Kundenmeinungen
Extreme Geschmackssache!, 6. Februar 2008
9 Songs als wirklichen Film mit Handlung zu betrachten, wäre fast schon übertrieben. Das Werk stellt nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Sex-Szenen und Konzert-Ausschnitten da.Dass dies extreme Geschmackssache ist, dürfte nicht verwundern.Die FSK 16-Freigabe ist mehr als fragwürdig - zwar zählt der Streifen nicht zur Porno-Ecke, aber die extrem deutliche Darstellung von Geschlechtsteilen in Aktion bedarf an sich eigentlich schon einer FSK 18 Einstufung. Entgegen anderslautenden Meinungen gibt es übrigens nur eine Version von 9 Songs auf deutscher DVD - nämlich diese FSK 16 Version und diese ist komplett ungeschnitten mit ihrer Laufzeit von ca. 106 Minuten.Bild und Ton (Dolby 5.1) der DVD sind ok, aber weit von Referenzscheiben entfernt.
Boah, ein Porno ab 16!!!, 29. Januar 2008
Nein, hier hat die FSK nicht gepennt, sondern erkannt, das es sich eben nicht um einen Porno handelt (ein Metier, das den meisten 16-jährigen mittlerweile ohnehin nicht mehr fremd sein dürfte), sondern um das Gegenteil. Ein Porno soll ja Lust erzeugen und den Betrachter zu sexuellen Handlungen (allein oder zu zweit) reizen. "9 Songs" tut dies durch die nüchterne Darstellung eben gerade nicht. Und genau dieses augenscheinliche Paradoxon im Kopf des Betrachters wollte Winterbottom doch erreichen. Man sieht echten, puren Sex, ohne dabei angeregt zu sein. Sicherlich kann man menschliche Entfremdung auch allein durch Schauspielkunst, Kameraeinstellungen, Landschaften etc. darstellen. Winterbottom hat sich entschieden, dies zur Abwechslung mal mit den drastischen Mitteln der Darstellung des ur-menschlichsten Bedürnisses zu tun, zu dem sich zwei Menschen zusammenfinden: dem Sex. Dass trotz dieses doch schon revolutionären Mutes kein wirklich revolutionärer Film herauskam, liegt wohl daran, dass Sex kein wirkliches Tabu mehr ist. Unsere ganze Gesellschaft ist mittlerweile derart pornoisiert, dass solch ein Film da gar nicht mehr auffällt. Eine vielleicht wohl eher unfreiwillige Erfahrung für Winterbottom.Sehenswert ist der Film allemal. Auch wegen der wirklich guten Musik.
...9 Variationen , 8 Songs und nicht mehr, 27. Januar 2008
"9 Songs soll der Segen auf Erden sein"! Da läuft wohl etwas gewaltig schief.In ihren banalen und nichts sagenden Zeitspannen des Zusammenseins voller Oberflächlichkeiten, reduziert auf grobkörnige Inhalte, Worte und Bilder, sollte man dieses Paar lieber allein unter sich lassen. Ansonsten, ist Mann/Frau nicht allein auf das freizügig Dargestellte aus, quält man sich durch die 69 minütige, unterbelichtete Fabel über Sehnsucht, Kälte und Geborgenheit eines Beziehungsalltags oder besser -dramas von addierten, körperlichen Spielen ohne jegliche Dramaturgie oder Inhalte....bestimmt keine Liebesgeschichte, wie es Winterbottom sieht oder sehen möchte, sondern ein überaus seltsamer Film, in dem zwei Menschen ihr Leben auf Stammhirn gesteuerte Impulse reduzieren, als sei nichts dabei bzw. als sei dies der erstrebenswerte Kern ihres irdischen Daseins.nb:Die mit Handkamera aus dem Publikum heraus gedrehten Musikszenen zeigen Vertreter der 2004 aktuellen Rockszene. Hier die acht (keine neun!) Songs, die leider so gar nicht rüberkommen:Black Rebel Motorcycle Club: Whatever happened to my rock and rollVon Bondies: C'Mon, C'MonElbow: Fallen angelPrimal Scream: Movin' on upDandy Warhols: You Were The Last HighSuper Furry Animals: Slow lifeFranz Ferdinand: JacquelineMichael Nyman: Nadia
Erotischer als jeder Porno, 10. Januar 2008
.. und doch irgendwie nicht mehr als das. Zumindest wenn man es mit dem rationalen Auge betrachtet. Wenn man alle Maßstäbe anlegt, mit denen man Filme sonst bewerten würde, kommt man zu nur einem Ergebnis. Das, was da gezeigt wird ist belanglos, hat keinen Zusammenhang und erst recht keinen tieferen Sinn. Warum aber dann 4 Sterne ? Ganz einfach, weil ich nicht mehr weg sehen konnte. Weil es mich irgendwie gefesselt hat, weil ich zum ersten male überhaupt wirklich davon erregt war, anderen Menschen beim Sex zuzusehen. Ehrlich - Ich sehe mir keine Pornofilme an. zumindest nie länger als 5 minuten am Stück. Danach bin ich meist angeekelt oder zu tiefst gelangweilt. Mit diesem Film verhält es sich grundsätzlich anders. Gestik und Mimik und auch die (etwas unbeholfene) Sprache der Darsteller führt sofort dazu, dass man irgendeine Art von Verhältnis zu den Dargestellten Figuren aufbaut. Fällt diese "wertung" negativ aus, dann hat man als zuschauer eigentlich nur eine Wahl - man schaltet den Fernseher aus. Fällt die Wertung positiv aus, dann erwartet einem das Sinnlichste Kinoerlebnis, das man sich vorstellen kann und man steht fassungslos auf, weil der Film schon nach einer gefühlten halben Stunde zuende ist. Diese Rezension kann somit nicht als kaufempfehlung betrachtet werden, denn es gibt 2 unvorhersagbare Möglichkeiten, wie sie den Film rezipieren werden. Distanziert & Gelangweilt oder Trance-artig vertieft
schöne Bilder, 9. Januar 2008
Ich war sehr gespannt, da sich bei diesem Film ja schon im Vorfeld die Meinungen sehr gespalten waren. Aber ich muss sagen, ich fand ihn echt gut, erotisch und er stillt die Neugier, was wohl beim Nachbarn so passieren könnte. Mit klasse Musik wird man auch noch verwöhnt.
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