Kundenmeinungen
Wilde Orchidee - Ein sehenswerter erotischer Film neu entdeckt, 4. Juni 2007
Die aus der Provinz stammende junge Anwältin Emily Reed (Carré Otis) wurde gerade von einer New Yorker Anwaltskanzlei engagiert - und schon ist sie mit der Maklerin Claudia Dennis (Jacqueline Bisset) zum Abschluss eines großen Ferienpark-Projektes in Rio de Janeiro. In Vertretung der kurzfristig verhinderten Claudia trifft Emily den ebenso mysteriösen wie anziehenden James Wheeler (Mickey Rourke): der Beginn einer aufregenden Amour Fou ...
Zalman King (*1942) hatte seinen ersten großen Erfolg als Produzent von "9 1/2 Wochen" (mit Mickey Rourke und Kim Basinger) - der als Skandalerfolg so etwas wie "Der letzte Tango in Paris" der 80-er Jahre wurde. Als Regisseur von "Wilde Orchidee" (1989) gelang es ihm, für die ähnlich angelegte Rolle erneut Mickey Rourke zu verpflichten. Die Geschichte um sexuelle Obsessionen im Schatten des Zuckerhutes ist gewiss keine große Filmkunst - aber ein faszinierender erotischer Film mit hervorragender Kameraarbeit und passendem Soundtrack. Von der zeitgenössischen Filmkritik ist nur schlechtes überliefert - aber warum sollte man einen gelungenen Unterhaltungsfilm mit den Maßstäben des großen Filmkunstwerkes messen?
Die MGM-DVD enthält den Film ungekürzt (Laufzeit 108 min, fehlerhafte Coverangabe 101 min) in guter Qualität. Als Extra ist der US-Kinotrailer enthalten.
Besser als sein Ruf!, 27. Januar 2006
Ich war zuerst sehr skeptisch, was diesen Film betrifft, ist er doch als Sexstreifen verschrien. Aber dem ist nicht so. Natuerlich sind die letzten 5 Minuten des Films ziemlich eindeutig, aber die Bilder passen optisch zur Stimmung des Films und sind ueberhaupt nicht geschmacklos. Ausserdem muss man beruecksichtigen, dass der Film auch schon fast 15 Jahre alt ist und solche , damals gewagte Szenen, heute den meisten Leuten kaum noch ein muedes Laecheln abringen wuerden! Mir persoenlich hat die Geschichte sehr gut gefallen. Hauptperson ist eine junge Anwaeltin, die es direkt bei ihrem ersten Auftrag nach Brasilien verschlaegt.Dort lernt sie einen undurchsichtigen Geschaeftsmann kennen, der sie fasziniert. Er ist eine gebrochene Persoenlichkeit, der keinen Naehe zulassen kann. Niemand kann diese gebrochenen und doch faszinierenden Typen besser spielen als Mickey Rourke. Er versteht es immer wieder, seinen Rollen Tiefe einzuhauchen.
Samba, Sex und Sinnlichkeit, 8. Oktober 2005
Um kursierende Mißverständnisse bezüglich des Inhalts aus dem Weg zu räumen, hier schnell ein paar Worte zur Story des Streifens: Die junge, hübsche, aber noch etwas naive Juristin Emily (Supermodell Carré Otis) wird geschäftlich nach Rio de Janeiro geschickt und verfällt dort immer mehr der Vielfalt an sinnlichen Einflüssen dieser für sie exotischen Umgebung. Damit ist die Handlung im Grunde schon erzählt; denn vielmehr spielt sich inhaltlich nicht ab. Sicher, es taucht noch Emilys verrückte Chefin auf (Jacqueline Bisset), und dann wäre da noch der undurchsichtige, reiche, aalglatte, aber vom Leben emotional gezeichnete Geschäftsmann Wheeler (Rourke), der Emily zusehends fasziniert. Aber insgesamt lebt der Film von Stimmungen und Bildern, die zwischen rauher und abweisender Atmosphäre, brasilianischem Karneval bis hin zu tatsächlicher Erotik schwanken.
So ist es sicherlich sehr subjektiv, ob der Funke dieser Mischung auf den Zuschauer überspringt, oder ob man sich bei der anspruchslosen Handlung und den spärlichen Dialogen einfach nur langweilt. Carré Otis sieht ohne Frage super aus und rettet den Film damit über manch' fragwürdige Szene hinweg. Sie ist es auch, die entscheidend zur Sinnlichkeit des Filmes beiträgt, denn Mickey Rourke mit Pokerface und Pomade im Haar kauft man echte Gefühle einfach nicht ab. Insofern hängt es sehr vom Zuschauer ab, ob ihr oder ihm die Love-Story der beiden glaubhaft oder total absurd erscheint. Vermutlich kann "Wilde Orchidee" all diejenigen begeistern, die bereit sind, sich wie Emily von den gebotenen, exotischen Einflüssen treiben zu lassen, und die darüber die flache Handlungsstruktur des Streifens geflissentlich übersehen. Allen anderen wird der Film eher oberflächlich und durchschaubar erscheinen, selbst wenn er durchaus ein paar heiße Szenen zu bieten hat, welche einst die Kolumnen der Klatschpresse füllten... Trotzdem ist "Wilde Orchidee" kein billiger Erotikfilm, aber bestimmt auch kein Kino zum Nachdenken.
Unglaublich erotisch und faszinierend, 27. Januar 2004
Das ist ein Erotikfilm, wie man ihn sich wünscht. Keine billigen Szenen. Es knistert bis zum Schluß. Ich muß sagen, ich hab ihn das erste Mal im Fernsehen gesehen und ich war an den Fernseher gefesselt. Zalman King bringt hier die Erotik richtig rüber, aber nicht billig, sondern absolut spannend und faszinierend. Noch dazu in einem Land, was wie geschaffen ist dafür. Karneval in Rio war der richtige Anlass. Kann den Film wirklich nur empfehlen. Das richtige Paar - Mickey Rourke und Carre Otis, warum keinen Live-Sex, wenn man ein Paar ist. Mickey Rourke ist die Rolle wie auf den Leib geschneidert.
ein echter 80er Klassiker, 10. Januar 2003
Carrie Otis und Mickey Rourke in einem erotischen Film vor stimmungsvollen Hintergründen in tropischer Umgebung. Richtig schön 80er-like mit Glamour und Yuppieanleihen. Jaqueline Bisset als leicht überdrehte 3. Hauptdarstellerin paßt hervorragend in das stimmige Gesamtkonzept des Filmes. Mickey Rourke spielt, wie schon in 9 1/2 Wochen, einen vermögenden mysteriösen Hauptpart mit skurillen Eigenarten. Männern gefällt der Film meist nur wegen einer sehr gekonnt und attraktiv in Scene gesetzten Carrie Otis. Resumee: 80er Kult mit haupstächlich weiblichen Fans!
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