Kundenmeinungen
Eine echte Perle, 4. September 2008
In Zeiten, in denen es im Rap fast nur noch darauf ankommt wie viel Geld und Frauen man hat oder wer der größere Gangster ist, ist es immer mal wieder schön etwas Bodenständiges, Ehrliches und Reales zu hören. Am Besten sieht man sich hierzu in der Conscious-Szene um, in der sich mit Common aus Chicago ein wahrer Meister seines Fachs befindet. Seine ersten Major-Alben waren nicht unbedingt mein Fall, doch als er zu Kanye West's Label GOOD Music wechselte war doch recht gespannt und auch voller Zuversicht. Sich das Album "Be" zuzulegen war definitiv kein Fehler, im Gegenteil. Mit Kanye hat Common genau den Producer, der wie für ihn geschaffen ist, denn seine melodischen und souligen Beats unterstreichen wunderbar die intelligenten Rhymes. Neben Kanye West steuerte auch J Dilla (R.I.P.) noch zwei Instrumentals bei, für die das Selbe gilt.Schon der Introsong "Be" macht verdammt viel Freude auf das folgende Album. Dieser beginnt mit einer chilligen und einfach wunderbaren jazzigen Melodie, die schon ordentlich groovt, wenn Common zu rappen anfängt dann zum echten Ohrenschmaus wird. Auf "The Corner" wird Common von Kanye West und The Last Poets lyrisch unterstützt. Der Beat ist recht schlicht und hat einen gewissen Old School Touch, kommt daher nicht wirklich spektakulär rüber, aber passt gut zu Common's Flow, leider wirken seine Gäste hier eher Fehl am Platz, weshalb man den Track zu den schwächeren zählen kann. "Go" hingegen besticht wieder mit alten Tugenden. Das Instrumental ist eher ruhig, dennoch wunderbar und angenehm anzuhören und bekommt durch die Scratches seinen letzten Schliff. Common hier zuzuhören macht wieder einmal richtig Spaß, doch auch die Backgroundgesänge von John Mayer und Kanye fügen sich gut mit ein. Eines meiner Highlights findet man mit "Testify". Der tiefe Bass , die Snares, die Drum und das Klavier erzeugen tolle Klänge und eine schöne daraus resultierende Atmosphäre. Common rappt dazu mal etwas bissiger, was er auch echt gut drauf hat, doch besonders der inbrünstig gesungene Refrain hat es mir hier richtig angetan. Etwas flotter und auch wieder ein musikalischer Traum wäre "Chi-City", eine Hommage an die Heimatstadt, für die sich die beiden Chicagoer Common und Kanye West selbst übertroffen haben. Durch ein Trompetenspiel, das mit Scratches, Schlagzeug und ein paar Funk-Elementen gekreuzt wurde, entsteht ein unglaublich gutes Instrumental, was von einem Routinier wie Common natürlich ausgenutzt wird, doch auch Kanye's Gesang am Ende ist eine echte Wucht . "The Food" hat einen etwas dunkleren Klang, was auf den doch eher ernsten Inhalt mit dem Struggle der Straßen zu tun hat. Es wirkt jedoch nicht bedrückend, sondern eher positiv emotional. Klingt komisch, ist aber so. Das ist eben mehr als nur Musik, es ist echte Kunst. Wieder die etwas jazzige Richtung schlägt "The People" ein. Ein enormes Aufgebot an akustischen Instrumenten sorgt für schöne Grooves und tolle Vibes, wozu Common's smoothe Stimme natürlich grandios passt. Man könnte fast meinen dieser Song entstamme Guru's "Jazzmatazz" Reihe. "They Say" versprüht nicht nur durch den Auftritt von John Legend einen souligen Flavor, man spürt einfach in jeder Sekunde der Laufzeit dass Common, Kanye und John hier ihre volle Leidenschaft hinein gesteckt haben. Den Abschluss von "Be" macht die J Dilla-Produktion "It's Your World". Auch dieser Track ist eher von der entspannten Sorte, bekommt aber durch Common's Verse und den schönen Gesang von Bilal und Lonnie Lynn im Chorus seine gewisse Dynamik und Emotion, sodass man sich wünscht, dass dieses Album noch ewig weitergeht, doch leider, leider schon endet. In "Be" steckt wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde Kreativität, Seele und Liebe zur Musik. Egal ob Common's wie immer mehr als gelungene Texte oder die traumhaften Instrumentals von Kanye West und J Dilla, alles passt hier einfach perfekt und lässt ein smoothes und intelligentes Album entstehen, das man sich am Besten anhört, wenn man mal vom üblichen Chart Hip Hop abschalten will und einfach mal wieder was für Herz und Hirn braucht. Ein Werk wie dieses sollte eigentlich in jeder Rap-Sammlung zu finden sein, ist es jedoch leider nicht. Ich hoffe diese Rezension trägt dazu bei, dies zu ändern.
Ein smooth Album von einem grandiosem Kuenstler!, 12. April 2007
Meine Damen und Herren, dieses Album ist ein Geniestreich. Es versprueht Leichtigkeit und smoothe Lines in jedem Beat. Man muss diesen Sound, produced von Kanye West einfach lieben. Common liefert dazu noch tiefgaengige Texte, die Oberflaechlichkeiten nicht zulassen. Zwei Truempfeauf einer LP: Text und Sound.Die besten Tracks, obwohl alle Hammer sind, heissen: Be(Intro), Go!, Faithful und Real People.I.Q.Qillahs Tipp: Holt euch Common nach Hause und geniesst es einfach.
