Kundenmeinungen
Nein! Kein Nickelbeck Klone, 6. Juni 2007
Um es gleich vorweg zu nehmen. Es handelt sich nicht um einen Nickelback Klone wie Thornley, Default, TOADM und Co.. Aber wer sich für diese Musik begeistern kann, liegt bei Hinder dennoch genau richtig. Es ist definitiv äußerst radiotauglicher Alternativrock, bei dem für Chartplatzierung, wie eben für eine Rockband üblich, die Schmusebaladen herhalten müssen. Die haben aber wunderbare Melodien und gehen richtig ins Ohr. Ich hatte das Vergnügen die Gruppe live am Rock im Park Festival mit meiner Tochter zu genießen. Leider war Hinder die erste Band am Centerstage am ersten Tag weshalb die Gruppe noch das Versuchskaninchen für dem finalen Soundcheck war. Das hat der durchgehend guten Musik keinen Abbruch getan, war aber Schade, da die nachfolgenden Bands bessere Soundvoraussetzungen hatten und man zwangsläufig bedauert, dass so was nicht schon bei Hinder geklappt hat. Verdient hätten es die Jungs allemal. Speziell live auf der Bühne kann die Gruppe im Vergleich zum gutproduzierten Album, vor allem bei den rockigen Songs wie Room 21 (Da beschreibt Mr. Austin Winkler seine Erlebnisse mit einem One Night Stand!) so richtig Gas geben. Das klingt dann rauer als auf dem Album, eignet sich aber besser für den Liveauftritt.
Das Album hat insgesamt keinen Ausfall. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir die Balladen wie Lips of an Angel, By the way, Better then me oder der Midtemposong Get Stoned nicht am besten gefallen. Aber auch die anderen Songs haben ihren Reiz, womit das Album für jeden Fan gepflegter melodischer Rockmusik ein Pflichtkauf sein sollte. Vom Sound würde ich die Gruppe eher 3Doors Down, Staind, Fuel, Velvet Revolver oder eben Aerosmith zuordnen, weshalb mich das Auftreten des Sängers auch etwas an Steven Tyler erinnert. Die Musik ist aber eigenständig genug, weshalb die Band wahrlich keine Kopie der genannten Beispiele ist. Ähnlichkeiten mit der "World Greatest Hairbrush Band" Motley Crüe liegen zum Glück nicht vor.
Radiofreundlicher "Hausfrauenrock", 1. Juni 2007
Die Scheibe bietet sehr gut gemachten, radiofreundlichen (Alternative-)Rock, den man fröhlich mitsummen kann und den man gut nebenher beispielsweise zur Hausarbeit oder zum Autofahren hören kann. Schöne Melodien, nett gemacht, die obligatorischen Balladen sind natürlich auch drauf, nicht ganz so heavy wie Bon Jovi. Was es hier nicht gibt, sind Ecken, Kanten oder irgendwelche Überraschungen. Kann man kaufen, tut keinem weh.
Und es gibt ihn doch noch..., 26. Mai 2007
....den guten alten Rock`N`Roll! Hinder!!- In den USA ein Begriff für gute radiotaugliche Rockmusik. Hier zu Lande erscheint das Album erst knapp zwei Jahre später. Die Band klingt, wie fälschlicher Weise oft behauptet, nicht unbedingt nach Nickelback. Nein, sie schwimmt nur in der gleichen Erfolgsspur, und das zu Recht. Guten alten Rock`N`Roll bekommt man hier präsentiert, nicht das was heute die junge Hörer-Generation erwartet, sondern ein eher älteres Publikum. Viele Vergleiche mit Aerosmith, Mötley Crüe, Guns`N`Roses, Velvet Revolver und Buckcherry wurden gezogen, was die Sache wohl eher auf den Punkt bringt! Genau daran orientieren sich Hinder. Schmutziger Street-Rock eben, mit einem großen Anteil an Balladen die allesamt in den Billboard Charts vertreten waren. Über zwei Millionen verkaufte Exemplare, und mit "Lips of an Angel" eine Ballade die es in den USA bis auf Platz 3 und in Australien sogar bis auf Platz 1 gebracht hat, sprechen eine deutliche Sprache! Also Deutschland, jetzt bist du dran....
Guter Rock - aber wahrlich nix Neues!, 1. Mai 2007
Die CD geht ab wie Schnitzel in Nickelbackmanier: Harte midtempo songs mit großen Refrains aber man hat diese Art von songs schon tausendfach gehört und ich bin etwas enttäuscht. Die Platte ist gut aber in einigen Jahren wird sie sicher nur noch selten gespielt, weil das wirklich große fehlt. Insgesamt sind die songs sehr ähnlich, bleiben auch im Ohr aber sie sind austauschbar.
3 Sterne für diese Platte + ein Stern für's Cover.
Guter Alternative Rock, 27. April 2007
Genau Selbigen bieten uns Hinder auf ihrem Debüt. Damit ist prinzipiell schon fast alles über dieses Album gesagt. Die Songs sind allesamt mit Ohrwurmmelodien ausgestattet, die sich sehr schnell in den Gehörgängen einnisten.
Leider ist das Songwriting nicht besonders abwechslungsreich ausgefallen. Denn im Gegensatz zu anderen Rezensenten höre ich hier kaum Abwechslung zwischen den einzelnen Songs, die sich ausschließlich im Midtempo-Bereich bewegen. Zwei oder 3 richtig schnelle Nummern, eine ganz langsame und schon würde die Chose wesentlich besser rüberkommen.
Zu Gute halten muss man der Band allerdings, dass sie 2 Gitarristen haben, von denen einer tatsächlich (richtig gute) Soli spielen kann und man sich zumindest in dieser Hinsicht wohltuend von ca. 95% der anderen Alternative Rockbands absetzen kann. Dafür ein halber Bonusstern.
Den anderen gibt's für den Song "Room 21", ein durch und durch klassischer Hardrocksong, der Erinnerungen an Aerosmith, Mötley Crüe oder meinetwegen auch Guns'n'Roses weckt und durchaus auch auf beispielsweise einem Buckcherry-Album stehen könnte. Leider ist dies der einzige seiner Art, was ich sehr schade finde. Auch hierfür ein halber Bonusstern.
Für das nächste Album hoffe ich daher auf eine Kurskorrektur Richtung klassischen Hardrock (die Voraussetzungen sind auf jeden Fall gegeben) und etwas mehr Mut zum abwechslungsreichen Songwriting, dann sind auch 5 Sterne drin!
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