Kundenmeinungen
Kundentäuschung!, 16. Oktober 2007
Ich möchte ja kein Spielverderber sein und natürlich ist der Film, der 1955 als beste Komödie des Jahres gehandelt wurde und 1955/56 den Preis der Filmkritik bekam, auch für mich eine echte Perle. Doch wahr ist an dieser DVD auch, dass die Coverformat-Angabe (1.66:1, Anamorph) den Kunden täuscht!
Es handelt sich nämlich keinesfalls um ein 1.66.1 Bild. Wenn man sich das Bild im Letterboxformat ansieht (dieses Bild sehen noch alle mit den alten 4:3 TV-Geräten, bei den 16:9 TV-Geräten ist es Einstellungssache), bemerkt man dass oben und unten vom Originalformat (1.66:1) viel weggeschnitten wurde und es sich eher um ein 1.78:1 Bild handelt.
Diese Kundentäuschung kostet nach meiner Bewertung 2 Sterne.
Ein Edelstück im Klassiker-Regal!, 26. September 2007
Eine alte, liebenswürdige Dame mit den gediegensten Umgangsformen vermietet zwei Zimmer ihres Heimes an einen Herrn, der sich mit vier weiteren zu regelmäßigen Musikproben trifft - wovon die gute Mrs. Wilberforce sehr angetan ist. Die Musikproben werden allerdings durch eine aufgelegte Schallplatte vorgetäuscht, und die fünf "Musiker" planen derweil einen Überfall auf einen Werttransporter, dessen Durchführung dann auch im Film zu sehen ist. Die unschuldige Vermieterin wird ohne ihr Wissen mit eingespannt und übernimmt eine tragende Rolle im Raubgeschehen, ohne auch nur etwas davon zu ahnen. Als sie aber schlußendlich doch noch daraufkommt, läuft die Komödie zur Hochform auf: Mit den Gangstern und Mrs. Wilberforce treffen nun Brutalität und reinste Unschuld aufeinander und führen zu köstlichen Szenen und Schlagabtauschen zwischen den beiden Parteien.
Die Auflösung/das Ende (das hier nicht verraten wird) kürt die britische Verfilmung, die sowohl von einer netten Idee als auch von beeindruckenden schauspielerischen Leistungen lebt.
Als Familie haben wir diesen Film in seiner liebenswerten alten Aufmachung, welcher unsere Nerven nicht strapazierte, einfach genossen.
Wir empfehlen ihn gerne weiter.
...schwarzer Humor der edelsten Sorte, 24. Mai 2007
Es gibt für mich nur einen "The Ladykillers", und das ist der britischer Spielfilm aus dem Jahr 1955 von Alexander Mackendrick und definitiv nicht das Remake von Ethan und Joel Coen aus dem Jahr 2004!
Ein charmantes und sehenswertes Kriminallustspiel der besten britischen Art, mit makabren Witzen, geist- und einfallsreich inszeniert und von Katie Johnson als Mrs. Wilberforce sowie Alec Guinness als Professor Marcus brillant gespielt. Die Ironie der einzelnen Situationen wird im Sinne der Komik vor allem in der ersten Hälfte köstlich ausgenutzt. Auch wenn in der zweiten Hälfte Elan und Tempo des Films etwas abnehmen, so wird dies erfolgreich und überzeugend durch die wunderbar überzeichneten Karikaturen eines hervorragend spielenden Ensembles überdeckt.
...ein Juwel der klassischen englischen Gangsterkomödie über eine knuddelige Oma, an der sich eine Gangsterbande die Zähne ausbeißt
Genialer Film!, 10. Mai 2007
Spaß ohne Ende, total verrückte Gängsterbande verstecken sich bei einer alten Lady. Anführer der Bande ist Alec Guiness. Schon Grund genug diesen Film zu sehen. Kenne den Film durch meinen Vater, der als der Streifen mal im Fernsehn kam, gesagt hat: "Den müssen wir anschaun!" Er hatte recht.
Tausend mal besser, als der Nachfolger, 21. Dezember 2006
Ehrlich gesagt hatte ich bis zur Neuverfilmung von Ladykillers mit Tom Hanks noch nie etwas von diesem Film gehört.
Fand ich die Version mit Tom Hanks am Anfang noch ganz gut, so muss ich diese Meinung, nachdem ich die Originalversion gesehen habe, revidieren. Das Original ist nicht nur tausendmal besser, es zeigt dem Nachfolger dadurch auch ganz deutlich auf, wo dessen Schwächen sind.
Kurz zum Inhalt: Prof. Marcus plant einen Überfall auf zwei Geldtransporter. Ihm zur Seite steht eine urkomische Schurkenbande. Sie haben sich vorher noch nie gesehen und treffen sich das erste Mal im gemieteten Zimmer im Haus der leicht exzentrischen Ms. Wilberforce. Die Bande gibt aus ein Streichquartett zu sein, doch durch die nette und gleichzeitig aufdringliche Art der alten Dame, fällt es der Bande zunehmens schwerer ihre Tarnung aufrecht zu halten. Das Unheil nimmt seinen Lauf....
Im Gegensatz zum Neuverfilmung legt dieser Film seinen Schwerpunkt nicht auf die Planung und Durchführung des Überfalls, sondern auf die Zeit danach. Also dem verzweifelten Versuch mit dem Geld zu fliehen und Mrs. Wilberforce los zu werden.
Der Film ist aus damaliger Sicht nur mit Alec Guinness als Star besetzt gewesen. Aus heutiger Sicht vereint der Film die Creme de la Creme der damaligen britischen Schauspieler: Neben Alec Guinness, spielen der damals noch junge Peter Sellers (Der rotarose Panther), Herbert Lom, Katie Johnson, Cecil Parker, Danny Green, und Jack Warner mit.
Durchweg alle Schauspieler legen in diesem Film eine derartige Meisterleistung hin, dass heutige Kollegen vor Neid erblassen dürften.
Ansonsten brilliert dieser Film durch tief schwarzen britischen Humor, perfekt geschriebene Dialoge und ein bis ins letzte Detail ausgefeilte Drehbuch.
Zur Qualität: Im Gegensatz zu einer anderen Rezension kann ich nur gutes sagen. Das Bild ist komplett digital überarbeitet worden und kommt gestochen scharf und in brillianten Farben auf den Fernseher. Und zumindest der deutsche Ton ist Rauschfrei. Andere Tonspuren habe ich allerdings nicht getestet!
Fazit: Ein Film, bei dem Freunde des schwarzen, britischen Humors voll auf ihre Kosten kommen!
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