Kundenmeinungen
Gut gespielte Unterhaltung, 29. Januar 2008
Statt eines langatmigen Filmes voller "guter Hände", bei denen der Zuschauer nur darauf wartet, dass das letzte schwarze Ass fällt, ist Rounders ein hochinteressanter Unterhaltungsfilm.Matt Damon spielt einen jungen Jurastudenten, der, nachdem er durch eine Unachtsamkeit sein ganzes Erspartes verpokert hat, trotz einer enormen Begabung das Spiel Spiel sein lässt und sich ganz seinem Studium widmet.Gefangen in einem Nebenjob, den er nicht ausstehen kann, der aber doch die einzige Möglichkeit ist, sein Studium zu finanzieren, immer kritisch beäugt von seiner Freundin, lebt er vor sich hin, bis er einen alten Jugendfreund aus dem Gefängnis abholt und fortan immer tiefer in die Schwierigkeiten (Schulden) des jungen Mannes, der am Ende doch nicht so ein guter Freund ist, wie man dachte, mit hineingezogen wird. Schließlich stehen die jungen Männer ohne Geld und mit 15 000 Dollar Schulden da...Selbstverständlich heißt der Weg aus diesem Dilemma Poker, und der Zuschauer darf gespannt mit ansehen, wie alles schief geht, was schief gehen kann, nur damit ein erstaunlich offenes Hollywood-Happyending eintritt und man befriedigt ins Bett steigen kann.Fazit:Ein netter Film mit guter Besetzung.
Solider Film mit kleinen Schwächen, 29. Dezember 2007
In Zeiten von virtuellen Pokerpartien ist es erfrischend, das Leben eines realen Spielers zu verfolgen. Mike McDermott ist einer der begnadeten Sorte, der die Zeichen der Zeit erkennt, als er gegen einen russischen Mafiosi einen überwiegenden Teil seines zusammengespielten Vermögens verliert. Dazu trägt auch Freundin Jo bei, die ihm klar aufzeigt, wohin die Spielsucht führt.Alles könnte also gut sein. Da taucht der alte Kumpel Lester WORM Murphy auf. Gerade aus dem Knast entlassen, zieht er Mike zurück in den Sumpf des Lasters, das da heißt: POKER.Auslöser des Übels ist nicht Mikes Spielsucht, sondern seine Schwäche für den alten Freund, der bald schon wieder in Schulden steckt und erwartet, dass er Hilfe erhält. Dieser elende Wurm schafft es sogar, dass der Protagonist mit seinem Leben für ihn bürgt, um ihn zu schützen.Die Rutschbahn nach unten ist geschmiert. So weit okay. Nur wie naiv und dumm-doof Mike sich in diese Situation bringt ist unlogisch und entspricht in keiner Weise dem coolen Denken eines professionellen Spielers, zu dem Mike schließlich wird, nachdem er eine ganz dicke Nummer abgezogen hat. Nette Unterhaltung, bei nicht überragender, schauspielerischer Leistung. HMcM
Erwartungen nicht erfüllt!, 17. Dezember 2007
Matt Damon ist ein toller Schauspieler, aber auch er vermag es nicht dieser langatmigen und auf lange Strecken langweiligen und unrealistischen Story noch etwas Pep zu geben. Es gibt so Filme, bei denen man sich fragt, wann sie denn endlich anfangen. Auch wer als Pokerbegeisterter auf viele interessante Hände wartet wird leider enttäuscht.Für das Geld lieber ein gutes Pokerbuch kaufen...
Gute, realistische Geschichte mit hochkarätiger Besetzung, 10. Dezember 2007
Es ist doch interessant, wie unterschiedlich man Filme zu verschiedenen Zeitpunkten bewerten kann: Als ich den Film das erste Mal sah, fand ich ihn sehr mittelmäßig und langatmig. Auch die Story schien mir relativ fad. Gestern habe ich ihn mir dann ein zweites Mal angesehen und war extrem positiv überrascht. Ich sah ein gutes Drama mit einer größtenteils realistischen Handlung und einer hochkarätigen Besetzung.Im Film geht es um den Jurastudenten Mike (Matt Damon), der, nachdem er seine kompletten Ersparnisse verloren hat, schwört, nie wieder Poker zu spielen. Als sein Freund "Worm" (Edward Norton) aus dem Gefängnis entlassen wird und ihm gesteht, dass er einen Haufen Schulden hat, gibt Mike nach und hilft ihm, durch pokern diese zu begleichen. Leider entpuppt sich "Worm" allerdings nicht als der Freund, den Mike in ihm gesehen hat. Durch eine unüberlegte Bürgschaft sieht er sich bald einer fast aussichtslosen Situation gegenüber...Das Besondere an "Rounders" sind für mich die Kleinigkeiten, die den Film realistisch machen. Mike schwört sich, mit dem Poker aufzuhören. Um einem Freund "aus der Patsche zu helfen" fängt er aber wieder an. Die ambivalente Geschichte dieser Freundschaft wirkt einfach authentisch (z.B. die gegensätzlichen Positionen zum Thema "Betrug beim Spiel"). Auch das Erkennen seiner wahren Berufung (dem Pokerspiel) durch eine Erzählung seines Professors ist gut inszeniert. Last but not least sind auch die Pokerszenen überzeugend und die Locations ansprechend. Auch der Mix an skurrilen Charakteren (John Malkovich, John Turturro) ist gelungen.Etas fragwürdig ist für mich das Ende. Nachdem auf über 100 Minuten die Probleme eines Pokerlebens gezeigt werden, ist dieser Ausgang doch sehr "hollywood like" und "realitättechnisch hinterfragbar". Ein eher düsteres Ende hätte dem Film vielleicht besser gestanden. Dieses Ende erklärt aber wahrscheinlich, warum der Film einen Pokerboom ausgelöst hat: Stichwort "American Dream".
Toller Film für Freunde des Pokers, 8. Januar 2007
"Rounders" aus dem Jahr 1998 spielt in der New Yorker Unterwelt der illegalen Glücksspieler. Mike (Matt Damon) war eigentlich losgekommen und strebte ein ziviles Leben an, doch nachdem er seinen alten Kollegen 'Worm' (Edward Norton) aus dem Knast abholt, wird er bald wieder hineingezogen - und zwar vor allen Dingen in dessen Schulden. Diese werden im Milieu etwas ruppiger eingefordert, und es beginnt ein Spiel um Leben und Tod.Ich hatte nicht erwartet, dass sich mit dem Thema Poker ein so guter Film basteln ließe. Die Stimmung an den verrauchten Tischen in dunklen Kellern ist wunderbar eingefangen - der Film glänzt durchweg mit bekannten Schauspielern in ausgeprägten Charakterrollen (u.a. John Malkovich, John Turturro, Gretchen Mol). Und wir lernen, dass Worms Kartentricks aus dem Knast bei den richtigen Profis nur ein müdes Lächeln verursachen - beim Poker in Perfektion ist Psychologie alles. Es ist kein Zufall, dass immer wieder dieselben Spieler an der Spitze der Weltmeisterschaft stehen. Interessant ist daher auch der Bonus auf der DVD: im Rahmen des Films hat das Team eine Partie mit Weltklassespielern gespielt und ein paar Tipps mit auf den Weg bekommen.
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