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Nada Surf: The Weight Is a Gift

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The Weight Is a Gift

Nada Surf

City Slang (Universal)

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21/Nov/2008 - 20:47

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Beschreibung

Fröhliche Reflexionen über Fruchtfliegen, wütende Abrechnungen mit Machos und Vergewaltigern und Betrachtungen zur Liebe im besonderen und zur Beschleunigung des Weltgeschehens im allgemeinen: Das waren die Themen von Nada Surfs letzten beiden Alben The Proximity Effect (1998) und Let Go (2002), die zwar bei der Kritik großen Anklang fanden, gleichwohl keine großen Verkaufserfolge waren. Neben I am Kloot aus Engand sind Nada Surf der beste Beweis dafür, dass intelligenter Gitarrenrock/-pop nicht totzukriegen ist, und es zwischen hormongesteuertem Poserpunk und demonstrativ gebrochenem Liedermacher-Pathos - zwischen Green Day und Adam Green - immer noch genügend gangbare Wege gibt. Wo sich „notions“ auf „oceans“ reimen, und eine eher melancholische Weltsicht sich mit unbeschwertem Surf-Sound verträgt.

Nach fast drei Jahren nun also das neue Album. Erster Eindruck: Der Sound ist derselbe geblieben, nur die Arrangements sind noch perfekter geworden. Auf etwas schnellere Songs folgen etwas langsamere. Wiedererkennungswert: hoch - anders gesagt: nix Neues. Leise Enttäuschung. Wäre aber auch das erste Nada Surf-Album, das einem auf Anhieb gefällt. Also nicht verzagen, iPod auf Endlos-Repeat und ab in die Stadt. Beim dritten Hören von „Do It Again“ gerät die Seele in Schwingung: Während sich die Menschen um uns herum mit schweren Einkaufstaschen abplagen, zaubert der schwerelose Surfer-Harmoniegesang des (titelgebenden) Refrains ein leises Lächeln auf die Lippen: „The weight is a gift“. Beim vierten Hören wippt schon der ganze Körper mit. Und beim fünften Mal... - ach, was rede ich, hören Sie sich's einfach selber an.

Fazit: An Let Go reicht The Weight Is A Gift nicht heran. Aber das ist ungefähr so, wie wenn man sagen würde, Rubber Soul von den Beatles reiche nicht an Revolver heran: Jammern auf hohem Niveau. -- Axel Henrici





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  "Why do simple things take so many years?", 17. Januar 2007

Eine gute Frage. Wirklich gut. Ganz ehrlich: Welches Wort im Zusammenhang mit der New Yorker Band "Nada Surf" mag ein Musikjournalist kaum mehr in seine Notizen kritzeln? Richtig: "Unterschätzt".Aber genau dies habe ich lange getan. Warum eigentlich? Vielleicht liegt es am Alter? Vielleicht haben "Nada Surf" nun aber auch endlich die Platte gemacht, mit der ich mich identifzieren kann?"to find someone you loveyou have gotta be someone you love"Ist das der Grund? Egal. Die Platte scheint für mich gerade wie gemacht. Schlichte und unaufdringliche Melodien, radiotauglich, randvoll mit Ohrwürmern.Trifft alles zu, aber ist sie dadurch lahmer Mainstream? Nein, noch immer nicht.Schlichtweg feinster Gitarrenpop reduziert auf das Maximum.Wunderbar!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  etwas nachgelassen..., 10. September 2006

wenn ich nada surf erst seit diesem album kennen würde, hätte es fünf sterne gegeben.nachdem ich allerdings nach "high/low", das noch roh und ungeschliffen auf eine aufstrebende band aufmerksam machte, mit "proximity effect" und "let go" zwei der allerallerbesten alben dieser musikrichtung und noch dazu mit gösster kontinuität zu meiner plattensammlung zählen darf,oklar: the weight ist the gift ist eines der besten albenaus dem jahre 2005, und wer alle anderen alben hat: bitte kaufen!wer nicht: kauft "proximity effect" und "let go"."high/low" ist ein typisches "wir müssen unseren stil finden"-album. und "the weight is the gift" ist toll, nur nadasurf kann einiges mehr....


