Kundenmeinungen
famos anrührendes, knallhart realistisches Episodendrama, 20. Januar 2008
Paul Haggis Episodendrama "L.A. Crash" ist wirklich ein Film, der unter die Haut geht und scheinbar das pure Leben widerspiegelt. Es ist schon fast unmöglich die Handlung zu beschreiben, man muss sie erleben.
Obwohl die Geschichte sich in nur 36 Stunden abspielt (und der Film auch "nur" 108 lang ist) wird dermaßen viel erzählt, dass Wikipedia schon über 2 Seiten zur Beschreibung braucht. Es geht um anfänglich völlig verschiedene Menschen (Ladenbesitzer, Autodiebe, Poliziste, Staatsanwälte, Schlosser) mit völlig unterschiedlichen Lebensstilen und -Ansichten (Die meisten sind ziemlich voreingenommen und rassistisch) deren Wege sich im Lauf des Filmes immer wieder kreuzen. Jetzt ist es keineswegs so, dass irgendetwas an den Haaren herbeigezogen wird. Alles wird intelligent zusammengestrickt und fesselt den Zuschauer gleichzeitig mit unheimlich intensiven Bildern. Ich fühlte mich immer wieder an Michael Mann erinnert in der eleganten Art das nächtlich Los Angeles zu filmen.
Auch die Besetzung ist wirklich perfekt gelungen. Jede Figur wirkt wie aus dem Leben gegriffen und keinesfalls stereotypisch, sondern ziemlich differenziert. Eine grandiose Charakterzeichnung.
Unterstützt wird das ganze noch von einer eher ruhigen aber unglaublich gut passenden Musik, die alles noch anrührender macht.
Insgesamt ist der Film dennoch absolut realistisch. Man setzt den Schwerpunkt auf die verschieden Charaktere und keineswegs auf Special-Effects o.ä.
Zur DVD: Daran gibt es wirklich nichts auszusetzen. Wer kein Sammler ist, dem sei diese DVD unbedingt empfohlen. Ein paar Extras sind auch noch drin. KAUFEN!
Meisterhaft, 3. Dezember 2007
Dieser Film gehört sicherlich zu den besten was es gibt. Die schauspielerischen Leistungen sind so unglaublich authentisch wie der ganze Film selbst auch. Ich habe Ihn im Flugzeuch nach Amerika zufällig gesehen lange bevor er den Oscar bekam und mich hat wirklich selten ein Film so zum nachdenken gebracht. Aber ist wirklich keine leichte Kost.
FAZIT: Meisterwerk mit klarer Empfehlung zum Kauf
Meisterwerk, 15. November 2007
Ohne zu übertreiben....ich bin eigentlich einer der die meisten Filme aus Hollywood eher skeptisch betrachtet.
Dieser Film hat seinen Oscar für den Besten Film definitiv verdient.
mitreisend, sensibel, spannend, aufwühlend....
Genial...ein Muss für Fans von anspruchvollen Filmen!!!!
VIEL MEHR ALS EIN EPISODENFILMCHEN, 10. November 2007
Eröffnungs- und Schlussszene ist, dass Detective Graham Waters in einen Auffahrunfall verwickelt wird, aus dem Fahrzeug aussteigt und leicht verwirrt in die Gegend läuft.
Drehbuchautor Paul Haggis (aus seiner Feder stammt auch MILLION DOLLAR BABY) erzählt dann die vergangenen vierundzwanzig Stunden vollkommen unterschiedlicher Menschen, die mehr gemeinsam haben, als es zunächst scheint. Die Idee zum Film kam dem Autoren nach eigenen Angaben, nachdem er selbst von vermummten Banditen aus seinem Auto gezerrt wurde und total irritiert dastand.
Um eine Rolle in einem Episodenfilm reißen sich Stars im Allgemeinen nicht; doch hier überzeugte das Drehbuch, und die flüssigen Übergänge verwischen jeden möglichen negativen Eindruck, den Parallelabläufe in einem Film auslösen mögen.
Viele sollen nur für einen Bruchteil ihrer üblichen Gagen angetreten sein (Sandra Bullock zahlte angeblich gar den Flug zum Drehort aus eigener Tasche) und so erklärt sich wohl auch das für Hollywood erstaunlich geringe Budget von sechskommafünf Millionen Dollar.
Das übergreifende Thema dieses Films ist latenter Rassismuns und die damit einhergehenden Vorurteile. Weiße mit Schwarzen, die mit den Latinos und die wiederum haben ein Problem mit den Moslems - dabei verlaufen die Konfrontationen aber eher leise als laut und provozierend.
Vorsichtig bröselt Haggis die zunächst voneinander unabhängig erscheinenden Episoden auf, um sie schließlich innerhalb eines Zeitraums von vierundzwanzig Stunden zusammen zu fügen, zu einem stimmigen runden Erleben.
Als Beste unter Gleichen möchte ich nur Sandra Bullock und Matt Dillon hervorheben. Ein wohltemperierter Film der von Anfang bis Ende den Spannungsbogen hoch hält. HMcM
Scharf auf Protesen und andere Behinderungen, 8. November 2007
Gut, wer D. Cronenberg mag und kennt, der weiß,das dieser sich nicht immer Stoffe aussucht, die leichte Kost sind. Aber was soll das?
Wieder einer dieser Filme die weder visionär noch brauchbar sind.
Die Geschichte, wenns denn eine ist, zieht sich wie ein fader Brei von einer Sekunde zur anderen. Das Spannenste an dem Film ist die Frage ob man bis zum Schluss wach bleibt, oder lieber in der Nase bohrt. Was echt ein Knaller im Vergleich zu diesem Film darstellt.
Ein Softsexfilm der nicht wirklich zur Sache kommt und Cronenbergs Fantasien wahrscheinlich rektal anspricht. Eines dieser Machwerke wo man sich fragt. wie man dafür Geld aufbringen kann, geschweige denn jemanden finden der so etwas finanziert.
Wen interessiert eigentlich die Kombination von Behinderung, Autos und Sex ohne Liebe? Geilheit auf Protesen usw...?
Dann doch lieber einen gut gemachten Porno, da weiß man was man hat,oder auch nicht.
Dieser Film ist ein Flopp im Ganzen. 6 setzen, Mr. Cronenberg.
Ein gutes hat jedoch der Film, nach ca. einer halben Stunde Laufzeit wird etwas über James Deans Todesfahrt gesagt und diese auch in Originalfahrzeugen nachgestellt. Die Infos und die Geschichte sind da wirklich das beste was es an dem Film gibt. Deswegen ein Stern.
Der Rest, verschwendung von Lebenszeit, Intellekt hin oder her, dieses Werk brauchte die Filmwelt wirklich nicht.
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