Kundenmeinungen
Hineinzoomen auf Rohan und Gondor, 13. April 2008
Jeder, der das Basisspiel der Ringkrieg kennt, weiß daß dieses Spiel tiefer in alle strategischen, politischen aber auch zufälligen Möglichkeiten vom Ende des dritten Zeitalters eingeht, wie jedes andere Spiel (auch Computerspiele wie die Schlacht um Mittelerde haben nicht annähernd die Tiefe und Handlungsmöglichkeiten).Neue Charaktere, wie Galadriel und der Balrog aber auch die Gruppen, wie Ents, Korsaren und Dunländer tauchen nun auf dem Spielbrett auf, anstatt wie vorher nur durch Karten repräsentiert worden zu sein. Die Umsetzung ist sehr gut gelungen und paßt perfekt in das Spiel, auch die Belagerungsgeräte, die zur Verteidigung (freie Völker) und zum Angriff (Schatten) rekrutiert werden können, sind ganz praktisch.Die Regeln sind, wie im Hauptspiel wieder etwas umschweifend und langatmig erklärt, was es am Anfang schwierig macht, gerade die Szenarios zu spielen.Aber wer mit wachem Auge die Startaufstellung vom Hauptspielplan mit der der Szenariopläne vergleicht, stellt fest, daß sie in einem bestimmten Verhältnis zueinander identisch sind (Rohan 1:2 / Gondor 1:1 ohne die Heermeister und Zugführer). Dementsprechend wird es möglich ein Spiel mit strateischer und zwei taktischen Karten zu kombinieren. Bei den Szenarios können Truppen doppelt so schnell wie im Hauptspiel rekrutiert werden, so daß man nach dem entsprechendem Szenario die Truppen 2:1 zurückrechnen kann (Heerführer zählen dabei nicht). Wenn man nun selbst ein bißchen die Regeln extrapoliert, hat man ein Wahnsinnsspiel, das so ca. 5-6 Stunden dauert, sich über ganz Mittelerde erstreckt und die Schlachten um Rohan und Gondor auf takischer Ebene wiedergibt.Während der Szenarios ist es möglich verschiedene taktische Manöver während eines Kampfes auszuführen, oder ähnlich wie im Hauptspiel Karten zu benutzen, die Sondermanöver möglich machen. Man kann aber auch nicht vernichtete Truppen wieder regenerieren, was ganz neue Überlegungen in die Kampfphase bringt, da man vielleicht doch nicht bis zum letzten Mann kämpfen sollte. Auch verleihen Hügel oder Befestigungen zusätzliche Kampfkraft für die Verteidigung, da sich der Angreifer hier erst einmal durchbeißen muß.Für jeden begeisterten Ringkriegspieler ein muß! Einziges Manko, da die Erweiterungschachtel nicht genauso groß sein sollte wie die Hauptschachtel, ist der Spielplan in Achtel gefaltet, weswegen er nach dem Auspacken etwas gewellt auf dem Tisch liegt. Viertel wie beim Hauptplan wären wohl geschickter gewesen.
taktisches schwergewicht für das basisspiel, 14. April 2006
Endlich ist sie da!! Eigentlich sollte das Spiel schon im Oktober letzten Jahres kommen, aber da gab es wohl noch Probleme mit der Ausbalancierung des Spieles. Dann sollte es im Februar kommen, danach im März, aber nun ist sie da. Ein dickes Pfui für diese Vertriebspolitik. Aber dafür lohnt es sich!!!Aber eines gleich vorweg:Dieses Spiel ist nur was für eingefleischte Herr der Ringe-Fans oder Strategiespielfans!Nun zum Inhalt:Das Basisspiel "Der Ringkrieg" wird durch Einführung bestimmter Fraktionen, die vorher nur durch Ereigniskarten (Dunländer, Corsaren, Ents) Einfluss auf das Spielgeschehen genommen haben, durch eigene Figuren erweitert. Diese bieten mehrer Möglichkeiten des Einsatzes. Auch Belagerungsmaschinen (Katapulte und Belagerungstürme) erleichtern/erschweren die Belagerungsschlachten. Auch ein veränderter Hexenkönig, Smeagol/Gollum bieten den Spieler mehr taktische Möglichkeiten als das Basisspiel. Insgesamt haben nun beide Spieler eine Vielzahl an taktischen Optionen dazugekriegt, die dem Spiel zusätzliche Tiefe geben. Aber die Erweiterung bietet noch zwei zusätzliche Spielmöglichkeiten!So kann man nun auf auf einem Extraspielbrett die wichtigsten Belagerungsschlachten detailgetreu nachspielen. Dazu wurden die Kampfregeln gehörig aufgebohrt. So wirken sich nun Geländearten, Einheitenarten (Reiter/Bogenschützen, etc.) auf die Kampfesstärke aus, die vor jedem Kampf ermittelt wird. Dazu kommen dann (wie schon im Basisspiel) Ereigniskarten, die bestimmte Romanhandlungen nachvollziehen sollen und das Spielgeschehen beeinflussen. Von der Ausstattung ist das Spiel wieder einmal super! Eine schöne Karte, detailgetreue Figuren und eine Vielzahl an Karten und Plättchen. Die Anleitung hätte allerdings ein bisschen besser geschrieben sein können, ist aber dennoch verständlich (mit einigem Nachlesen beim Spielen).Insgesamt kein leichtes SPiel für zwischendurch, sondern ein Taktikhammer für Leute, die Spass haben am Einheiten schieben und enormen Würfelwürfen. Alle, denen Risiko schon zu komplex ist, sollten kein Rinkrieg spielen. Aber alle denen besagtes Spiel zu dröge ist (sieht nun wirklich doof aus!) und die Herr der Ringe mögen, ist das Grundspiel und auch die Erweiterung nur empfehlen!
|