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einfach nur schön, 6. Februar 2006

Super CD, vom ersten bis zum letzten Lied. Ein wenig rockiger als "Let go", aber auf ihre Art und Weise gelungene CD. Mein absoluter Favorit: Comes a time. Hoffentlich produzieren Nada Surf weiterhin so tolle CDs!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wunderschön, 11. Dezember 2005

Ich kannte vor einigen Wochen noch kein Nada Surf, aber mittlererweise ist dieses Album aus meinem CD Player im Auto nicht mehr wegzudenken. Zu jeder Gelegenheit hörbar, es ist nicht zu laut und nicht zu leise. Diese Band oder dieses Album mit irgendeiner Band oder Album zu vergleichen würde den Wert von Nada Surf nur schmälern. Es ist ein wunderschönes Indie Album, ein Gesamtkunstwerk mit allerhand Highlights.

"Always Love" mein absoluter Favourite, gefolgt von "What is your secret" und "Concrete Bed" Naja gut man kann hier nicht alle aufzählen, aber eigentlich müsste man. Neben Mando Diao und Razorlight meine Entdeckung dieses Jahres!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Echte Tränen, die da die Wangen runterrollen..., 23. Oktober 2005

...ich verlier' gleich die Beherrschung vor Glückseligkeit!Und nein, ich werde mich nicht dazu breitschlagen lassen "Das Warten hat sich gelohnt" zu sagen, obwohl's so ist.

Schon bei "Concrete bed" habe ich das Gefühl, mich auf der Autobahn selber zu überholen, so herrlich treibend sind Melodie, Text und Instrumetierung. Da stört auch nicht, dass der Spaß nach 2:30 schon vorbei ist. 9/10

Mit "Do it again" als zweiten Titel haben wir da einen Traum von Lied, wo einem alles andere um sich rum eh total sch***-egal wird. 10/10

"Always love" zwitschert sich durch den Gehörgang, gerechtfertigter Single-Release mit einem Text, der einen je nach Stimmung zum Lachen oder Weinen bringen kann...10/10

Genauso "What is your secret?" mit Pianoeinlagen, eher ungewöhnlich für diese Scheibe, fein und säuberlich mit schönem mehrstimmigen Gesang, wie eigentlich bei allen Songs. 9/10

Und wenn wir schon gerade melancholisch am rumphilosophieren sind, lasen wir Matthew Caws weiter mit einfühlsamer aber bestimmt Stimme in die herbstliche Leere säuseln...und man muss schmunzeln. 10/10

"All is a game you forgot to play..." hört sich nach "Nobody's perfect" an (8/10) und bildet mit dem Herz und Seele erfrischenden "Blankest year" die perfekte Lebenseinstellungssymbiose, dass man Lust bekommt, sich aufs Dach zu stellen und laut "Oh f*** it I'm going to have a party..." zu schreien. 11/10

Zu "Comes a time" walzern und schwofen wir nur so dahin. Der kleine Ausschnitt einer kreidegezeichneten Wolke unter dem Songtext im Booklet passt mehr als hervorragend zum Inhalt und der komisch optimistischen Schwermütigkeit des Titels. Bei Nada Surf schließt sich letzteres nämlich nicht aus, sondern bestimmt den Grundton ihrer Musik. Und dafür Liebe ich sie so...9/10

"In the mirror" entwickelte sich mit "Blankest year" zu meiner Lieblingsinstrumentierung. Es ist zwar eigentlich immer das gleiche Gitarrenriff, das Caws da spielt, aber er singt gleichermaßen gegen die Monotonie an und Ocaseks verpasst dem Ganzen dann noch einen einzigartig skiffeligen Beat.10/10

Bei "Armies walk" merkt man dem Drummer seine Weezer-Wurzeln an, sehr schön trashig-rockig, wieder eine schöne gerade Linie durch hervorglänzenden mehrstimmigen Gesang (9/10) und ein gnadenloser Übergang in "Imaginary friends", bei dem einem das Surfersong-Herz höher schlagen lässt und man zu jeder Gelegenheit hemmungslos mitträllert..."Lenny bruce's bug eyes stare from an LP...".11/10

Abschließend als hidden Track noch etwas synthie-waberndes mit Caws Gesang, den Tolkien Fans wohl als "elbengleich" beschreiben würden...kann ich jetzt nicht soviel mit anfangen, lassen wir einfach mal weg.

Bei 106/110 ist mehr als klar wie viele Sterne das gibt: FÜNF!!!Und ich will erstmal sehen, ob es tatsächlich jemanden gibt, der mir das Gegenteil beweisen kann.

Surfers, ich liebe euch!

Danke fürs Lesen dieser Rezension.




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