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Udo Jürgens: Jetzt Oder Nie

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Jetzt Oder Nie

Udo Jürgens

Ariola (Sony BMG)

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11/Okt/2008 - 10:19


Beschreibung

Udo Jürgen Bockelmann, musikalisches Allround-Talent aus dem österreichischen Klagenfurt, Poet, Schriftsteller, Frauenliebhaber, Schlagzeilen-Macher, und vor allen Dingen: musikalischer Weltstar. In seinen Anfangstagen tingelte er mit Saxophon-Legende Max Greger und seinem Orchester, dann sang er 1960 beim Schlagerfestival im belgischen Knokke "Jenny" und wurde anschließend ein Star. Er schrieb Lieder, die internationale Interpreten sangen: z.B. Shirley Bassey sein "Reach For The Stars", Matt Monro sein "Walk Away", die englische Hitversion seines Bestsellers "Warum nur, warum", und auch Sarah Vaughn, Sacha Distel, Caterina Valente, und Brenda Lee waren mit Jürgens-Songs erfolgreich. 1966 hatte Udo Jürgens mit "Mercie Cherie" seinen ersten Millionenerfolg, mit dem er auch den Grand Prix gewann. Seine Singles wurden danach alle Hits, seine LPs erhielten grundsätzlich Edelmetall. Mit Liedern wie "Ein ehrenwertes Haus", "Rot ist der Mohn" oder "Gefeuert" schreckte er auch vor brisanten Themen nicht zurück. Und ebenfalls zur Jahrtausendwende blieb Udo Jürgens das, was er die 40 Jahre vorher auch schon war: ein höchst erfolgreicher Sänger, Songschreiber und Entertainer.

Mit Jetzt oder nie legt Udo Jürgens nun sein 50. Studioalbum vor. Drei Jahre hat er sich Zeit gelassen, um 15 nagelneue Songs zu schreiben. 15 Lieder, die alle typisch Udo Jürgens sind: flotte, swingende Nummern wie den Titelsong "Jetzt oder nie" mit dem er Mut für die Zukunft machen möchte, oder "Frauen", das so ein bisschen Grönemeyers "Männer" nachempfunden ist. Daneben romantisch-sentimentales wie "Der Mann mit dem Fagott" oder "Auch kleine Steine ziehen große Kreise". Musikalisch perfekt bietet er großes Orchester und erlesene Solisten, sanfte und treibende Melodien, die ins Ohr gehen und hängen bleiben, und alles exzellent produziert wie immer. Thematisch geht es um das immer spannende Zwischenmenschliche, um Lieben und Verlassen werden, um Einsamkeit und Sehnsucht, um Angst und Melancholie, Hoffnung und Glück. Fazit: Udo Jürgens zeigt mit dieser CD wieder einmal, dass er auch mit 71 Jahren noch nichts verlernt hat. Er beherrscht sowohl die leichtfüßig amüsanten und liebenswürdig ironischen Töne, als auch die besinnlich nachdenklichen und aufmunternd positiven Gedanken. Das rundum gelungene Album eines Könners.

--Julia Edenhofer





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Flottes Album mit klitzekleiner "Textschwäche" !!!, 18. Januar 2008

Nachdem ich mir vor kurzem die nagelneue CD "Einfach ich" angeschafft u. für sehr gut befunden hatte, beschloß ich, mir auch gleich noch das Album "Jetzt oder nie" zu kaufen. Gesagt, getan u. heute hatte ich endlich die Gelegenheit dazu, mir das Album "Jetzt oder nie" einmal in Ruhe anzuhören u. ich muß sagen, es ist auch sehr gut, aber nicht so gut wie das allerneueste Album "Einfach ich". Sie werden sich jetzt sicher fragen warum das so ist. Diese Frage kann ich Ihnen leicht beantworten, es liegt ganz einfach an der Zeit, obwohl die CD "Jetzt oder nie" von 2005 ist, hat man musikalisch manchmal den Eindruck sie könnte auch noch aus den 90er Jahren stammen, da einige Arrangements typisch für Lieder (Schlager) der 90er Jahre sind u. so kam ich beim Anhören darauf, weil ich an diese Zeit erinnert wurde. Auch Textzeilen wie sinngemäß "...dem Glück in die Bluse langen..." oder so ähnlich, kommen mir doch reichlich "altvatterisch" u. etwas unangenehm schlüpfrig vor, sorry, das paßt eigentlich nicht zu Udo Jürgens, auch ein "dab-dui" oder so ähnlich am Ende einer Strophe ist reichlich altbacken u. das kannte ich bis dato auch nicht von Udo Jürgens. Aber wer weiß schon wer da beratender Weise (beim Texten) noch seine "Fingerchen" mit im Spiel hatte ? Ich, als Plattenfirma hätte Udo Jürgens jedenfalls von solchen Textzeilen abgeraten, aber sei's drum. Damit hier aber nicht der Eindruck entsteht, die ganze Platte wäre dergestalt, möchte ich nicht versäumen Ihnen zu sagen, daß das Album sich durchaus hören lassen kann u. wieder mit flotten Songs u. ein paar melancholischeren Titeln aufwarten kann. Trotz der von mir bekrittelten Textzeilen gefällt mir ansonsten das Titellied "Jetzt oder nie" sehr gut u. ebenfalls das Lied "Verdammt in alle Einsamkeit". Wenn man allerdings bedenkt, das die CD "Es lebe das Laster" gut ein Jahr älter ist, also von 2004 stammt, ist man baß erstaunt, wie modern der Sound u. die Arrangements auf diesem Album ("Es lebe das Laster") dagegen waren. Kann man irgendwie kaum begreifen, aber egal, wie gesagt, "Jetzt oder nie" ist ein durchweg flottes Album, das zu kaufen sich allemal lohnt !!! Und viele Texte von Udo Jürgens sind sehr, sehr gut, da verzeiht man ihm gerne auch mal, "daß das Glück in irgendwelche Blusen langt", wenn Sie verstehen was ich meine !!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Durchgestylte Unterhaltungsmusik der Extraklasse, 10. November 2006

