Kundenmeinungen
Retrosynthierock, 29. Juli 2007
Was soll von einer Band, welche eine ganzen Musikrichtung geprägt, wenn nicht erfunden hat, nach 25 Jahren den noch kommen? DM ist eine der ganz wenigen Ausnahmen der Gruppen, die in den Achzigern groß geworden ist, welche es bis heute nicht nur geschafft hat. Sondern auch permanent eine gewisse Entwicklung oder Veränderung durchgemacht haben.
Andere Kultbands dieser Zeit waren zu revolutionär, als das es sie noch gibt (TalkTalk). Andere wiederum bleiben ihren eingetreten Pfaden treu und liefern seit Jahren das gleiche ab (U2).
Mit "Playing the Angels" bekommt man etwas, was einen ähnlich wie "Exciter" beim ersten hören verstört zurückläßt. Harte Gitarrenriffs zu Anfang, ein einziges rauf und runter von "a pain that..." beeindruckt. Kein angepasster Sythiesong zum seichten mitdudeln. Und mit "John the revelator" gleich das nächste hinterher, was wesentlich mehr an innovativen Rock als den an Plastikpop der Achtziger erinnert. Nicht daß dieser Bereich auch abgedeckt wird: Mit dem auf "Enjoy the silence"-Niveau bekannten "Precious" und dem absoluten Retrostück "Lilian" wird an die gute, alte Zeit von Gore und Co. angeknüpft. Aber eben halt nur kurz! Und das macht dieses Album auch aus. Dave Gahan steuerte mit "Suffer well", "I want it all" und "Nothing`s possible" drei nie gedachte Tracks bei, die sich auch in der Aufteilung des Albums pefekt machen. Sie ergänzen das wimmernde "Demaged people", gesungen von Gore, aufs beste.
Als Bonus ist die DVD zu sehen, auf der die Entstehung des auf das Album leider nicht geschafften "I`ll never be free" sowie eine wundervolle, akustische Variante von "Clean" zu sehen und zu hören ist. Und ein kleines "Aha, so nehmen die also auf"... Nebst Gahans Stummübungen.
Unterm Strich: Mit "Playing the Angels" ist Depeche Mode in ihrer Historie ein großer Wurf gelungen, wie man ihn nach dem Vorgängeralbum nicht erwartet hätte. Es besticht durch eine verblüffende Kombination aus Sythieklängen, die mal sanft, mal innovativ, mal altbekannt sind. Und ganz nebenbei ist es auch rockiger geworden, als man es vor ein paar Jahren hätte erwarten können.
So manche "Rockband" kann sich da eine Scheiben abschneiden.
Back to the roots, 27. Februar 2006
Als langjähriger DM-Fan hab ich immer gerne die Konzerte besucht und die Entwicklung in der Musik der Band-Geschichte beobachtet. Als ich dann die ersten Klänge von Precious gehört habe, dachte ich zunächst: Aha, ein Exciter-Nachfolger der ruhigen Art. Ich habe mir die Platte aber nicht sofort gekauft. Das erste Mal übrogens, dass ich bei einem DM-Album gezögert habe.
Letztendlich bleibt man aber doch als Fan seiner Band treu. Und ich bin mittlerweile begeistert. Sehr abwechslungsreich und viele Elemente, die man von früheren Werken wieder erkennt. Jedoch mit einer tollen Entwicklung, wie ich finde. Der auf alt getrimmte Synthie-Sound spiegelt die Wurzeln der Band wieder. Meiner Meinung nach, endlich wieder ein echtes DM-Album. Die Konzertkarte liegt schon bereit und ich bin gespannt auf die nächsten Ideen - seit langem mal wieder.
erleichtertes Aufatmen!!, 14. Februar 2006
Mein "Mode-Wahn" ließ nach Exciter und Ultra ganz schön nach. Trotzdem bleibt man Depeche mode treu und hoffte wohl endlich mal wieder was zu hören, was uns wieder wissen läßt, warum wir Depeche Mode hören... Nach den ersten beiden Songs ist man wieder richtig wach geworden und bereut, das letzte Konzert nicht erlebt zu haben. Dann wird es aber auch manchmal wieder sehr experimentell,und du hörst dir lieber das Nächste an. Alles in Allem, bekommen wir aber wieder Depeche Mode zu hören und das ist es wohl auf jeden Fall wert!!!!!!
Ich werde wohl langsam zu alt, 28. Januar 2006
Wow, es gibt endlich ein neues Album von DM, die aktuelle Single gehört und prompt das Album gekauft und ... fast bereut!
Es scheint DM habe sich dem Zeitgeist angeschlossen: einige eingängliche Melodien zum locken der Käufer, stellenweise Verzerrer, Mainstream aber auch einige Passagen, an denen ich geneigt war, meinen CD Player zu justieren - es klang schlichtweg, als hätte meine Audio Anlage einen Schaden. Die CD schwankt von einfallslos zu famos und zurück - das ganze Spektrum wird abgedeckt, ist aber kein Vergleich zu den frühen Werken und deren genialen Arrangements, wie z.B das Anlassen des Dieselmotors bei "Stripped" und generell nicht mehr so aufwendig. Fazit: ich werde die CD nicht bei einem bekannten Auktionshaus einstellen, sondern behalten - mir die alten Lieder aber bevorzugt anhören.
Pflichtkauf!, 5. Januar 2006
Bin nun auch schon seit 20 Jahren DM-Fan und ich kaufe immer noch alles der Band, was das Label Mute heraus bringt, auch wenn man sowieso schon alles von Depeche Mode hat. Playing The Angel ist wie immer bei den letzten DM-Alben erst einmal gewöhnungsbedürftig. Das Album ist durchweg experimentel und die elektronischen Wurzeln der Band sind klar erkennbar. Ich hätte mir allerdings mehr Stücke in der Art der Single PRECIOUS gewünscht. Sauberer, klarer Synthie-Sound mit rockigen Einsätzen und auf der Bonus-DVD auch noch alles in 5.1 dolby digital. Fazit: DM-Fans kaufen das Album sowieso und Hörer, die bisher nichts mit DM anfangen konnten, können sich diese CD ruhig zu legen. Dieses Album ist wieder ein Meilenstein in der 25jährigen Bandgeschichte und hebt sich auf jeden Fall mit Abstand von den ganzen Klingelton-Hitlisten ab :-)
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