Kundenmeinungen
Ein Ausnahmealbum, 3. Februar 2008
Mittlerweile ist zwar bereits das zweite Soloalbum der Irin Róisín Murphy erschienen, allerdings liegt in meinem CD-Spieler nach wie vor der Erstling, und das mit gutem Grund: "Ruby Blue" ist ein Ausnahmealbum, das man so noch nicht gehört hat. Durch die vielseitigen, bisweilen herrlich verschrobenen, bisweilen eingängigen Tracks des Albums zieht sich Herberts Vorliebe für unkonventionelle Jazz-Klänge. Murphy's Stimme, mal rauchig und sexy wie auf "Off on it", mal zart und hell, beinahe zerbrechlich wie auf "Through Time", ist dabei ebenso wandelbar wie die Songs des Albums, die dennoch ein verblüffend stimmiges Gesamtkonzept ergeben. Dazu tragen sicherlich aucgh die wunderbar sinnlichen Texte bei, die in ihrer Melodik und Lyrik mitreißend sind und auch für sich allein stehen könnten, weit entfernt von nervigen Pop-Klischées.Róisíns wunderbar wandelbare Stimme gepaart mit Matthew Herberts atemberaubenden Kompositionen ergeben ein geniales Gesamtkonzept. Ruby Blue ist ein Album wie guter Sex: verspielt, sinnlich, erregend und herrausfordernd.Anspieltipps: Sinkin' Feeling (absolut sinnlich und herrlich jazzlastig)Sow Into You (beschwingt und leicht... wie frisch verliebt sein)Dear Diary (Zart und zerbrechlich und dazu wunderbar lyrisch. Eine wunderbare Liebeserklärung)Ruby Blue (Verspielt und unkonventionell. Zurecht Titelsong des Albums)Off on It (Sex pur! Wenn Miss Murphy verachtend-erotisch ins Mikrophon spuckt "Don't you get off on it"ist garantiert genau das Gegenteil der Fall)
Einfach nur gut!, 29. Dezember 2007
Zu Róisín Murphy bin ich erst über ihr zweites Soloalbum gekommen, was ich rauf und runter gehört habe. Da dachte ich mir, dass ich doch mal schauen sollte, was sie da sonst noch so fabriziert hat. Erst war ich ja zögerlich, als ich die beiden Videos zu den Singles gesehen hatte. Die guten Rezensionen haben mich doch dazu bewogen, das Album zu bestellen.Nach dem ersten Hören war ich jedoch etwas verstört zurückgelassen. Im Gegensatz zum zweiten Album ging kaum einer der Songs direkt ins Ohr und die Arrangements waren ziemlich verwirrend - einfach zu viel für das Erste Hören. Dann ruhte das Album erst mal für wenige Tage und siehe da; nach einer Woche ergründete sich mir das Album und ich finde das Album einfach nur genial. Wie jemand anderes geschriebn hat, unterschreibt man eine Leibeigenschaft beim Kauf dieses Albums und nervt andere Menschen damit ;-). Manches bleibt schräg, aber im positiven Sinne. Róisín Murphy und Matthew Herbert haben einen feinen Sinn für Melodien und Ästhetik und schaffen es immer, nicht zu sehr ins Schräge abzudriften. Einzig allein bei Off On It haben sie meiner Meinung nach die Kurve nicht mehr gekriegt. Dass Love In The Making nicht vollständig auf dem Album drauf ist, kann ich sehr gut verschmerzen (dieser Song und Off On It sind mit einigem Abstand die schlechtesten Songs aus den Aufnahmen für das Album) und die Prelude dazu hätten sie am besten auch gleich weggelassen.Besonders gelungen ist für mich das Album von Sow Into You (Ip Ip Ip) bis Ruby Blue. Jedes Lied ist ein absoluter Knüller und das Album hat dort die meiste Fahrt aufgenommen. Am Anfang und am Ende sind die Songs eher ruhiger gehalten und mit Closing Of The Doors findet das Album einen guten Abschluss.Nicht vergessen sollte man den Song Ripples, der als B-Seite zur Single If We're In Love erschienen ist. Die Videos sollte man sich auch mal ansehen, denn sie sind wirklich gut gelungen. Loben möchte ich außerdem noch das (dicke) Booklet. Alle Texte sind drin und man hat sich auch wirklich Mühe mit der Gestaltung gegeben.Hoffentlich bleibt Róisin Murphy noch einige Jahre im Musikgeschäft und verwöhnt uns mit ihrer guten Stimme und Talent.