Common ist zurück! , 14. September 2006
Common kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Nach "Electric Circus", einer musikalischen Achterbahnfahrt, besinnt sich Common wieder auf das, was ihn ausmacht: Straigher Consciousness-Rap, wie wir ihn von früher gewohnt sind. Damit ist ihm mit "Be" zwar keine Weiterentwicklung gelungen, dennoch handelt es sich hier sicher um eines der Highlights des Jahres. Für die Produktion zeichnet sich Kanye West aus, der Common damit die perfekte Basis liefert."Be" ist zwar mit 11 Tracks und ca. 40 Minuten Spielzeit relativ kurz ausgefallen, jedoch überzeugt es (vielleicht gerade deswegen) durch die kompakte und homogene Atmosphäre, die dieses Album verbreitet. Besonders der Live-Track mit "Food" beweist, dass Common auch auf Bühnen ein Ohrenschmauss ist.
Album des Jahres 2005, 24. März 2006
Zurückblickend lässt sich wohl sagen:2005 war meiner Meinung nach nicht gerade ein berauschendes Jahr, was gute Alben-Releases angeht.Richtig überzeugend fand ich eigentlich nur Game's "Documentary" und vielleicht noch "Late Registration". Derjenige, welcher für letzteres verantwortlich ist, nämlich Mr. Kanye West, zeichnet sich hier für 9 der 11 (großartigen) Beats aus - und trägt somit erheblichen Anteil am Gelingen dieses absoluten Meisterwerks. Die zwei übrigen wurden vom kürzlich leider verstorbenen Dilla beigesteuert, nämlich "Love is" und "It's your World". Insgesamt ist das Album sehr soulig und melodiös gehalten -wie bei diesen beiden Producern auch nicht anders zu erwarten war - produktionstechnisch vielleicht das Beste, was seit Jahren releast wurde. Zwar besitze ich das Album noch nicht sehr lange, ich denke aber dass es bereits jetzt zu meinen absoluten Lieblingsalben zählt - ist wahrscheinlich sogar das einzige, wo mir ausnahmslos jeder Track hervorragend gefällt! Zwar liest man hier bei jeder zweiten Rezension zu jedem 08/15-Album, dass man es angeblich ohne zu skippen komplett durchhören könne - aber mal ernsthaft: Das trifft hier wirlich zu - das Album ist wie aus einem Guss, verbreitet eine sehr positive Stimmung, wobei die Atmosphäre ab und an auf ihre ganz spezielle Weise auch ins Melancholische abfällt ("The Corner" oder "Testify" beispielsweise).Über Common's Skills, Flow und vor allem Lyrics braucht man, denke ich, keine Wort mehr zu verlieren - definitiv einer der besten MCs und Lyricist da draußen, seine Raps sind immer perfekt zu verstehen, er lässt meiner Meinung nach auch Kweli oder Mos Def weit hinter sich.Besonders angetan hat es mir "Chi City", wo er mit dem heutigen Rap-Buiz aufräumt:
"The game need a makeoverMy man retired, I'ma "Takeover"Tell these halftime niggas, "Break's over"I'm raw hustlas getcha bakin' sodaToo many rape the cultureLeave rappers with careers and their faith overIt's a war goin' on, you can't fake bein' a soldier" Oder besonders gelungen:" black figure, in the middle of chaos and gun fireSo many raps about rims, I'm surprised niggas ain't become tires" Ich denke diese zwei Textstellen sagen schon mal alles über die lyrischen Fähigkeiten, die er hier wieder an den Tag legt. Zusammenfassend lässt sich sagen: Geniale Raps, geniale Lyrics und die besten Kanye-Beats die von ihm auf einem Album zu finden sind - ohne Zweifel das Album des Jahres, aber nicht nur das: Für mich schon jetzt ein moderner Klassiker, eins der besten Alben der letzten zehn Jahre! Be!
Common's Geniestreich, 21. März 2006
"Be" ist der Titel von Common's nächstem Album, das nur 11 Tracks umfasst, aber trotz oder viel mehr gerade deshalb für mich jetzt schon ein Klassiker ist. Common's sonore Stimme untermalt seine aussagekräftigen und gut gereimten Verse dabei perfekt, doch ich will nicht verschweigen, dass neben Common ein weiterer Mann nicht unwesentlich an diesem Meisterwerk beteiligt ist: Kanye West.Normalerweise würde man ja denken, dass die Beats zwar wichtig, aber im Vergleich zu den Texten im Hip Hop eher nebensächlich sind. Aber hier sind sie es, die den Unterschied zwischen einem sehr gutem Album und einem Klassiker machen. Kanye West versteht es perfekt, Common's Messages homogen, harmonisch und mit warmen Tönen zu unterstreichen und "Be" damit zu einem echten Kunstwerk werden zu lassen. Selten war Rap so atmosphärisch und stilvoll. Beeindruckend ist auch die positive, ausgeglichene Grundstimmung, die dieses Album verbreitet. Nur 11 Tracks, aber dafür ist auch kein Lückenfüller dabei, sondern ausschließlich Songs, die sich in ihrer fokussierten Gesamtheit zu einem Stück Rapgeschichte zusammenfügen.
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