Kundenmeinungen
Top Film mit leichten Schönheitsfehlern, 26. Januar 2008
Aufgrund einer Empfehlung habe ich mir vor einigen Tagen die DVD von Die Insel zugelegt und ihn mir gestern Nacht auch zum erstenmal angesehen.
Mein Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn der Film bietet wirklich eine glaubhafte und interessante Story, ab der Hälfte des Films massig Action (die jedoch garnicht nötig gewesen wäre) vom Feinsten und tolle Schauspieler.
Ich war jedenfalls von grundauf begeistert und mir kam der Film trotz der sagenhaften Länge von 130 Minuten nicht zu lang oder gar langweilig vor.
Ich habe praktisch nichts am Film auszusetzen, außer dass er, wie bei Actionfilmen üblich, stellenweise sehr unrealistisch ist. Außerdem stößt einem das penetrante Productplacement von Microsoft (ich denke nicht dass man in ein paar hundert Jahren noch mit einer XBox spielt) mehr als einmal sauer auf, davon sollte man sich den Film aber nicht vermiesen lassen.
Leider nur Mittelmässig, 21. Januar 2008
Brisantes Thema gut und bis ins Detail inszeniert!
Leider durch Hollywood übliche unlogigische Actionszenen und Fehler nur zu Mittelmaß degradiert!
Trotzdem anschauen!
Super!!!! , 19. Januar 2008
Ob der Film abgekupfert ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, von den angeblichen "Originalen" die hier von einigen Rezensenten genannt werden, habe ich noch nie gehört, ich kann nur sagen, dass ich hier einen super Actionfilm gesehen habe, der sogar eine Botschaft vermittelt.
Das bringt mich auch zu der Story, die ich wirklich toll fand. Es ist erschreckend, wenn man sich vorstellt, dass so etwas tatsächlich in Zukunft nicht nur möglich sondern auch denkbar wäre und der Film zeigt ganz deutlich welche Verantwortung Forschung und Fortschritt innehaben und wie gefährlich sie werden können in den falschen Händen.
Super fand ich auch Ewan MacGregor und Scarlet Johansson. Sie waren einfach klasse als die naiven und weltfremden Klone, brachten ihre Verzweiflung sehr gut rüber und gaben vor der Kamera ein tolles Paar ab. Neben den beiden sind aber auch die Nebenrollen hervorragend besetzt mit Djimon Hounsou, Michael Clarke Duncan, Sean Bean (Boromir aus "Der Herr der Ringe") und Steve Buscemi.
Insgesamt ist "Die Insel" für mich ein toller und sehenswerter Film mit rasanter Action, nervenzerreißender Spannung, einer Botschaft und einer super Besetzung und mir ist es unbegreiflich warum sein Erfolg ausblieb.
Erst vielversprechend, dann ein Blendwerk, 17. Januar 2008
Es gibt Filme, die reißen Sie von der ersten Minute in den Bann, um Sie dann umso tiefer zu enttäuschen. Genauso ein Film ist 'Die Insel' von Hollywoods Popcorn-Regisseur schlechthin Michael Bay ('Armageddon'). Erst spielt der Film mit einer düsteren und erfrischenden Handlung gekonnt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, um dann auf der Hälfte des Films den Boden unter den Füßen zu verlieren. Das, was als Science-Fiction begann, wird zu einem völlig unmotivierten Action-Reißer.
In einer Art Kolonie fristen die Menschen nach einer globalen Katastrophe, der Kontamination, ihr Dasein unter der totalen Überwachung. Seltsam freudlos ist das Leben, die totale Überwachung lässt keine ungesunde Ernährung zu und zwischenmenschliche Kontakte sind verboten. Der triste Alltag wird durch die Lotterie durchbrochen, dem Gewinner winkt der Aufenthalt auf der Insel, dem scheinbar letzten Naturreservat der Erde. Als Jordan 2 Delta (sehr attraktiv: Scarlett Johansson) den Trip gewinnt, ahnt ihr misstrauischer Freund Lincoln 6 Echo (Ewan McGregor) bereits, das sich hinter dem schönen Schein ein Abgrund auftut...
Schön, sehr schön anzusehen sind die Korridore und Uniformen in der Kolonie. Sie wirkt so steril und futuristisch, dass der Funke auf den Zuschauer sofort überspringt. Die ominöse Kontamination trägt ihr übriges dazu bei, die Endzeit-Atmosphäre zu verstärken und Ewan McGregor ('Trainspotting') passt hervorragend in die Rolle des Querulanten unter lauter Angepassten. Sagen wir es so: Die Story des Films ist sogar gut und unverbraucht. In dem Moment, in dem Lincoln aber hinter das Geheimnis der Insel kommt und gemeinsam mit Jordan die Flucht nach außen antritt, sinkt das Niveau und paradoxerweise auch die Spannung proportional zum steigenden Action-Gehalt des Films. Wirkte ein McGregor schon als Obi-Wan Kenobi in Episode 1-3 unterfordert, nimmt man dem eigentlich großartigen Mimen ('Stay') den Action-Helden in keinster Weise ab. Es ist ein Jammer, denn neben Johansson überzeugt einmal mehr Steve Buscemi ('Fargo') als desillusionierter Mechaniker, der die undankbare Aufgabe hat, die beiden Helden über die wahren Ursprünge ihrer Existenz aufzuklären. Sean Bean ('Das Vermächtnis der Tempelritter') dagegen tut das was er kann, er spielt den Bösewicht. Nicht besonders dominant und nicht besonders überzeugend, ziemlich 08/15, ziemlich Michael Bay-like.
In der Außenwelt beginnt nun der unrühmliche Teil des Films. Explosionen, Verfolgungsjagden, ein bisschen futuristisches Design und viele Schießereien. Muss an sich nichts Schlechtes sein, wenn aber ein Film in der ersten Hälfte einen völlig anderen Anspruch an den Zuschauer aufbaut und diesen sogar damit überzeugt, kommt der fade Beigeschmack einer Mogelpackung auf. Wer nämlich auf Science-Fiction und Utopie steht, schaut hier in die Röhre...
Fazit
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In der ersten grandiosen Hälfte des Films vergisst man, wer hier den Film gedreht hat. Das ist das größte Kompliment, das man Regisseur Michael Bay machen kann. Leider, leider kann er das Niveau nicht halten und verfällt in alte Verhaltensmuster und verschleudert das bis dato sehr gute Drehbuch. Dass ein Ewan McGregor nicht als Action-Held taugt, hilft dem Film auch nicht weiter. Da wäre mehr drin gewesen.
Vielleicht gibts ja noch einen Klon..., 16. Januar 2008
Ich muss sagen, mir hat der Film sehr gefallen. Er bietet den üblichen Unterhaltungswert an (unlogischer) Hollywood-Action und etwas Wortwitz und regt außerdem (wenn auch in Maßen) zum nachdenken an. Letztendlich hätte die Handlung mehr Potenzial gehabt, man kann es halt nicht allen recht machen und somit hat man sich hier für den rentableren Weg entschieden... (nicht zuletzt, was die Massive Markenwerbung angeht). Daher wäre es wünschenswert, einen Film mit gleicher Story, aber auf andere (ernstere) Weise mit weniger Action und mehr inhaltlicher Auseinandersetzung nachzuholen, der dann wohl besser anders besetzt (wobei die schauspielerische Leistung hier wirklich gut ist) und anders produziert werden sollte.
Kurz: Wer einen Bay-Film erwartet, wird begeistert sein!
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