Udo Jürgens Kreativität ist auch jenseits der 70 ungebrochen. Sein neuestes Studioalbum gehört zu den besten, die er je geschrieben hat. Es ist fast schon unheimlich, dass unter den 15 Titeln keiner ist, der musikalisch irgendwie abfällt. Seine fünf Arrangeure haben sich selbst übertroffen und die Stücke in einen üppigen, detailverliebten Sound gekleidet. Eine verbesserte Aufnahmetechnik mit klaren, räumlichen Klangbildern macht die CD auch akustisch zu einem Ohrenschmaus, und die Liedtexte haben das gewohnt hohe Niveau.

Die CD ist nichts für Freunde einfach gestrickter Gassenhauer wie "Griechischer Wein" oder "Die Sonne und Du". Auch wilde Partymixturen wie bei "Es lebe das Laster" (2003) wird man hier vergeblich suchen. Es ist ein Album mit subtiler, jazzdurchsetzter Unterhaltungsmusik, die ihre volle Wirkung erst bei genauem Zuhören entfaltet.

Inhaltlich macht Udo eine persönliche Bestandsaufnahme und philosophiert über das Leben ein schöner Kontrapunkt zu den handfesteren Themen in "Es lebe das Laster" und zur scharfen Gesellschafts- und Kirchenkritik früherer Alben. Das Gros der Texte stammt wieder von Wolfgang Hofer, der sehr schöne Worte findet, sodass man ihm eine eher geschmacklose Metapher ("dem Glück in die Bluse langen" im Titel 1) nachsehen kann.

Musikalisch findet man die Jürgens-typischen eingängigen Melodien und gefinkelten Harmoniewechsel in ganz unterschiedlicher Ausprägung: "Jetzt oder nie" und "Frauen" ist jazzig-beschwingt, "Verdammt in alle Einsamkeit" legt als fetziger Disco-Rock noch einen Zahn zu, "Die Sehnsucht bleibt" bietet dagegen den totalen Kontrast mit einer soulig-entrückten Mitternachtsstimmung. "Mein Weg zu mir" ist feierlich-hymnenhaft, "Dass ich dich liebe" erinnert an einen groovigen Reggae, während "Auch kleine Steine ziehen große Kreise" wiederum ruhig dahinfließt. Beim beschaulichen "Der Mann mit dem Fagott" stellt Udo mit einem Schiwago-artigen Zwischenspiel einen deutlichen Bezug zu Russland und seinen gleichnamigen Roman her.

"Dass ich dich liebe" wird mit einer aufsteigenden Triole eingeleitet, die frappant an das Eingangsmotiv zum Klassiker "Und immer wieder geht die Sonne auf" erinnert wahrscheinlich ein unglücklicher Zufall, denn einen Rückgriff auf frühere Kompositionen hat ein Udo Jürgens nicht nötig, das beweisen die unzähligen musikalischen Einfälle bei dieser Produktion. Die altersbedingten Stimmschwankungen bei Udos Gesang beschränken sich hier auf wenige Passagen und sind auch dann weniger drastisch als z.B. bei "Die Leichtigkeit des Seins" (2002).

