Kundenmeinungen
Die Kinder-Gang greift ein ..., 8. September 2008
Eine Rasselbande von blondgelockten Schnoeseln terrorisiert eine Dorfgemeinschaft in England und niemand wird ihnen Herr.Sie beseitigen jeden, der ihnen in die schulranzenbepackte Quere kommt und kein Schwein kommt auf die Idee, dagegen etwas zu unternehmen, glaubwuerdig? (Halt, hier wird's tatsaechlich realistisch, schliesslich muss bei uns im richtigen Leben ja auch immer erst etwas passieren, bevor sich jemand darum kuemmert, stimmt's?)Am Schluss sieht ihr Mentor und Verteidiger, Vater eines der Rangen, seinen Fehler ein, sie verteidigt zu haben und zieht die Konsequenzen.Laienhafte Darstellung der Erwachsenen, lueckenhaft inszeniert, die Haelfte der Geschichte darf man sich getrost dazudenken, wenn man dem Film eine Linie geben moechte.Das Filmchen wird gerettet von der grossartigen Schauspielleistung der Kinder, die sich selbst uebertreffen.Michael Schanze haette wahrscheinlich insgesamt besser inszeniert.Jausenunterhaltung fuer den Nachmittag, FSK 16.Gaehn.
Verdammte Kinder, 2. Juni 2007
Ein gelungenes Grusel-Remake des Klassikers von 1959. Diesmal kämpfen Christopher Reeve und Kirstie Alley gegen die Kinderbande mit den übernatürlichen Fähigkeiten . . .Zwar macht einem der Film nicht wirklich Angst, aber er ist ein toller und spannender Streifen mit Sci-Fi-Einflüssen.
Ungewöhnlicher Science-Fiction Thriller, 22. März 2007
Eines Tages fällt das Dorf Midwich für einige Stunden unerklärlicherweise in ein Koma. Danach sind alle gebärfähigen Frauen des Dorfes schwanger und bringen fast zur gleichen Zeit 12 Kinder zur Welt, die sich alle ähneln, hoch intelligent sind und dazu noch übersinnliche Kräfte haben, die sie gegen die Dorfbewohner anwenden. Ein Professor, dessen Sohn die Gruppe anführt, versucht sie zu stoppen. Das ist gar nicht so einfach, denn die Kinder können Gedanken lesen.Irgendein Regisseur hat mal gesagt: "Wer eine Geschichte nicht in 90 Minuten erzählen kann, ist ein Stümper". Geht man von dieser These aus, muss Wolf Rilla ein Genie sein, denn er liefert hier in 74 Minuten eine von vorne bis hinten stimmige und spannende Geschichte. Dabei kommt er für einen Science-Fiction Film praktisch ohne Trickeffekte aus. Nur, wenn die Kinder andere Menschen manipulieren, etwas zu tun, sieht man ein Leuchten in ihren Augen.Unterschwellig findet man hier auch die damalige Angst vor dem Kommunismus wieder, denn die Kinder sehen fast gleich aus und haben keine Gefühle, was man den bösen Kommunisten nur zu gern angedichtet hat. Zwar gibt es eine Nachricht, bei den Kommies auch solche Kinder aufgetaucht sind, aber wie löst der böse Kommunist ein solches Problem? Er schmeißt eine Bombe darauf und vernichtet gleich die ganze dortige Bevölkerung.Einen Teil der Spannung bezieht der Film natürlich aus dem unangenehmen Gefühl, ob Eltern fähig sind, ihre eigenen Kinder zu töten, auch wenn sie noch so böse sind (und eigentlich ja auch nicht wirklich ihre Kinder sind). Das Beunruhigenste an dem Film ist aber, dass die "Monstren" keine schwabbligen Außerirdischen oder Tiermutationen sind, sondern eben Kinder. Das macht diesen Science-Fiction Klassiker so ungewöhnlich. Man muss auch auf ein unbehagliches Ende gefasst sein.Der Film ist gut restauriert und man kommt nicht umhin, an dieser Stelle die deutsche Synchronisation zu loben, die hier mal nicht wie in vielen anderen Filmen dieser Zeit krampfhaft versuchen, die Namen usw. einzudeutschen.Noch ein Hinweis für Freunde der Kultserie "Die 2". Der Schauspieler Laurence Naismith, der den Richter Fulton spielt, ist hier in einer Rolle als Arzt zu sehen.
