Kundenmeinungen
JJ in Höchstform..., 20. Juli 2006
Das größte Talent des Jack Johnson ist, dass er musikalisch vereint, was einander jahrelang spinnefeind war, nämlich die kleinen soziokulturellen Inseln unserer Gesellschaft: die zwitschernden Girlies, die coolen Jungs, die taffen Karriere-Frauen, die braungebrannten Fitness-Jungs, die lustigen Pilawa-Gucker, die einsamen Computer-Nerds und noch dazu die Vielzahl sämtlicher zukünftiger Schwiegermütter. Alle finden ihn gut, diesen hübschen Surfer mit seinen entspannten Tönen. Zwar gerät er damit in Visier der Exklusiv-Erhabenen, die mit einer derartigen Massentauglichkeit nicht umgehen wollen - das allerdings stört die Produktivität des Songwriters recht wenig.
Dieser Tage erscheint sein bereits viertes Album "Sing-A-Longs & Lullabies For The Film Curious George", das gleichzeitig Soundtrack zu einem Animations-Film ist, indem ein kleiner Affe von Afrika nach Amerika umsiedelt - und dabei wilde Abenteuer erlebt.
Und deshalb klingt diese Platte an manchen Stellen auch nach Kinderreim und Schlaflied - immer versehen mit einer Botschaft für eine bessere Welt. Hinter "3-R's" zum Beispiel verbirgt sich die Müllreduktionsformel Reduce-Reuse-Recycle, der "Sharing Song" erklärt wie schön das Teilen ist und das zweistimmige Duett mit Ben Harper "With My Own Two Hands" erläutert die Möglichkeit zur Verantwortung eines jeden einzelnen. Für manche klingt das nach verklärter Weltverbesserer-Romantik - und das ist es auch - nur nicht verklärt, denn da unsere Welt derzeit Kopf steht, darf da gerne einer den Kleinen und den Großen etwas Mut machen.
Musikalisch bleibt der Umweltschützer ganz bei sich - Freund G.Love steuert zu "Jungle Gym" seine Mundharmonika bei und in "Broken" überrascht eine sanfte E-Gitarre - der Rest des Albums ist gewohnt akustisch gehalten. Schönstes Stück des Albums ist die zaghafte Ballade "Wrong Turn". Und dann wäre da noch die Single-Auskopplung "Upside Down", ein prächtiges Stück im gutlaunigen Rhythmus und mit schöner Melodieführung, quasi Jack Johnson in Rein- und Höchstform. Da bleibt nur noch à la Diana Ross zu bekennen: "Boy you turn me/ Inside out."- Silke Janovsky -
Authentisch, ehrlich, komplex, 29. Mai 2006
Ich glaube, zu Jack Johnson gibt es nicht mehr allzuviel zu sagen. Der Mann schafft es mittels einer einfachen Akustikgitarre, den Hörer durch seine besondere Kreativität und Ehrlichkeit zu verzaubern. Dabei sind viele verschiedene Stile auf dieser CD geschickt miteinander verwoben. Zugegeben, viele der Songs sind Country- bzw. Folklastig. Aber für jemanden, der etwas damit anfangen kann (wie ich), stellt gerade dies einen wahren Ohrenschmaus dar. Es gibt momentan einfach keine bessere Musik, um zünftig zu "chillen", wie der Hiphopper es audrücken würde. Besonders gefallen mir die kleinen, versteckten Seitenhiebe auf unsere konsumgeile Gesellschaft. Alles in allem ein Album, dass sehr angenehm zu hören ist.
Rolf Zuckowski goes surfing, 2. Mai 2006
Um dieses Album richtig einzuordnen, muss man sich zunächst einmal klar machen, dass es sich hier um einen Soundtrack handelt. Und zwar für einen Kinderzeichentrickfilm.
Dementsprechend fallen auch die Lieder größtenteils etwas harmlos und naiv aus. Sie sind weitgehend sehr ruhig gehalten und eignen sich bestens, um im Sommer im Gras zu liegen, ohne aufgrund der Hintergrundmusik unnötige Adrenalinschübe riskieren zu müssen.Allzu aufregend ist es dabei natürlich nur selten (etwa bei der Single Upside Down, dem grandiosen White Stripes-Cover We're going to be Friends oder Talk of the Town).
Puristen dürfte sicherlich auch der deutlich erhobene pädagogische Zeigefinger stören, der einem bei With my own two Hands und vor allem bei The 3 R's geradezu ins Auge springt. Ein Lied darüber, wie wir Müll vermeiden, wiederverwenden und recyceln sollen. Das hört sich nicht eben nach Rock n'Roll an. Das ist es auch nicht, aber es ist doch irgendwie unterhaltsam.
Und wenn auch bei uns Kinderlieder nicht nur von Zuckowski und Detlev Jöcker gespielt würden, ich glaube die Welt wäre ein besserer Ort!
Erwartungen übertroffen ..., 27. März 2006
Da die CD ein Soundtrack für ein Kinderfilm ist, hätte ich nicht erwartet, das Jack Johnson seinen Stil so perfekt einbringen kann. Die CD läd einfach zum Träumen ein. Ich hatte das Glück Jack Johnson in Frankfurt live erleben zu dürfen und wenn Jack das Lied "Taylor" anstimmt und dann 13.000 Leute mitsingen, dann ist das echt Gänsehaut-Feeling.
Insgesamt ein schönes Album, 23. März 2006
Die Figur Curious George ist in Ami-Land ein Bestseller für Kinder und zum entsprechenden Film ist es der Soundtrack, geht aber trotzdem als neue Jack Johnson CD durch, denn er macht hier keinen auf großen orchsetralen Sound, sondern bleibt seinem Metier treu. Eingespielt mit der gleichen Band wie der Vorgänger "In Between Dreams" klingt dieses Album aber leichter und verspielter. Zwar sind immer noch bluesige Akustikgitarrenakkorde zu hören und es rumpelt immer noch ganz schön, doch sind die Songs eingängiger und netter. Dem Albumtitel besonders gerecht (Sing-A-Long) wird der Titel "Talk Of The Town", bei dem neben einem schönen Akkordeon auch ein Chor mitschunkeln darf. Zwischendurch kommt auch das Feeling der 70er wieder, wenn er mit gängigen Vokalharmonien von damals das folkige "My Own Two Hands" anstimmt. Insgesamt ein schönes Album mit Gästen wie G.LOve, Ben Harper oder Matt Harper die auch jeweils einen Song geschrieben haben. Und neben der Single "Upside Down" ist auch der White Stripes Song "We Are Going To Be Friends" im JJ - Sound gelungen.
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