Was die Arrangements so besonders macht, ist das große Aufgebot an natürlichen Instrumenten und die ausgewogene Abmischung mit dezenten Schlagzeug- und Synthesizerklängen. Außerdem wurden in die einzelnen Lieder so viele Begleitmotive hineingepackt, wie früher in ein ganzes Album. Die Arrangeure haben die ganze Palette ausgereizt: rockige E-Gittarren-Riffs, üppige Streicher wie in Sinatra-Songs, Bläsereinwürfe im besten Big Band-Stil und raffinierte Vokalarrangements à la Münchner Freiheit oder ABBA. Die vielen Facetten erfasst man erst bei mehrmaligem Hören, z.B. den lautmalerischen Schwerthieb der Streicher bei "Bis an Ende meiner Lieder" (1:02), den taktgenauen Echoeffekt bei "Verdammt in alle Einsamkeit" (2:50) oder das neckische Streicher-Pizzikato bei "Die Sehnsucht bleibt" (2:00). Man sollte sich die Stücke mit Kopfhörer anhören. Bei bloßer Berieselung kommt der Detailreichtum nicht zur Geltung. Musikalische Feinschmecker sollten dieses Album unbedingt ihrer Sammlung einverleiben, denn es ist einfach zeitlos gute Musik.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein Album der Superlative, 7. November 2006

"Jetzt oder nie" ist nach dem Vorgängeralbum "Es lebe das Laster" das Beste aus dem Hause Jürgens, das ich je gehört habe. Wenn viele Jürgens-Fans enttäuscht sind, dass es kein Aufguss altgewohnter Klänge geworden ist, spricht das für die Qualität des Künstlers. Man wird ihm nur gerecht, wenn man sich unvoreingenommen auf jedes neue Album einlässt und sich erst ein Urteil bildet, wenn man eingehört ist.

Die Musik ist wohltuend anders als das, was man heutzutage auf dem Rock-, Rap- und Popsektor geboten bekommt: Da wird kein Drumcomputer vom ersten bis zum letzten Ton durchgezogen, kein Song endet einfallslos durch bloßes Wegblenden, da ist jede Strophe und jeder Refrain anders instrumentiert. Auch die musikalischen Klischees der Schlager- und Schunkelmusik, wie man sie etwa bei "Liebe ohne Leiden" findet, werden hier nicht bedient.

Dafür bekommt man neben starken Melodien einen kräftigen Schuss Jazz-Harmonien zu hören und einen vollen, kristallklaren Sound. Die Instrumentierung ist äußerst vielfältig, von rockigen Gitarrenrhythmen bei "Verdammt in alle Ewigkeit" bis zu sehnsuchtsvollen Streichern bei "Das Glück des Augenblicks". Die Titel 4 und 6 kommen ganz ohne Schlagzeug aus, was bei Udo seit den 70er Jahren nur einige wenige Male vorgekommen ist. Kompliment! Bei den schnellen Songs gefällt mir "Frauen" und "Verdammt in alle Einsamkeit" am besten, bei den langsameren "Der Mann mit dem Fagott" und "In allen Dingen lebt ein Lied", aber im Grunde gibt es keine einzige schlechte Nummer auf dieser CD.

Thomas Christen, Uli Heuel, Wolfgang Hofer, Michael Kunze und Friedhelm Lehmann (posthum) steuern treffsichere, poetische Texte mit Tiefgang bei, die im Sprechrhythmus so gut zur Melodie passen, dass man kaum vermuten würde, dass da verschiedene Künstler am Werk waren.

Erfreulich ist auch, dass die Vertriebsfirma BGM von der unseligen Abspielbeschränkung des letzten Albums wieder abgekommen ist, und diese CD überall frei abspielbar ist.

Fast eine Stunde Popmusik der Superlative ein klarer Fall für 5 Sterne!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Das dünnste aus dem Hause Jürgens, 27. August 2006

Lange Zeit stand Udo Jürgens für grandiose Arrangements und bedeutungsvolle Texte. Was er seinen Fans jedoch hier anbietet ist so lahm, langweilig und vorsehrsehbar - ein dünner Aufguß seiner großen Erfolge. Schade. Man muß ihm wohl wünschen, sich auf sein verdientes Altenteil zurückzuziehen und uns mit seinen profanen Geplänkel zu verschonen. Ich war noch nie so enttäuscht über den bis dato Ausnahme-Entertainer Udo Jürgens.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Man muss sich erst reinhören - aber dann..., 8. Februar 2006

Also nach dem ersten mal hören war ich zunächst etwas enttäuscht. Mein erster Eindruck: Alles so leise, langsam, bedächtig. Außer dem Mann mit dem Fagot kein besonderes Lied.
Weil ich Konzert-Karten hatte ein zweites, drittes mal gehört.
Jetzt bin ich absolut begeistert. Wenn man die Lieder mal genauer anhört, erkennt man immer mehr die Feinheiten.
Tolle Texte, tolle, wenn auch meißt etwas ruhigere Melodien.
Der Mann mit dem Fagot trohnt über allem - mit Rhythmus-Wechsel und Gänsehaut-Feeling.
Manche Melodie-Stellen aus dem Album erinnern an ältere Lieder.
Insgesamt ein Super Album, bei dem man sich erst nach mehrmaligem Hören ein Urteil fällen sollte.
Einziger Kritikpunkt: Musik/Orchester sind relativ leise im Hintergrund heruntergeregelt. Im Konzert hatten viele Lieder einfach noch mehr Power, aber ich denke das ist Live halt so.




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