Kundenmeinungen
Schund???, 30. September 2007
Schwerer Film und das in allen belangen.getanrnt als Experimental Drama serviert uns dieser Schwedische Underground Film schwere Kost aber mit welchem Sinn?
Okay , die Aussage nach der Suche nach Liebe habe ich schon verstanden doch irgendwie habe ich lange keinen solchen berechenbaren und plakativen Film gesehen der vordergründig mit Schocksequenzen von sich reden macht.
Die Geschichte dreier junger Menschen wovon einer ein Frauenhasser ist, der andere total extrovertiert und das Mädchen nur auf der Suche nach Liebe und Aufmerksamkeit ist kommt als Art Pseudo Doku daher , fährt einige sehr drastische Gewalt Porno Szenen auf die wirklich wie ein Kloß im Halse stecken bleiben und ansonsten bleibt absolute Ratlosigkeit zurück.
Ich bin gewillt den Film irgendwie als Schund zu bezeichnen , aber einerseits ist er das auch aber einerseits auch nicht - wie ich bereits sagte: ein sehr schwieriger Film in allen Bereichen!
Die DVD ist gut umgesetzt:Das Bild ist recht schlecht was aber auch an dem grobkörnigen Filmausgangsmaterial liegt.Der Ton liegt im soliden Bereich und wird dem Film gerecht der viel mit Dialogen arbeitet.
Die Extras sind zwar nicht sehr reichhaltig aber die Featurette zu dem Film ganz informativ.
Film:**
Bild:**
Ton:***
Extras:***
Geräusche und Pornographie, 4. Juni 2007
Wenn die Titelheldin in "Lilja 4-ever" zum wiederholten Mal mit ihrem Jesus-Christus-Ersatz als Engel sich ins Jenseits träumt, dann - mag Oksana Akinshina sonst noch so authentisch wirken - ist das einfach lächerlich. Zu lachen wird man in diesem Nachfolgefilm Moodyssons nichts haben, obwohl es auch hier um sexuelle Ausbeutung geht: man beobachtet das Treiben zweier verkommener Subjekte - nach außen hin homophob durch und durch, jedoch in deren Inneren enorm scharf aufeinander. Ihr Opfer ist ein nach allen Regeln des Realismus tumb gezeichnetes, bedauernswertes Mädchen, dem am Ende als angenommener pornographischer Höhepunkt nach all den gefilmten Doppelpenetrationen sich in den Hals übergeben wird. Wenn Sie das hier gelesen haben sehen Sie schon: "A Hole in my Heart" ist ein SEHR Drastischer Film und in der Tat der wahrscheinlich stärkste Tobak seit Pasolini tot ist.
Leider zeigt sich Moodyssons Film in seiner gesamten Perzeption von Pornographie als völlig ahnungslos bis Ressentiment-beladen: das Pornographie (heutzutage) "extrem" ist oder "extremer" wird ist schlicht und einfach ein konservativer Mythos - fantasiert vom Boulevard und hochnäsigen Feuilleton. Selbst ein grundsätzlich sexistischer Charakter sollte gegenwärtig wirklich nicht mehr angenommen werden.
Sicher ist Moodysson weit von den perfiden Unterstellungen eines Michael Haneke entfernt - die Richtung ist jedoch auch hier schon vorgegeben: der einzige der zu Erkenntnissen fähig ist, ist der sämtlichen Umwelteinflüssen erlegene Sohn eines der beiden Männer, welcher sich andauernd Noise-Musik reinzieht und schwere Kommunikationsdefizite aufweist.
Klasse Experimantalfilm!, 20. April 2007
Mit seinem Film A Hole in My Heart schafft es der Regisseur einen Blich hinter die oft nur vordergründig heile Welt der Großstadttüren zu geben. W
Dabei nutzt der Film die klassischen Elemente des Experimentalfilm: schnelle Schnitte, Montagetechnik, Toneinschübe, Chronologiedurchbrechung und Wechsel zwischen Traum und Realität.
Dabei wird versucht die Entmenschlichung und Kommerzialisierung von menschlicher Nähe und Sexualität von zerütteten Schicksalen zu beleuchten, die ihren Platz in der "etablierten" Gesellschaft schon längst verloren haben.
Wer sich für die Reihe KONTROVERS nur wegen Filmen wie KenPark oder Menschenfeind entschieden hat, weil er die extensive Gewaltdarstellung reizvoll findet sollte von diesem Film die Finger lassen. Wer auf experimentelle FilmKUNST sollte für diesen Preis zuschlagen.
A Hole in my Heart oder Über das Ende ohne Ausweg!, 9. März 2007
Ich kenne nun fast schon alle Filme der Kino Kontrovers Reihe und bin immer wieder über deren unterschiedliche Aufmachen in Inhalt, Kameraführung uns Szene begeistert. A Whole in my Heart ist dabei wohl der schwerst zu verstehenste Film. Er handelt von 2 Losern und einer Frau, die sich mit Pornos ihren Lebensunterhalt verdienen und den restlichen Tag vor sich hin vegitieren. Das tut auch Rickards Sohn Erik, der dem ganzen Film das nötige Hintergrundwissen und teils auch Verständnis verleiht... Der Film schockiert, erscheint abnormal und verrückt. Gleichzeitig wirft er jedoch die Frage auf, wo überhaupt die Grenzen des menschlichen Verstandes und unseres Verhalten liegens. Trostlosigkeit, Melancholie und Verwirrtheit ergreifen den Zuschauer immer wieder... Das Ende ist Anfang. Der Anfang das Ende. Stellen wiederholen sich. Emotionen werden im Keim erstickt, alles ist kalt, unnahbar und trotzdem wahnsinnig gefühlsecht. 4 von 5 Sternen gibt es von mir hierfür, weil der Film wenn er überhaupt als solcher bezeichnet werden darf, vor allem eins ist: UNHEIMLICH KONTROVERS!!
Billig, 8. Februar 2007
Neunzig Minuten lang bietet dieser Film einen Einblick in das Leben von Vater Rick, Sohn Eric, Rick`s Kumpel Geko & Möchtegern-Pornostar Tess. Der Film, der stark an einen primitiven Soft-Porno erinnert versucht nur sehr oberflächlich die Ursachen für die Probleme der Wohnungsbewohner aufzuzeigen und verblempert übermäßig viel Zeit mit Beziehungsstreitigkeiten.
Die Beziehungskonstellation ist hierbei besonders interessant. Rick und Geko haben ihre sexuelle Freude an Tess und Eric versucht auf seine nihilistisch-philosophische Art eine Beziehung mit Tess aufzubauen. Vater und Sohn sind sich spinnenfeind und bekriegen sich im Film immer wieder. Der gesamte Film wirkt wie eine Endlosschleife, was sehr gut zum Ausdruck bringt, dass es für diese vier sozial schwachsen Menschen keinen Ausweg aus ihrem Alltag gibt.
Warnen möchte ich alle sensibeleren Zuschauer, einige der libidionösen Szenen sind einfach nur wiederlich.
Ich selbst mag negative Filme sehr gerne, finde aber das "A hole in my Heart" hemmungslos übertrieben ist und somit einen eher lächerlichen Versuch darstellt, einen guten Einblick in das Leben des europäischen "Prekariat" zu geben.
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