Kundenmeinungen
Film für romantische Herzen zum Dahinschmelzen, 1. Oktober 2008
Die Rahmengeschichte bildet Camille, die auf ihre bretonische Heimatinsel zurückkehrt, um ihr Geburtshaus zu verkaufen. Dabei fällt ihr ein Buch in die Hand, das ein Mann über das Leben auf eben dieser Insel geschrieben hat, der, wie sich herausstellt, eng mit ihrem Leben verwoben ist.Die Hauptgeschichte spielt Anfang der 60iger Jahre; ein Fremder kommt auf die Insel, um die Stelle eines kürzlich verstorbenen Leuchtturmwärters zu besetzen. Er war im gerade tobenden Algerien-Krieg und hat dabei eine dauerhafte Verletzung an der Hand erlitten. Von Anfang an schlägt ihm nur Ablehnung und Ausgrenzung von Seiten der anderen Männer entgegen. Nur die Frauen finden ihn der Reihe nach charmant und begehrenswert. Vor allem die Frau eines direkten Kollegen wirft ihm mehr als nur ein Auge zu.....Eine wild-rauhe Landschaft; eine runde Geschichte; gute Schauspieler, Romantik ohne in Kitsch abzudriften; rundherum ein gelungener Film.
La Jument, 16. Januar 2008
Der Leuchtturm "La Jument" steht exponiert an der Westküste Frankreichs auf der Höhe von Brest, vor der Insel Quessant, im Atlantik. Um die Welt gegangen ist das Foto von Jean Guichard von La Jument, auf welchem der Leuchtturmwärter auf der unteren Plattform gerade noch die Türe schließen kann, während eine Riesenwelle den Leuchtturm von hinten umspült und die Wassermassen tosend zusammenbrechen. Möglicherweise ist der Film von diesem Foto inspiriert, auf jeden Fall ist er alleine deswegen schon sehenswert. Die Macht des Meeres wird sehr, sehr deutlich in dem Film. Die Leuchtturmwärter mussten sich in den 60-er Jahren noch etlichen Gefahren während ihrer Arbeit aussetzen. Von einem Fischkutter aus werden sie beim Schichtwechsel mit Hilfe einer Seilwinde über den offenen Atlantik gehieft, bei der Tür der obersten Plattform gibt es außen keinen Griff, damit niemand hinausgeht ...Der Film ist freilich ein Liebesfilm, wie in den anderen Rezensionen schon beschrieben, von einer Liebe, die nicht sein darf, weil die Hauptdarstellerin Marie (Sandrine Bonnaire) nicht frei ist. Doch es funkt sofort zwischen ihr und dem Kriegsversehrten Antoine, der als neuer Leuchtturmwärter mit ihrem Mann zusammenarbeiten muss. Die Hochspannung zwischen Marie und Antoine ist förmlich zu spüren, es knistert, ja und es ist natürlich einfach tragisch, dass sie sich nicht kriegen können, weil Marie zu ihrem Mann Ivon hält, der auch noch Antoines Vorgesetzter ist.Sandrine Bonnaire gibt dem Film sicher einen ganz besonderen Reiz und Ausdruck. Sie ist eine sehr schöne Frau. Aber gerade das stört mich auch ein wenig an dem Film (nicht, dass Frau Bonnaire schön ist), aber Marie ist mir ein bisschen zu sehr die "femme fatale", die immer nur schmachten muss, immer ernst und verzweifelt schaut - nur in den wenigen Glücksmomenten lächelt sie auch einmal. Hier wird die Tragik schon sehr stark betont. "Spürst du überhaupt irgendetwas?", provoziert sie am Nationalfeiertag Antoine und da kommt es, wie es kommen musste ...Wie auch immer, der Film ist auf jeden Fall sehens- und empfehlenswert für alle Liebhaber des französischen Films allemal, und auch für Naturfilmliebhaber ein Genuss!
Raue Landschaft, raue Menschen, 23. September 2007
Camille kehrt nach Jahren wieder zurück in ihre Heimat an der bretonischen Küste, um das Haus ihrer Eltern zu verkaufen. Am Tag ihrer Ankunft findet sie eine Postsendung, die an ihre verstorbene Mutter adressiert ist. Camille öffnet das Paket und es enthält ein Buch. Das Bild auf dem Buchumschlag zeigt den Leuchtturm La Jument! Es ist genau der Leuchtturm, auf dem ihr Vater und einige der anderen Männer arbeiteten. Camille beginnt in diesem Buch zu lesen...die ganze Nacht...und erfährt Dinge über ihre Eltern, die sie nie wußte!Alles beginnt mit dem Ankommen von Antoine. Er ist ein Kriegsveteran und eigentlich Uhrmacher. Im Algerieneinsatz wurde seine Hand gequetscht und er suchte nach dem Krieg einen neuen Job. Er wollte unbedingt Leuchtturmwärter werden und wurde nach seiner Ausbildung auf die Insel versetzt. Da die Männer eine eingeschworene Gemeinde sind, hat es Antoine vorerst sehr schwer...allen voran Yvon, mit dem er in einer Schicht eingeteilt ist. Einzig die Frauen der Insel sind neugierig und unvoreingenommen. So lernt er auch Yvons Ehefrau Mabé kennen. Nach und nach freunden sich Antoine und Yvon an, später gewinnt er auch das Vertrauen einiger anderer Leute im Dorf. Da das Geld als Leuchtturmwärter kaum reicht, arbeiten die Männer zusätzlich noch auf Fischerbooten. Für Antoine mit einer Hand hat niemand Platz. Also beginnt er mit der Arbeit in der Konservenfabrik als einziger Mann. Dort hat er nun tagtäglich mit Mabé zu tun...und beide spüren, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Beide sind hin- und hergerissen wegen Yvon, aber nach 2 Monaten passiert es dann doch. Leider bleibt das kurze "Schwachwerden" nicht unbemerkt. Ausgerechnet der Mann, der schon lange hinter Mabé her ist, ertappt die beiden...und natürlich verrät er es Yvon! Am selben Tag haben Antoine und Yvon für die nächsten 2 Wochen zusammen Dienst auf dem Leuchtturm...Dieser schlicht gehaltene Film glänzt durch seine Darsteller, den Plot und die tollen Landschaftsaufnahmen. Lediglich durch die peitschende Brandung an die Mauern des Leuchtturms wird der meist ruhige Film lauter! Ein beeindruckender einfacher Film, der keineswegs langweilig ist! Sehr empfehlenswert!
Wunderschöner 08/15 Arthouse Film, 25. Januar 2007
Ich kann mich allen meinemn Vorrednern nur anschließen. Ein wunderschöner, visuell beeindruckender Film mit fantastischen Darstellern, toller Landschaft, und einer netten Geschichte. Nur haben wir das alle schon hundert mal gesehen und sogar viel besser. Aber andrerseits auch viel schlechter, wenn man an so manche Rosamund Pilcher Verflimung oder ähnlich geartete Wellnessmoviemachwerke denkt.
Die Frau des Leuchtturmwärters, 17. November 2006
Ein Film voll sinnlicher Poesie mit melancholischen Anklängen.Sandrine Bonnaire in Bestform.Sehr schöne Landschaftsaufnahmen mit schöner Musik.Ein Muß für Fans des französischen Kinos.Ein Film für die stille Jahreszeit.
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