Metals. Natürlich ist so etwas immer ein subjektives Unterfangen. Und für manche, vor allem nicht Metalfans mag Sam viel zu überzeugter Metalfan sein, als, dass er einen objektive Dokumentation über das Thema machen könnte. Aber gerade diese Leidenschaft für den Metal macht diese Dokumentation so sehenswert.Sicher wird dieser Film polarisieren, zum einen wegen der eindeutig positiven Stellungsnahm vom Macher des Films, zum anderen weil der Film nicht alle Fragen eindeutig beantworten kann, wie z.B. welche Black Metal Bands nun wirklich aus Satanisten bestehen und welche sich nur aus Image Gründen sich stets als böse präsentieren.Alles in allem ist dies die beste Dokumentation über das Thema Heavy Metal.
Najaaaaa, 25. Februar 2007
Meine Erwartungen an den Film wurden definitiv nicht erreicht. Ich dachte, er wäre vielleicht mal ein objektiver Blick auf die Szene, auf die Musik und auf das Massenphänomen Metal. Ich habe gehofft, meinen Freunden eventuell einen Film zeigen zu können, der ihnen erklären könnte, was man am Metal vielleicht toll finden kann - was ihn also so besonders macht. Naja.Was der Film zeigt, ist ein Zusammenschnitt von oberflächlichen "Vertiefungen" in die Musik und die dahinter stehende Szene und anstelle von Anhängern, die objektive Meinungen zum Metal haben könnten, wird einem ein Haufen Fanaten gezeigt, die den Metal als das Geilste anprangern und jedem, der das nicht so sieht "Sch***e, mach was du willst, ich hör Metal, das ist geil, wenn du das nicht so siehst, f**k dich [...]" an den Kopf werfen würden. Jeder (Fan, als auch Nichtfan des Metals), dem ich den Film gezeigt habe, hat sich über die interviewten Leute gewundert. Die Nichtfans haben sich gedacht, was das für Gestörte wären; die Metalfans haben sich gefragt, warum man gerade solche Leute interviewt, weil es uns fraglich erschien, was eben jene Nichtfans davon halten würden.Die Metalszene besteht nicht aus nur Fanaten und es ist sehr fraglich, ob man in einem Film, der Aufklären soll, die Leute zeigen sollte, die selbst in der Szene die Randgruppen darstellen.Hinzu kommt, dass man alles was der Film zeigt, schon wissen kann, wenn man sich ein bisschen mit dem Thema Metal auseinandersetzt.Fazit: Sehr subjektiver Film über den Metal, für den es sich eigentlich nicht lohnt Geld auszugeben. Wenigstens an der Filmmusik kann man sich erfreuen.
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