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Sergei Lukyanenko: Wächter der Nacht: Nochnoi Dozor (Einzel-DVD)

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Wächter der Nacht: Nochnoi Dozor (Einzel-DVD)

von Sergei Lukyanenko

mit Konstantin Khabensky Wladimir Menschow Valeri Zolotukhin

Regie: Timur Bekmambetov

Twentieth Century Fox Home Entert.

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Beschreibung

Als Herr der Ringe Russlands wurde Wächter der Nacht mancherorts bezeichnet, und der Vergleich passt. Nicht so sehr, weil es sich bei dem zugrunde liegenden Roman-Epos um eine Fantasy-Trilogie handelt (in diesem Falle vom russischen Autor Sergei Lukyanenko), denn im Gegensatz zu Tolkiens gänzlich fiktivem Universum erzählt Wächter der Nacht seine Geschichte vom ewigen Kampf zwischen den guten und den bösen unter den „Anderen“ (übernatürliche Wesen wie Vampire, Seher, Hexen und Formwandler) vor dem Hintergrund des heutigen Moskau. Weitaus passender ist der Vergleich für die Verfilmungen, denn ebenso sehr wie Peter Jacksons Ringe-Trilogie ein Mammutprojekt für Hollywood war, ist Wächter der Nacht mit das größte, was man bisher in Russland gewagt hat.

Das Ergebnis unter Regie des Werbefilmers Timur Bekmambetov überzeugt mit seinem eigenen Stil. Während man sich in der Action-Inszenierung deutlich an den westlichen Vorbildern wie Blade oder Matrix orientierte, schaffen die rauen Bilder der Großstadtkulisse eine dichte und beklemmende Atmosphäre und nutzen die kalten, grauen Plattenbauten der Stadt für einen besonderen Effekt: Konnte man sich beim Herr der Ringe noch gänzlich in einer anderen Welt verlieren, vermittelt Wächter der Nacht das genau gegenteilige, unheimliche Gefühl: Eine andere Welt, die direkt in den Schatten unser eigenen existiert.

Der Plot des Films ist ziemlich komplex und bemüht sich, die diversen Handlungsstränge der Buchvorlage verständlich zu bündeln. Ganz allgemein geht es auch hier um den drohenden Ausbruch des letzten großen Krieges zwischen Gut und Böse, und einen „Auserwählten“, dessen Schicksal den Ausgang des Konflikts (laut Prophezeiung) entscheiden soll. Wächter der Nacht ist dabei nur die Einleitung, drum sollte man sich von dem abrupten Ende auch nicht verwirren lassen: Die Teile 2 und 3 der Trilogie, Wächter des Tages und Wächter der Dämmerung, werden folgen. Wie beim Herr der Ringe scheint sich der Aufwand gelohnt zu haben: Wächter der Nacht war in Russland ein Riesenerfolg, und verdient sich mit seiner packenden Geschichte und rasanten Inszenierung auch internationale Anerkennung. Man kann gespannt sein auf Teil 2. -- Frank-Michael Helmke





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Besser als viele US-Produktionen , 11. Dezember 2007

Ich habe mir den ersten Teil leider erst auf DVD angesehen, als der zweite Teil in den deutschen Kinos angelaufen ist (ein Fehler, der Film wäre einen Kinobesuch wert gewesen). Da es (gerade bei Amazon) auch viele schlechte Rezessionen gab, war ich sehr gespannt auf die Umsetzung sowie den angeblich schwierigen Plot. Ich weiß wirklich nicht, an welchen Stellen man im ersten Teil Verständnisprobleme haben kann. Für mich waren die leicht verschachtelten Handlungsstränge eindeutig voneinander abgegrenzt und zumeist chronologisch. Rückblicke sind eindeutig als solche zu erkennen. Von einer kryptischen Interpretations-Herausforderung eines David Lynch ist dieser Film weit entfernt. Ich würde den Aufbau eher als guten Spannungsbogen bezeichnen, der den Zuschauer von Anfang an neugierig macht und bei der Stange hält. Bezüglich der mehrfach diskutierten Genre-Schubladen würde ich eigentlich allen Rezessionen recht geben, da Wächter der Nacht für mich ein (gelungener) Genre-Mix aus vielen US-Blockbustern, wie u.a. Matrix, Highlander, Underworld, Herr der Ringe (eher weniger) und Blade, ist. Interessant und neu ist dabei die (auch in anderen Rezessionen bereits angesprochene) russische Authentizitäts-Komponente. Ich hatte die Befürchtung, dass gerade dieser Aspekt billig oder kitschig wirken könnte. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Insbesondere dieses individuelle Moskau-Ambiente macht den Film eben nicht zu einer billigen Ostblock-Kopie. Ich bin davon überzeugt, dass der Film als US-Remake nicht so gut funktionieren würde. Die Special-Effects sind wesentlich besser, als ich zu hoffen gewagt hatte und müssen sich im Benchmark mit vergleichbaren US-Titeln absolut nicht verstecken. Wer einen gewissen Anspruch an modernes Fantasy-Kino hat und eben nicht den x-ten Teil einer abgelutschten US-Produktion sehen möchte, kommt bei dieser Trilogie voll auf seine Kosten. Da es sich um eine Trilogie handelt, hat der erste Teil logischer Weise auch kein abschließendes Ende, sondern ist lediglich als erstes Kapitel zu verstehen. Es lohnt sich also, den zweiten Teil in greifbarer Nähe zu haben, falls man, wie ich, vom ersten Teil begeistert ist. Ich freue mich jetzt bereits auf den dritten Teil Wächter des Zwielichts. Übrigens habe ich den Film mit meiner Freundin gesehen, die der gleichen Meinung ist und nicht wegen übertriebener Härte den Raum verlassen hat. Für mich hat das Wächter-Epos den Referenzrahmen für qualitativ hochwertige Kinoproduktionen definitiv erweitert. Ich kann nur hoffen, dass dieses Leinwandspektakel kein Einzelfall bleibt und wir uns auf weitere erfrischende Produktionen aus Russland freuen dürfen. Ein Tipp: Ich habe zwar den Directors-Cut noch nicht gesehen, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass dieser eine komplexere und somit noch interessantere Alternative darstellt.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Sehr sehr schade!, 26. November 2007

