Kundenmeinungen
Umsteiger-Tipps, 16. November 2005
Hier ein paar Infos für alle, die wie ich lange überlegen, ob sie von der 20D auf die 5D upgraden möchten:
Die 5D liegt etwas klobiger in der Hand, fühlt sich etwas anders an, passt aber gut. Der geringe Gewichtsunterschied spielt in der Praxis wohl keine Rolle. Der Auslöser ist wesentlich leiser als bei der 20D, klingt dafür spacig statt zackig, das ist dann wohl Geschmackssache. Mir gefällts. Mit 3 Bildern pro Sekunde ist die Kamera ein ganzes Stück langsamer, was für Sportfotografie sicher eine Rolle spielt. Dass die 5D ohne Blitz daherkommt, stört mich ja überhaupt nicht, weil der Blitz der 20D ja ziemlich jämmerlich ist (Albinos überall...). Mit dem Speedlite 580 gelingen erstklassige Fotos, und die Zeiten der Bequemlichkeit sind ja schon dann vorbei, wenn man sich für eine SLR-Kamera entscheidet. Das Display ist im Vergleich zur 20D fast doppelt so gross, die Menüs somit sehr bequem lesbar, man kann deutlich besser beurteilen, ob ein Bild was geworden ist. Die Bilder kann man problemlos auch dem Model/Kunden zeigen, um Korrekturen zu besprechen. Ist auch aus seitlichem Blickwinkel hervorragend zu sehen. Dagegen ist das Display der 20D nur noch Mäusekino. Der Sucher ist ebenfalls deutlich grösser. Licht am Ende des Tunnels! Die EF-S-Objektive kann man ja nicht mehr weiterverwenden, aber da hatte ich sowieso nur das klapprige 18-55er aus dem Kit. Viele Profis sind ja der Meinung, dass es sinnvoller ist, die 20D mit ein paar Objektiven aus der L-Serie zu bestücken, als sein ganzes Geld für den 5D-Body zu opfern und dann mit Normal-Optik zu knipsen... mag sein. Bei so vielen Pixeln kann man z.B. auch ein Objektiv mit fester Brennweite (also lichtstark und trotzdem günstig) aufsetzen und den Bildausschnitt später am Computer begrenzen. Der Brennweiten-Verlängerungsfaktor der 20D von 1.6 war ja im Telebereich durchaus willkommen - dadurch wurde aus meinem 70-300er Tele ein 480er... aber 300 echte mm sind auf der 5D auch noch ziemlich viel. In der Praxis gab es mit der 20D und dem 70-300er viele Situationen, in denen ich entweder ein paar Meter zurückgehen oder das Objektiv wechseln musste, um einen grösseren Bildausschnitt zu erhalten. Mit der 5D ist man viel flexibler, und die Bilder strotzen nur so vor Pixeln. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die 20D nicht doch als zweite Kamera behalten will, gerade für den Telebereich und für Sportfotografie. Die Bedienung ist ja praktisch identisch, und Objektivschrauben mag ich auch nicht so. Ist aber eher eine Geldfrage. Eine tolle Sache ist das C-Programm am Wählrad, mit dem man ein Parameterset speichern kann, das von den Normaleinstellungen fast beliebig abweicht. Im C-Modus kann man dann mit z.B. ISO 800, RAW+JPG, schwarz/weiss, Piepton usw. arbeiten, in allen anderen Programmen bleibt dann die Grundeinstellung mit z.B. ISO 400, JPG und Standard-Bildstil aktiv. Von dem Unterschied zwischen 8 und 12 Megapixeln hätte ich mir noch ein bisschen mehr erwartet. Man kann einen Eindruck erhalten, wenn man am Photoshop ein Bild der 20D (3504 x 2336 Pixel) nimmt und die Arbeitsfläche auf 4368 x 2912 Pixel vergrössert. Nach meinen etwas primitiven Vergleichstests sind die Bilder der 5D natürlich ein gutes Stück besser. Wahrscheinlich ist man aber auch zu verwöhnt, weil es in den letzten Jahren bei Digitalkameras so viele signifikante Qualitätssprünge gab. Der Aha-Effekt bleibt also abzuwägen mit dem Oje-Effekt beim Bezahlen... Insgesamt ist der Preisunterschied doch ziemlich happig, aber das ist vielleicht so wie mit dem Lexus und dem Mercedes. Ich habe mit der 5D die Sicherheit, dass es nur noch meine Schuld ist, wenn die Fotos nix werden. Oder eventuell noch das Objektiv...
Endlich Vollformat, 11. November 2005
Nach einer Woche intensiver Nuzung der Kamera bin ich völlig begeistert.Die Bedienung ist wesentlich einfacher und schneller möglich als beispielsweise mit der 300D. Eine Einschaltverzögerung ist praktisch nicht mehr vorhanden - die Kamera ist sofort wieder aus dem sleep Modus erwacht.Der Autofocus ist präzise und schnell. Zudem lassen sich die Autofocus Felder einfach und schnell anwählen.Wer noch unentschlossen ist kann meiner Meinung nach getrost zugreifen. Das einzige Manko ist, dass sich das Einstellrad schon mal beim tragen der Kamera verstellt. Ein Mechanismus um das Rad zu verriegeln würde da helfen.Als Feature fehlt mir nur der augengesteuerte Autofocus, wie es schon bei der analogen 50E vor zig Jahren möglich war.Canon: Wann ist es endlich bei den digitalen soweit?
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