Kundenmeinungen
Buch in deutscher Sprache, 3. Januar 2008
Das Buch " Under the Greenwood Tree" wurde 1949 einmalig in deutscher Sprache übersetzt unter dem Titel "Die Liebe der Francy Day". Wer nicht über so gute Englischkenntnisse verfügt sollte es sich zum Film dazubesorgen.
Wunderbar leichte Literaturverfilmung, 2. Dezember 2007
Wenn ich an Literaturverfilmungen denke, muss ich sofort an Dramen denken, aber nicht an Komödien.
Diese Literaturverfilmung nach Thomas Hardy ist wunderbar leicht und sorglos.
Ich war sehr positiv überrascht und konnte stellenweise wirklich herzhaft lachen über das Liebes-Hin-und-Her der beiden Hauptdarsteller.
Wirklich sehr schade, dass dieses Juwel bisher nicht auf Deutsch erschienen ist... Ein absoluter Kauftipp!!!
Leichtfüßige romantic period comedy, 4. September 2007
Wer beim Begriff "period drama" in erster Linie an Drama denkt, der wird hier ungemein leicht und fast schon beschwingt eines besseren belehrt. "Under the greenwood tree" ist eher eine romantische Komödie als ein Drama, also eher eine romantic period comedy, falls es diese Bezeichnung überhaupt gibt.
So wird man denn auch in diesem Film keine Szene finden, die sich detailliert mit den sozialen Gegebenheiten der Zeit beschäftigt, Elend und Not wird man ebenso vergeblich suchen, aber hey: dieser Film ist einem einfach zu sympathisch, als daß man das kritisieren möchte.
Tatsächlich haben wir es hier mit einer äußerst charmanten Liebesgeschichte zu tun, die einige witzige Einfälle parat hält, die man wohl auch von heutigen romantischen Komödien erwarten würde. Die kleine Rahmenhandlung um den Kirchenchor ist sehr charmant ausgearbeitet worden und auch sonst gibt es einige kleine Ideen, die diesen Film beinahe angenehm von sonstigen period dramas abheben.
Die Ausstattung ist exquisit wie bei der BBC üblich und den Soundtrack hätte ich gerne auf CD (schon alleine wegen der schönen englischen Weihnachtslieder). Die Darsteller sind durch die Bank weg grandios. Keeley Hawes ist eine sehr charmante Fancy Day und lässt ihre doch etwas blasse Darstellung der Kitty Butler in "Tipping the velvet" ganz vergessen. James Murray als Dick Dewy erinnerte mich ein wenig an Hugh Grant in "Four weddings and a funeral", kommt in seiner Tollpatschigkeit und Schüchternheit ("P...Party!") jedoch wesentlich sympathischer rüber. Besonders gefreut habe ich mich jedoch über das Wiedersehen mit Steve Pemberton von der "League of gentlemen". Kannte ich ihn bislang nur als Comedian, so konnte ich hier auch sehen, was für ein wunderbarer Schauspieler der Mann ist und allen "League"-Fans sei hiermit dieser Film dringendst ans Herz gelegt, denn Pemberton macht in diesem Film eine Entwicklung von der Bösheit eines Farmers Tinsel bis zur Liebenswürdigkeit eines ... hmmm... da fällt mir nun kein Charakter ein, aber ganz gleich ob local oder nicht, der Mann ist eine Wucht! Ben Miles als Parson Maybold erinnerte mich ein wenig an David Bamber in "Pride & Prejudice", und ist auch als Widersacher des Kirchenchors richtig schön gemein. Auch die anderen Darsteller kommen sehr sympathisch rüber und machen diesen Film zu einen wunderschönen Streifen, den man sich gerne öfter anschaut.
Fazit: mehr romantische Komödie als klassisches Drama mit wunderbaren Darstellern und grandiosen Landschaftsaufnahmen. Nicht verpassen!
Hin und weg, 3. August 2007
Da kehrt sie nun heim, die junge Lehrerin Fancy Day, mit abgeschlossener Ausbildung, in ihr Heimatörtchen; tritt ihre erste Stelle an und will sich nebenbei um ihren älter und hilfsbedürftiger gewordenen Vater kümmern. Schon kurz nach ihrer Rückkehr ist sie von drei Bewerbern umgeben, die um ihr Herz und ihre Hand kämpfen und beinahe wünscht man jedem von ihnen Erfolg. Soll der stürmische, leidenschaftliche junge Mann das Rennen machen, der vermeintlich von seinem sozialen Status her so gar nicht zur jungen Dorfschullehrerin passt? Oder der erfolgreiche Großbauer, der sich aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet hat und heute seine Ländereien von einem prächtigen Herrenhaus aus verwalten kann, während andere für ihn die Ernte einfahren? Oder ist es eher der örtliche Pfarrer, kulturell gebildet, eloquent und ambitioniert, der seinen Dienst in der kleinen Pfarrei nur als Zwischenstation ansieht?
Diese wunderbare Literaturverfilmung versetzt einem wahrlich in ein anderes Land und eine andere Zeit! Eine perfekte Entführung in das ländliche England der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Noch dazu so romantisch ... Schade, dass man nur fünf Sterne vergeben kann. Dieser Film hätte mindestens einen weiteren verdient, denn er ist ein echtes High-Light. Wunderbare Darsteller, so wie der herrlich bärbeißige, aber dennoch liebevolle Vater von "Dick Dewy", einer der männlichen Hauptfiguren.
Die DVD ist nicht mit allzu vielen Extras ausgestattet; das Wenige, das da ist, entschädigt jedoch durch gewichtigen Inhalt. Ich habe zunächst das "Making of... " angesehen, auch dies wiederum sehr liebevoll gestaltet. Die Kommentare von Regisseur, Darstellern, Drehbuchautor usw. sind zwar nicht mit Untertiteln versehen, aber - wie auch der Film selbst - auch für einen Nicht-Muttersprachler gut zu verstehen.
Warum habe ich dieses Juwel erst jetzt entdeckt?, 3. Juni 2007
Selten hat eine Verfilmung derart meine Erwartungen übertroffen!
Die Verfilmung von Thomas Hardy's Drama "Tess of the D'urbervilles" noch in Erinnerung, sowie den schauspielerisch hervorragenden, aber ebenso tragischen "The Mayor of Casterbridge" habe ich bei dieser Hardy Verfilmung ein ähnliches 'gloomy' Drama erwartet. Daher hat mich dieser wunderbar leichtfüßige, sonnige, romantische Film mit schöner Musik und wunderbarer Landschaft einfach nur bezaubert. Perfekt geeignet für einen schönen, entspannenden Sonntagnachmittag.
Auch das DVD-Extra "The Making of" mit interviews der Cast and Crew ist sehenswert, insbesondere die Infos zur Filmlocation Jersey (als Hardy's Dorset).
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