Geht immer noch unter die Haut..., 4. Oktober 2006
Mittlerweile zweimal kopiert kann es doch kein Remake mit dem Original Dorf der Verdammten aufnehmen- wer meint, im Zeitalter von inszeniertem Sadismus und Psychoterror der Marke Saw könnten ein paar besessene Kinder keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken, kann hier noch einiges über den Aufbau von Spannung und Atmosphäre lernen. Neun Monate einem kollektiven Ohnmachtanfalls einer ganzen Dorfes werden zwölf merkwürdige Kinder geboren. Sie verursachen schon früh starke Besorgnis bei ihren Eltern sowohl durch ihre hohe Intelligenz als auch durch ihre befremdliche Neigung nicht mit anderen Kindern zu spielen, und nicht zuletzt durch eine unerklärliche Gabe, mit der sie die Gedanken anderer Leute lesen, und sie telepathisch beeinflussen können.Der Film hat nur eine einzige Trumpfkarte und sie wirkt noch nach vierzig Jahren. Die blassen, emotionslosen Kinder mit den monotonen Stimmen sind unheimlich genug. Ihre Augen, die bei telepathischen Anfällen weiß strahlen, so dass nur noch eine dünne Pupille zu sehen ist, sind noch heute wirksamer als fässerweise vergossenes Blut. Dorf der Verdammten ist ein sehr einfach gemachter Film, der fast ausschließlich in zwei verschiedenen Gebäuden spielt. Doch er hat mit seinen geringen Mitteln ein Höchstmaß an beklemmender Atmosphäre erzeugt, und hat noch dazu ein intensives, und nicht nur für damalige Verhältnisse, außerordentlich unbequemes Ende.
Ein Sci-fi der Extra-Klasse!!!, 23. Januar 2006
Ein ganz normaler Tag beginnt in Midwich, einem kleinen normalen Dorf mit ganz normalen Einwohnern. Dann entwickelt sich plötzlich ein unheimliches Szenario. Die Bewohner einschließlich der Tiere fallen über Stunden in einen mysteriösen Schlaf. Wochen später sind alle gebärfähigen Frauen schwanger. Das Besondere an den geborenen und heranwachsenden Kindern ist ihre Ähnlichkeit und ihre außergewöhnliche Intelligenz. Professor Zellaby (George Sanders), selbst unerwartet Vater geworden, ist vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen, fasziniert. Er muß aber im Laufe der Zeit schmerzlich erkennen, daß er auf das zerstörerische Tun der Kinder keinen Einfluß nehmen kann und ihm nur ein Weg offenbleibt...Schockierend die Vorstellung, daß die in dem ausgezeichneten Sci-fi aus dem Jahre 1959 ! ablaufende Handlung tatsächlich mal passieren könnte. Die unheimliche athmosphärische Dichte wird durch die großartige Musik von Ron Goodwin unterstützt. Die Spannung steigt unaufhörlich und man fühlt sich als Zuschauer genauso ohnmächtig angesichts der anwachsenden Macht der Kinder.Die Darsteller, allen voran George Sanders, Barbara Shelley und Martin Stephens als Sohn David, überzeugen gleichermaßen in diesem Thriller.Die Bildqualität des Films (s/w) ist sehr gut und man kann ihn auch im Originalton genießen. Als Bonus bietet die DVD einen Trailer zur James-Dean-Collection an. Die Story dieses Films bildete übrigens auch die Grundlage für ein gelungenes Remake aus dem Jahre 1995 mit Christopher Reeve und Kirstie Alley, wobei hier die Effekte noch schockierenden und ausgedehnter inszeniert worden. Wer´s mag.Fazit: Original bleibt eben Original!!!
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