Kundenmeinungen
Bedrückend. Verstörend. Depressiv - Goth Rock at it's best!, 27. Juni 2008
"It doesn't matter if we all die!" - Schon die Eröffnungszeile zu The Cures 1982er Machwerk 'PORNOGRAPHY' lässt einen verstört staunen. Gut, die Gruppe gehörte lyrisch gesehen nie zu den fröhlichsten und lebensbejahenden, dennoch, ein derartiges Programm war man trotzdem nicht gewohnt. "Waiting for the death blow"? Robert Smith, sie sind beängstigend. 'PORNOGRAPHY' ist während einer sehr düsteren Schaffensphase der Goth Rocker entstanden, die sich eindeutig von den frühen naiv-alternativen Nummern und den späteren, verspielten und experimentellen Alben unterscheidet, und das nicht nur textlich.Das Album wird durchgehend von einem sehr beklemmenden Synthie-Drum-Beat begleitet, unter dem sich teils verwirrende, wehleidige, teils aber auch sehr einfach gehaltene Gitarrenmuster bewegen. Die Drums sind tragen einen nicht unwesentlichen Teil zur Atmosphäre bei. Hart und beissend bei Songs wie 'ONE HUNDRED YEARS' oder 'THE HANGING GARDEN', zurückhaltend und bedrohlich bei 'SIAMESE TWINS', dann wieder donnernd und erdrückend bei 'COLD'. Die Rhytmussektion lädt diesmal sicher nicht zum Wohlfühlen ein. Unterstrichen wird das stellenweise von den sehr genauen Basslinien oder dröhnenden Synthieflächen, die eine unglaublich dichte Endzeitstimmung erzeugen, wie man sie wohl nur Anfang der 80er empfinden konnte. Über all dem schwebt die klangende Stimme von Robert Smith, die diesmal weit verlorener wirkt, als man es sonst gewohnt ist. Eine bilderbuchartige Albtraumszene.Nach mehrmaligen Hören kristallisiert sich 'A STRANGE DAY' als absolutes Highlight heraus. Das verspielte Riff im Refrain stellt einen hervorragenden Kontrast zur klinischen Atmosphäre, die von Drums und Synthies erzeugt wird dar, und auch der Gesang wirkt eine Spur weniger wehleidig, als in den anderen Songs.Ganz klar, 'PORNOGRAPHY' ist alles andere als Gute-Laune Musik. Verstörend, beängstigend und nihilistisch, aber trotzdem auf ihre Art und Weise ein ganz besonderes Kleinod im Back Katalog der Gruppe. Nichts für den Alltag, aber ein Must Have im Plattenschrank für die gewissen Momente, an denen man im Selbstschmerz versinken möchte. Ganz gemäß dem Ende: "Find a sickness, find a cure!"
Pornography, 17. März 2008
Das Album ist zwar schon recht alt (1982) ist aber trodzem klasse!So wie ich gelesen habe ist die Band beinahe an diesen Album zerbrochen mmmhhhhmag wohl an den Texten gelegen haben zu den ich mich nicht äussern möchte denn ich beschäftige mich nicht mit allen Texten weil mein Englisch auch nicht so gutist. Oder hatten sie damals vielleicht Angst nie wieder so ein klasse Album soproduzieren? Denn musikalisch stimmt einfach alles: Gitarren und Bass harmonierenwunderbar zusammen das Schlagzeug wirkt zwar leicht monoton aber nie langweilig der Gesang von Robert Smith wirkt zwar schwerfällig auch von Simon Gallup und Laurence Tolhorst die auch ein paar mal stimmlich zu hören sind dennoch verbirgt sich dahinterimmer ein Hauch von Hoffnung auch der Cellopart von "Cold" bei der soviel ich weiss vonRobert Smith höchst persönlich übernommen worden ist veursacht bei mir wegen dieserunglaublichen Intensensitiv eine Gänsehaut und die Syntesiser sind auch nicht zu verachten.Oder es war damals wohl anders gewesen was die Musik angeht weil dies alles düster wirktkann mich nicht dazu äussern war 2 Jahre vor meiner Geburt. Aus heutiger Sicht gesehenkann ich "Pornography" nur empfehlen.
kalt und schwarz , 25. Dezember 2007
....nach dieser platte hätten cure aufhören können, weil die absolut nicht mehr zu toppen ist. (die nächste hiess ja auch the top, warum wohl?)....allerdings empfehle ich sie nicht als einsteiger scheibe für angehende cure-fans....sie ist ziemlich erschreckend..aber wie war das als kind in der geisterbahn?
