Kundenmeinungen
Zeitlos, 14. Oktober 2006
Kaum ein Regisseur außer Akira Kurosawa beeindruckt mich mehr, denn jeder seiner Filme steht dem Meisterwerk nahe oder ist definitiv eines.
"Yojimbo" gehört zweifelsohne in die Kategorie Meisterwerk. Denn hiermit hat Kurosawa (wieder mal) einen zeitlosen Film geschaffen der noch Generationen beeindrucken wird.
Kurosawas Stammschauspieler Toshiro Mifune überzeugt auch in "Yojimbo" in der Rolle des Sanjuro und beweist das er jede Rolle einfach wunderbar spielt.
Die DVD von Pegasus Entertainment / KSM überzeugt ebenfalls. Das Bild ist für das Alter des Filmes sehr gut und im Original Format. Der Ton, welcher ebenfalls gute Qualität hat, liegt in Deutsch und Japanisch vor. Bei letzterer Tonspur lassen sich optional deutsche Untertitel einblenden, welche auf der dt. Synchronisation beruhen.
Extras befinden sich leider keine auf der DVD. Doch wer darauf kein Wert legt kann bedenkenlos zugreifen.
Eine Parabel auf Gewalt und Gegengewalt, 30. Dezember 2005
Ein Mann kommt in ein Dorf. Die Hauptstraße ist leer. Die Dorfbewohner blicken angstvoll aus ihren Häusern. Und die Hauptstraße läuft ein Hund entlang, der eine abgetrennte menschliche Hand in der Schnauze hat... Yojimbo ist ein weiteres Meisterwerk des einzigartigen japanischen Regisseurs Akira Kurosawa. Entstanden nach Motiven des Buchs "Red Harvest" des amerikanischen "hard-boiled" Schriftstellers Dashiell Hammet (bekannt für die Vorlage zu "The Maltese Falcon") drehte Kurosawa den Samurai-Film schlechthin. Die Geschichte ist einfach: der Ronin "Sanjuro" (Sanjuro bedeutet einfach "zirka Dreißig Jahre alt". Es handelt sich also um das -in späteren Western benutzte Motiv des "Manns ohne Namen") kommt in ein Dorf, in dem sich zwei Händlerfamilien bekriegen. Um selbst davon zu profitieren, spielt er die Familien gegeneinander aus. Der Film ist dabei kein reiner Aktionfilm. Dialog dominiert, nicht die Kampfszenen. Die Kampfszenen sind in japanischer Schlichtheit choreographiert: Schwertziehen-ein Schnitt- Tod. Die Gewaltdarstellung ist nicht sehr detailiert: es fließt kein Blut, nur in einer Szene fällt ein abgetrennter Arm zu Boden. Nach "Herr der Ringe" Standards ist das gut zu ertragen. Sanjuro wird gespielt von Toshiro Mifune. Selten hat es ein Schauspieler zu so einer Leinwandpräsenz gebracht. Seine Darstellung ist schiere Energie. Westliches Publikum wird ihn am ehesten aus der Fernsehserie "Shogun" kennen. Übrigens, dies war der Film, der Western-Altmeister Sergio Leone zu "Für eine Handvoll Dollar" inspiriert hat. Defacto wurde der Film fast eins zu eins abgekupfert, nur halt vor einer anderen Kulisse. Auch sonst hat dieser Film großen Einfluss auf die Italo-Western gehabt. Seine Tiefe konnte jedoch selten erreicht werden. Fazit: wer den Film kennt, wird ihn auf DVD haben wollen. Wer ihn nicht kennt, sich aber für die Dollar-Trilogie begeistert, sollte ihn gesehen haben. PS:Ein ähnlicher Film ist Kurosawas "Sanjuro". Ob er ein direktes Sequel ist, wird heiß diskutiert. Auf jeden Fall spielt Toshiro Mifune einen sehr ähnlichen Charakter, der eben auch als Alias den Namen "Sanjuro" verwendet.
Absolut stark, 14. Dezember 2005
Ich weiss nicht, wer wem abgeschaut hat, die grossen Western Regisseure oder Kurosaw? Wie dem auch sei, der Film ist athmosphärisch überzeugend. Auch die Schwert Führung des Hauptdarstellers stimmt und ist in der Japanischen Tradition. Ich habe mir die Kampfszenen mehrere male genau angesehen - keine Schnörkel - direkte Schnitte durch den Gegner, so wie es in Wirklichkeit war. Das Einzige was mir nicht ganz klar war, ist der Hintergrund der entführten Frau, möglicherweise ist dies auch eine gekürzte Fassung?
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