Kundenmeinungen
Nervig, 6. April 2008
Den Grundgedanken - 4 Zimmer, 4 Handlungen, 4 Regisseure - fand ich faszinierend, von Tarantino und Rodriguez habe ich viel Gutes gesehen, also war ich vollkommen sicher, mit diesem Film auch ohne vorher Rezensionen gelesen zu haben nicht viel falsch machen zu können. Weit gefehlt: der Film ist banal und nervtötend. Der Page agiert mit kreischender Stimme und bewegt sich wie Mr. Bean, allerdings ohne dessen Witz. Die 4 Episoden sind schwach und entweder völlig humorlos (1 und 2) oder aber mit einem Humor versehen, dem ich nichts Komisches abgewinnen kann - allenfalls der dritte Raum mit den Kindern des Mafiosi konnte mir noch annähernd gefallen. Eine originelle Verstrickung der Handlungen fehlt völlig. Ich ärgere mich über die verschwendete Zeit.
Gut oder schlecht?Beides???, 27. März 2008
Also ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Film halten soll. Nach der ersten Episode (von Allison Anders) war ich von der dümmlichen Art des Hotelpagen und der noch um Längen peinlicheren und absolut lächerlichen Geschichte ziemlich erschlagen und war kurz davor den Film abzubrechen. Doch dann besann ich mich noch einmal, im Bewusstsein, dass mit den Episoden 3 und 4 ja noch die Highlights von Rodriguez und Tarantino folgen sollten (schließlich waren es ja auch sie, die zum Kauf verleiteten, oder hat jemand wegen Allison Anders zugeschlagen?). Episode 2 (von Alexandre Rockwell) war dann nicht viel besser- und der bis dahin einzige Höhepunkt des Films war, dass der nervige Hotelpage mit einem Revolver niedergeschlagen wurde (da kam so etwas wie Schadenfreude in mir auf). Flehentlich hoffte ich, dass die beiden Garanten für meisterhafte Unterhaltung,Rodriguez und Tarantino,den Film nun endlich etwas...-mehr wagte ich nicht zu hoffen-...etwas aufbessern mögen.Und siehe da! Die dritte Episode mit den zwei Chaoskindern war richtig lustig und sprühte vor einfallsreichen Ideen. Und -oh Wunder- plötzlich hatte Tim Roth als Page auch mehr zu bieten als mit dem Ar*** zu wackeln, schwuchtelige Bewegungen und allerlei Grimassen zu machen bzw. nun passte dieses Gebaren zur Handlung des Films. Besänftigt durch diese wahre Knallerepisode freute ich mich dann auf die letzte von Tarantino und auch diese konnte mich überzeugen. Das Ende krönte dann schließlich einen letztendlich versöhnlichen Eindruck.Resümee: Die ersten beiden Episoden sind meines Erachtens ein Witz (nicht falsch verstehen, denn an ihnen ist nichts lustiges zu erkennen) und dienen hauptsächlich, sofern man ihnen etwas praktisches zugestehen will, der Gewöhnung an Tim Roths alberne Art (schon klar: eine Hommage an Jerry Lewis, aber doch ziemlich überdreht und nervig).Die letzten beiden Episoden werden meinen Erwartungen an diesen Film dann aber doch vollauf gerecht ( wobei Rodriguez' Teil mir sogar noch am besten gefällt) und stimmen mich halbwegs versöhnlich. So verbleibe ich mit einem ambivalenten Gesamteindruck und frage mich, ob man nicht besser aus dem Vier-Raum-Film einen "Two Rooms" hätte machen sollen, mit mehr Witz und Pep von Robert und Quentin.Kleiner Tipp von mir: Einfach die erste halbe Stunde des Films mit reinem Gewissen weglassen (eine relevante Rahmenhandlung besteht ja eh nicht) und Freude an Teil 2 haben.Zur DVD: Da ich den Film noch nicht kannte, zählte für mich in erster Linie die Geschichte und das ist auch gut so. Denn