Kundenmeinungen
Notwendige lohnende Anschaffung mittelmäßiger Qualität und leichten Schwächen im Detail, 21. Mai 2007
Ich habe mir zu meiner D200 den passenden Multifunktionshandgriff MD-D200 gekauft. Für jemanden, der so große Hände hat wie ich, ein Pflichtacessoir ;-).
Aber auch aufgrund des eher als unterdimensioniert zu bezeichnenden EN-EL3e Akkus, der in der D200 seine Arbeit nur für verhältnismäßig kurze Zeit verrichtet, ehe er erschöpft zusammenbricht, wird der MB-D200 zur Pflichtanschaffung. Versorgen so doch zwei Akkus des Typs EN-EL3e oder wahlweise mit inkludiertem Batteriehalter Stk. 6 AA-Akkus oder -Batterien die Kamera mit Energie.
Zur Anbringung des MB-D200 muss der Deckel des Batteriefachs der D200 entfernt werden. Dies ist mit ein wenig Feingefühl leicht zu bewerkstelligen. Allerdings bezweifle ich, dass der Batteriedeckel diese Prozedur öfter als ein paar Mal unbeschädigt übersteht. Häufiges Wechseln zwischen "mit MB-D200" und "ohne MB-D200" dürfte somit kein Thema sein, was in der Praxis für mich aber auch keine Rolle spielt, weil der Griff sowieso fix montiert bleibt. Der Batteriedeckel selbst kann nach Demonatge im Inneren des MB-D200 verstaut werden und somit nicht verloren gehen.
Der MB-D200 vermittelt nicht die gleiche Solidität und Robustheit wie das Gehäuse der D200 selbst, da er zur Gänze aus Kunststoff gefertigt ist. Die Kamera liegt mit angebrachtem Multifunktionshandgriff dennoch gleich nochmal so gut in der Hand.
Einziges Manko ist die Befestigungsschraube. Leider wurde die Stativhalterung bei der Nikon D200 nicht mittig, sondern leicht dezentral platziert. Das Drehrad des MB-D200, das einen recht filigranen Eindruck vermittelt, zieht mittels Übersetzung die Schraube an. Allerdings bleibt ein geringfügiges Spiel im von hinten aus betrachtet rechten Teil des Handgriffs. Das heisst, wenn man den Handgriff mit sanfter Gewalt zu bewegen versucht, hat er ein wenig Spielraum. Stört im praktischen Gebrauch zwar nicht wirklich, aber vorbei die Zeiten einer analogen F4 mit MB-23, der ebenfalls zum Teil aus Metall gefertigt war und mit dem man wahrscheinlich sogar einen Nagel hätte in die Wand schlagen können. Mit dem MB-D200 würde ich dies aber nicht empfehlen ;-).
Stativaufnahmen sind mit dem MB-D200 ohne Probleme möglich, hierfür ist die Befestigung mehr als ausreichend. Bei wirklich schweren Objektiven ist ohnehin am Objektiv selbst eine Stativhalterung vorgesehen, die bei Aufnahmen vom Stativ anstelle der Kameragehäuse- oder MB-D200-Stativhalterung genutzt wird.
Fazit: Ein - vor allem hinsichtlich der Stromversorgung - sehr sinnvolles Zubehör, zu einem doch recht stolzen Preis für reines Plastik. Darum und aufgrund des filigranen Drehrad-Mechanismus nur 3 Sterne.
Gute Erweiterung, je nach Fotografie-Schwerpunkt, 21. März 2007
Für Portrait/Fine Arts etc. Fotografie halte ich es für eine sinnvolle Ergänzung, auch in Kombination mit einem schweren Tele wie dem 70-200/f2.8 macht es Sinn. Obwohl es problemlos funktioniert, hätte ich es mir auch etwas "robuster" gewünscht, wobei die Detaillösungen schon gut sind - bspw. dass der normale Batteriefach-Deckel der D200 im Griff verstaut wird, so dass man auch einfach wieder "zurückwechseln" kann. Außerdem leert die Kamera zuerst eine Batterie, dann die andere - wieder sinnvoll, falls man doch ohne Griff weiterfotografieren möchte.
Die Batterie-Anzege im oberen Display zeigt in der Tat wenig präzise an, wie sich die Akkus entladen, dafür bietet das hintere (Menü-)Display jedoch exakte Angaben zum Ladestand.
Für Landschafts & Reisefotografie ist es jedoch eher Overkill, zumal man bei kalten Umgebungen die (Ersatz-)Akkus lieber in einer warmen Tasche lässt als im exponierten Batteriegriff.
Alles im Griff, 25. November 2006
Der Batteriehandgriff für die D200 ist nach meiner Meinung eines der wichtigsten Zubehörteile für die Kamera. Da ein Akku je nach Gewohnheit nicht lange reicht, ist es quasi Pflicht, einen zweiten immer dabei zu haben. Der Handgriff macht da das lästige Wechseln zwischendurch also überflüssig, im Kameramenü werden dann Ladezustand und Lebensdauer der beiden Akkus auch getrennt angezeigt. Es müßen aber nicht unbedingt immer zwei Akkus gleichzeitig eingesetzt sein. Für die Verwendung von Batterien und Akkus des Formates LR6 bzw. "Mignon" wird ein entsprechender Einsatz für sechs Stück mitgeliefert. Man sollte dann für eine korrekte Batterieanzeige der D200 im Menü unter der Rubrik 'Individualfunktionen d8' den entsprechenden Typ einstellen (möglich sind: Alkali, NiMH, Lithium und Nickel-Mangan). Die Abdeckung des Kamerabatteriefaches kann in einem kleinen Fach des Handgriffes untergebracht werden und geht so nicht verloren.
Zur praktischen Anwendung des MB-D200 kann ich nach mehreren Monaten Folgendes sagen: die Kamera wird ein ganzes Stück größer und schwerer. Sie liegt dadurch aber auch wesentlich besser in der Hand, der zusätzliche Auslöser, die AF-ON-Taste und die beiden zusätzlichen Einstellräder am Batterieteil sind bei Hochformataufnahmen eine echte Erleichterung in der Bedienung. Die Einstellräder haben dabei immer die gleichen Funktionen wie an der Kamera, die AF-ON-Taste kann hingegen über die Individualfunktion 'a10' anders belegt werden. Wer die Hochformattasten/räder nicht braucht, kann sie mit der Locktaste sperren.
Warum nur vier Sterne?
1. Die Verarbeitung und das Kunststoffgehäuse stehen in einem krassen Gegensatz zum Magnesiumgehäuse der D200. Es fehlt ihm einfach die nötige Steifigkeit, was beim Fotografieren irgendwie immer ein unangenehmes Gefühl in den Händen hinterläßt. Die Verriegelung des Akkufaches erscheint mir auch sehr primitiv.
2. Aus der Batterieanzeige am Kameradisplay läßt sich nicht ablesen, ob ein Akku schon leer ist. Erst wenn auch beim zweiten die Ladung unter 75% sinkt, verschwindet bei dem Batteriesymbol der erste Strich.
Ansonsten gehört der MB-D200 aber eigentlich zur Pflichtausstattung für alle, die gerne und viel fotografieren.
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