auch für eingefleischte molokofans ein hörvergnügen, 11. Dezember 2007
Beim ersten schnellen abspielen der Platte fehlten mir, die bekannten verworrenen und überraschenden Klänge die für Moloko bezeichnend sind. Beim zweiten Durchlauf konnte ich mich an den neuen Jazzstyle gewöhnen, der sehr gut mit den Moloko bzw Roisin-note harmoniert. Auch sind neue musikalische Klänge / Richtung zu vermerken, die zwar erstmals für eingefleischte Fans ungewohnt ist, aber durchaus interessant.Beim dritten Durchlauf war ich begeistert und hörte die Scheibe mind. 100000000000 mal, bes. Lied Nummer 8 (Ramalama Bang Bang!). Ich als eingefleischter Molokofan würde jedem entzügigem Molokofan dieses Album empfehlen! Selbst auf "Ruby blue" hört man noch den Trennungsschmerz gegenüber ihrem Ex-lebensgefährten Brydon heraus. Das zeigt mir das ich nicht nur alleine leide (sei es meine damalige Trennung oder die Trennung von Moloko- aber alles hat ein happy end, Roisin hat ein gelungens Werk auf die Beine gestellt und meine Trennung ist Vergangenheit und die Liebe Gegenwart :-))
Boah,wie langweilig und nervig !, 19. November 2007
Als Moloko Fan und Besitzer der Rosin Murphy super ,,Overpowered,, CD,bin ich sehr entäuscht von dem Ruby Blue Album.Zwar alles electronische sounds,aber alle Stücke sind einfach nur Langweilig,man wird lediglich von ein paar schrägen sounds und harmonien aus seinem Schlaf gerissen.Für mich kein einziger Ohrwurm,keine hervorstechende hookline auf dem Album.Bei einem Solo Album mit Electroeinflüssen denke ich eher an Stücke wie ,,forever more,, oder ,,Overpowered,, aber diese CD ist total flach.
Verspielt-verschrobenes Pop-Meisterwerk!, 23. Mai 2007
Roisin Murphy, die außergewöhnliche Sängerin der alles andere als gewöhnlichen Gruppe Moloko hat sich mit Matthew Herbert zusammengetan.Dessen Musik ist höchst artifiziell, aber nie nur kopflastig. Liebevoll schraubt er elektronische Klänge mit akustischen zusammen (vorzugsweise Bläser) und schafft so einen Untergrund, auf dem sich Roisins Stimme mit berückenden Melodien bewegen kann.Dabei schaffen die beiden einen bemerkenswerten Spagat: Einerseits Musik, die verlangt, genau hinzuhören, dabei aber nie anstrengend wird, denn aus dem Klangmosaik schimmern immer wieder Passagen mit Ohrwurmqualität durch (aber nie billig!), und die sorgfältig konstruierten Beats ziehen einen nach mindestens einer Minute in den Bann. Und das Schönste: kein Stück klingt wie das andere!Meine Tipps:1. Leaving The City (schön vertrackt, sogar mit Hackbrett!)4. Through Time (Ein Refrain zum Niederknien mit wunderbarem Rhodes-Motiv im Hinter-/Untergrnd) 9. Ruby Blue (Die "Rock"-Nummer der Platte) 12. The Closing of the doors (Wunderschöne Ballade, fast ohne Elektronik)
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