gothic pur !, 24. Mai 2007
hier waren the cure noch jenseits vom mainstream-pop. finster, düster und unmelodiös, so würde ich dieses album beschreiben. viele die die gothischemusikrichtung nicht kennen, sollen zu diesem album greifen, hier werden sie eines besseren belehrt.das album ist eigentlich die personifizierung von den cure alben.wenn viele an the cure denken, denken die meisten an gothic-rock oder songs,wie "boys don`t cry" , "lullaby" und "friday , I`m in love". solche songssind auf "pornography" nirgends zu finden. an regnerischen tagen, sollte mansein zimmer verdunkeln sich bleich schminken, schwarze sachen anziehen und eine dunkle fete feiern und welche platte wird bei dieser veranstaltung 30mal umgedreht: "pornography" von the cure aus dem jahre `82.sehr depressive und traurige stimmung bei dieser platte !
Five dark stars are never enough, 6. Februar 2007
Ich habe mir lange überlegt, für welches Album ich mein letztes Hemd geben oder welche Platte selbst der Exekutor nicht bekommen würde. Eigentlich war es kein langes Überlegen, es war immer schon klar. Es wäre die Pornography". Das Album besticht durch frenetische Schärfe (sowohl lyrisch als auch musikalisch) wie kein anderes Cure Album zuvor. Auf "Pornography" jagt ein Existenzkampf den nächsten, es birgt keine Auswege in sich, es ist in sich verschachtelt und dennoch ruht es. Es ist wirklich perfekt. Mit "it doesn't matter if we all die" fängt Herr Smith die Scheibe an, an der die Band beinahe zerbrochen wäre. Die Kritiker vernichteten das Werk (obwohl "the hanging garden" als Single sehr erfolgreich war), da sie es nicht begreifen konnten und es als gewaltverherrlichend empfanden.Doch noch nie war The Cure Bands wie "Bauhaus", "Joy Division" oder "Siouxsie and the Banshees" so gefährlich nahe und doch gleichzeitig so weit voraus - so ein Album konnte man nicht mehr toppen - und so fand eine Zäsur innerhalb der Schaffensperiode Cures statt. Die Alben danach waren fröhlicher, ruhiger, zuweil beschwingter - einfach anders, leider oft ohne diese dichte Intensität und Bedrohlichkeit.Pornography" besticht durch seine Kühle und akzentuierte Bestimmtheit (z.b. das fahle Schlagzeug bei "siamese twins"). Smiths Stimme hat sich stark gebessert, bettelt nicht mehr - vermehrt werden Echopassagen eingesetzt ("the figurehead"). Nötige Härte, Zorn und Verbissenheit ("one hundred years" und "cold"; auf "cold" hat Herr Smith sogar selbst den Chellopart übernommen!) treffen auf harte Percussions ("the hanging garden" und "a short time effect").Einziger Lichtblick bietet "a strange day" ("give me your eyes that I might see" - Textzeile, erinnert irgendwie von der Stimmung her an die Bildsprache von "Schweigen der Lämmer"), das mit seinen dichten Gitarren und seinem wunderschönen Waverefrain für mich beinahe den besten Curetrack aller Zeit darstellt, zumal das Schlagzeug auf diesem Song (vrgl. Auch "cold" und "one hundred years") optimal eingesetzt worden ist. Auch das auf stange day" folgende cold" ist ein Anwärter auf den Stockelplatz, zumal es mit einem eigenartigen Synth begleitet wird, der am Ende des Liedes beinahe vor grauenhafter Perfektion (klingt wie ein Schrei) das Stimmengewirr des letzten Songs "pornography" zur Strecke bringt.Verhalten und mit einem bedrohlichen Stimmengewirr wird die Platte mit pornography" beendet - es klingt, als würde der Song von irgendwoher kommen, was einem unbekannt erscheint - und dieses Irgendwo würde verdammt tief unter der Erde in einem Kalauer liegen und warten, bis man in denselbigen runterfällt oder am Ende gar in selbigen runtergezogen wird. Was einen da unten erwartet, das möchte ich an dieser Stelle lieber nicht wissen. Dieses Album ist grandios und überschattet alle Alben vorher und nachher und sowieso. Noch nie so was gehört ("I might fight this sickness, find a cure...." - abschließende Zeile des Albums), gespürt und verstanden.
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