Ich bin sehr enttäuscht von diesem Film. Nachdem ich 3 der 4 Bücher der "Wächter" Reihe gelesen habe, muß ich leider feststellen, das der Film in Handlung und Ablauf stark vom Buch abweicht. Wer das Buch nicht kennt, wird überhaupt nicht verstehen, worum es geht (so ging es meiner Freundin). Übertriebenes Blutspritzen kommt hinzu. Einiges mag vielleicht tpisch für russische Filme sein (keine Ahnung), aber man kann z.B. Kameraeinstellungen oder Effekte nicht mit Hollywood vergleichen. Wer die Bücher mag, dem würde ich raten, den Film zu meiden.
2 statt einen Stern nur wegen der Spannung, die man wenigstens teilweise erleben durfte. Es kommt mir ein wenig so vor, als habe man alle 4 Teile versucht, in dem einen Film unterzubringen.
Naja, wie gesagt, sehr schade, hatte mir viel mehr davon versprochen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Gute Nacht, Freunde..., 21. November 2007

Nein, dieser Film war nichts für mich.
Wie Memory ohne doppelte Karten prasselte eine Bilderflut auf mich, dass ich danach dachte, Tai Chi lernen zu müssen.
Mir war das zu wirr.
Tageslicht, Zwielicht, Klolicht und was nicht noch alles.
Depri-graues Filmkonfetti aus Matrix, Herr der Ringe, Atlantic City USA und Brille Fielmann. Viel zu lang. Vorteil: man hat genug Zeit sich aufzuhängen, wenn man nicht vorher wegnickt.
Und jetzt noch ein unglaubliches Geständnis:
Den zweiten Teil (Wächter des Tages) habe ich tatsächlich auch noch gesehen!!!
Man hatte mich mit Alkohol gefügig gemacht oder hatte ich mich mit Alkohol verfügbar gemacht? Ich weiß es nicht mehr...
Freunde und Bekannte von mir lieben diese Filme. Irgendetwas ist da doch unrund im Universum, oder?


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ganz OK!, 16. November 2007

Der Film ist nicht schlecht,
jedoch sind die Handlungsstränge an manchen Stellen zu verwirrend.
Erst beim zweiten Anschauen werden einem einige stellen klar, z.B. warum das Licht auf einmal wieder in der Stadt angeht etc..
Der Film fesselt einen allerdings nicht wirklich, da die Musik und die deutschen Synchronstimmen nicht wirklich passend sind.
Das Potential zu nem guten Film ist meiner Meinung nach aber da und ich hoffe der Nachfolge Film wird es ausspielen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  VORSICHT!, 2. November 2007

Wie man bereits an den geteilten Kundenrezenisionen erkennen kann, ist das mit diesem Film so eine Sache. Die einen preisen ihn als Meisterwerk, das auf eine Stufe mit "Matrix" oder "Der Herr der Ringe" zu heben sei, während die anderen ihn schlicht als schlecht bezeichnen.
Dazu sei vor allem Folgendes zu sagen:
"Wächter der Nacht" ist grundlegend anders, anders in der Erzählweise, anders in der Präsentation und anders in der Wirkung, so wird beispielsweise keine heile Welt suggeriert.
Der Film ist außergewöhnlich dynamisch und die Atmosphäre ist in sich stimmig, diesen Punkten steht eine bisweilen konfuse Handlung, höchstens durchschnittliche Darsteller, eine mäßige Sounduntermalung und eine gewöhnungsbedürfige Kameraführung gegenüber.
Alles in allem, ist der Film meiner Meinung unterdurchschnittlich, zu dynamisch und verschenkt nach einer interessanten Hinführung zum Wirbel und dessen Konsequenzen zu schnell an Reiz, in dem er die Konfliktlösung geradezu herbeizwingt. Daher vergebe ich nur zwei Sterne, wer allerdings etwas vollkommen anderes abseits ausgetretener Hollywoodpfade sucht, der sollte diesem Film eine Chance geben.




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