ansonsten hätte es nicht mal zu einem Stern gereicht. Die Bild- und Tonqualität ist wahrhaft lausig, hätte auch eine Raubkopie sein können. Und der größte Witz (wiederum nicht wörtlich zu nehmen) war die geflissentlich weggelassene Synchronisation der offenbar nur auf dieser DVD enthaltenen zusätzlichen Dialoge in Episode 4. Lustigerweise sind diese Schnipsel auch noch über mehrere Minuten verteilt, sodass man einen wahren Deutsch-Englisch-Cocktail bestaunen darf, der freundlicherweise (sehr zuvorkommend von der Verleih-Firma)zuimindest untertitelt ist.Noch ein Wort zu den Extras: Noch ein Witz! Meines Erachtens hätte man es sich von Seiten der Verantwortlichen auch leichter machen können: Link für wikipedia reinsetzen und fertig. Warum denn die Mühe geben und Produktionsnotizen auf die DVD pressen. Man sollte den Käufer doch nicht mit unnötigen Extras belästigen. Zum Glück gab es keine zusätzlichen bewegten Bilder wie z.B. ein Making Of oder Interviews. Wer will sowas schließlich schon sehen? Nur so viel: Einfach erbärmlich!Fazit: Ambivalenter Film, in dem Rodriguez und Tarantino ihr Können beweisen. Das gilt leider nicht für den Schmarrn, den die zwei anderen Knallfrösche und die Herausgeber verbrochen haben.
Sinnlos, 24. Februar 2008
Ich empfand den Film als eine Zumutung. Der völlig unnatürliche,extrem überdrehte Hotelpage raubt einem den letzten Nerv,so daß ich es nach einer anstrengenden ersten Hälfte des Films als pure Erlösung empfunden habe,einfach abzuschalten.
Abgedreht, unterhaltsam, kurzweilig, 22. Februar 2008
Vier Räume - dort spielen sich für den Pagen, der soeben neu eingestellt wurde, teils dramatische, teils abgefahrene, teils erotische Szenen ab. Wird er zunächst von einem esoterisch-mystischen Hexenzirkel (u.a. mit Madonna) in den Bann gezogen und muss mit einer der Damen schlafen, so wartet im nächsten Raum schon eine ganz andere "Überraschung": ein durchgedrehter Ehemann bedroht ihn mit einer Waffe, hat seine eigene Frau an den Stuhl gefesselt und wirft dem Pagen aus Lust und Laune heraus vor, er habe mit seiner Frau eine Affäre. Raum 3 (mit Antonio Banderas als unerbittlichem strengen Macho, der seine Kinder züchtigt wie Rinder) lässt den Pagen beinahe wahnsinnig werden: die Kinder stellen allerlei schlimmes Zeug an, eine Leiche spielt eine ebenso wesentliche Rolle, alles gerät spätestens jetzt komplett aus den Fugen. Und während Raum 4 (u.a. mit Bruce Willis) noch den Eindruck relativer Normalität erweckt, ist doch das Ende am witzigsten und gibt dem Film das i-Tüpfelchen, womit er sich meines Erachtens 5 Sterne redlich verdient hat.Tolle Schauspieler, verrückte Ideen, Quentin Tarantino als Regisseur - wer braucht noch mehr gute Argumente?
Ein Film der polarisiert, 30. Juli 2007
Entweder man liebt oder hasst diesen Film. Dazwischen dürfte es nicht viel geben. An die comicartigen Bewegungen und Mimik von Tim Roth - als Potier eines Hotels an seinem ersten Arbeitstag - muss man sich erst mal gewöhnen. Lässt man sich auf den Film ein, so wird man von 4 schrägen tiefschwarzen Episoden von 4 außergewöhnlichen Regisseuren verwöhnt, wobei die erste Episode im Vergleich ein wenig schwach wirkt. Vor allem Tarantino ist mal wieder herausragend und sorgt für ein würdiges Ende des Films. Meine Empfehlung: Erstmal ausleihen und sehen, ob er einem gefällt, dann erst kaufen!
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