Kundenmeinungen
Klasse, 26. Oktober 2005
Ist mir doch egal, in welche Schublade man Jamie Cullum steckt, ob Jazz oder Pop. Ich halte solche Einordnungen eh für etwas, womit sich besser Statistiker oder Buchhalter befassen sollen.
Das neue Album ist jedenfalls klasse und rundum gelungen. Die Stücke gehen ins Ohr. Erster Anspieltip ist für mich unbedingt "Mind trick". Das kann ich 50 mal hintereinander hören und finde es immer noch superb. Auch gut ist "Nothing I do". Überhaupt gefallen mir die schnelleren groovigen Lieder besser, als die Balladen. Bei Letzteren wirds mir schnell langweilig. Manchmal habe ich übrigens beim Hören das Gefühl gehabt, dass die Songs auch gut zu Robbie Williams passen würden, so zum Beispiel "London skies" oder "Catch the sun". Damit will ich Jamie Cullum aber keineswegs musikalisch in die Nähe zu Robbie Williams bringen, keine Angst. Wer das erste Mal auf Jamie Cullum stößt, sollte "Catching Tales" jedenfalls "Pointless Nostalgic" vorziehen. Ob er dann "Catching Tales" oder "Twentysomething" auswählt, liegt ein bisschen an der persönlichen Vorliebe. "Twentysomething" ist halt bereits aufgrund der Titelwahl jazziger, obwohl, ich bleibe dabei: Jamie Cullum kann man nicht einordnen.
CD super, DVD enttäuschend, 21. Oktober 2005
Seit einiger Zeit bringen viele Musiker ihre CDs als Deluxe-Version mit DVD heraus. So jetzt auch Jamie Cullum. Die DVD ist allerdings enttäuschend: ca. 20 Minuten Interview mit kurzen Live- und Studio-Schnipseln. Das Ganze auf Englisch - an sich kein Problem - und ohne Untertitel. Daher 1 Stern Abzug und die Empfehlung auf die Deluxe Edition zu verzichten.
Die Musik von Jamie Cullum ist natürlich hervorragend (eigentlich 5 Sterne). Sie ist lebhafter als das letzte Album. Eigenkompositionen und Interpretationen bilden eine kraftvolle Einheit.
Satan's Testicles?, 28. September 2005
Mit seinem 4. Album (das erste ist leider nicht mehr erhältlich) legt Jamie Cullum seine erste musikalische Autobiographie vor - und verabschiedet sich zugleich von seinem Image als Cover-Interpret und männliche Antwort auf Norah Jones. CT ist ein brillantes eklektizistisches Experiment, kein Song gleicht dem anderen. Dub-Raggae-Beats, Hip-Hop, Jazz-Standards und eingängige Pop-Sounds gehen organisch ineinander über - und all das ist mit einer großartigen Mannschaft nahezu live eingespielt. CT klingt rougher als 'Twentysomething' oder 'Pointless Nostalgic',zeigt dadurch wesentlich mehr von den überragenden Live-Performance-Fähigkeiten dieser hervorragend aufeinander eingespielten Musiker und ist - das erstaunt am meisten - in nur 3 Monaten entstanden. Das Album atmet Jazz-Spirits ohne mit Jazz-Standards überfrachtet zu sein, es kopiert nicht mehr, sondern zitiert, parodiert und interpretiert. Es zeigt einfach einen neugierigen, nach allen Seiten offenen jungen Musiker mit beachtlichem kulturellen background und mit jeder Menge Spaß bei der Arbeit - und die wird immer besser. Zum Glück konnte Cullum allerdings dazu überredet werden, der Platte nicht den zunächst anvisierten oben genannten Namen zu geben!
Ich find's umwerfend !, 28. September 2005
Wer jetzt wirklich noch immer die alten US-Standards sucht, der sollte lieber bei Mr. Bublé und Mr. Cincotti bleiben. Da weiß man, was einen erwartet und wird mit Überraschungen in Ruhe gelassen. Nicht aber bei Jamie Cullum. Hier trifft Jazzverständnis auf Rock-/Pop-Affinität in schönster und raffiniertester Weise. So ein spannendes Album gab es in der Tat schon lange nicht mehr ! Der (junge) Mann kennt die Musikgeschichte und weiß offenkundig, wie man solcherlei Expertise einfließen lässt in zeitgemäße Musik. Einfach mal reinhören, mein Anspieltip ist "Get Your Way" (kann man hier bei Amazon ja sogar als Video sehen, siehe Video der Woche) oder aber hallo, meine Damen, natürlich gibt's auch den richtig guten unter die Haut gehenden Song und zwar gleich mehrfach, zum Beispiel mal in "Photograph" reinhören. Super intelligent gemacht, das Album, zum Mitswingen, Mitgrooven... und auch wenn ich das Wort nicht mag - das hier wird wohl ein Trendsetter. Ganz weit vorne !
Noch einen Schritt weiter..., 27. September 2005
Ich bin auf Jamie vor 2 Jahren aufmerksam geworden. Die Stimme und der Umgang mit Jazzstandards sind wirklich einzigartig. Für mich eine der interessantes Newcomer in den letzten 10 Jahren.
Nun geht er einen Schritt weiter, etwas mehr "moderne Rhytmen" die teilweise an normale "popsongs" erinnern. Nur irgendwie bringt Jamie hier mehr Pepp und Überraschungen rein. Teilweise werden dann verückte jazzige Solos eingeworfen, mit denen man erstmal nicht rechnen würde. Aus meiner Sicht ein fantastischen Album, man muß es öfters hören. Es ist etwas "kommerzieller" geworden, aber nur weil der Genremix breiter geworden ist. Für mich gehört dieses Album jetzt schon meinen top 10. Ich freue mich auf das Konzert im November. Live ist Jamie eine Bombe !!
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