Kundenmeinungen
At the Soundless Dawn, 29. Juli 2006
Die Tracktitel erzählen die Geschichte, die rein instrumentale Musik malt die Bilder dazu. Wunderschön.Wer ruhigeren Stücke von Isis, die neueren Werke von Neurosis oder auch die Bands Mogwai oder Pelican mag, der wird auch dieses Album zu schätzen wissen.Das Rad wird zwar nicht neu erfunden, Musik vom allerfeinsten ist es dennoch allemal und wenn man das Album ein paar mal gehört hat mag man es nicht mehr missen.Zu dem Album brauche ich denke ich nicht viel mehr schreiben. "Play" drücken, abtauchen!
Der eindeutige Beweis, dass es auch ohne Gesang geht !!!, 19. Januar 2006
Wenn sich Musiker aus dem Umfeld von ISIS und NEUROSIS zusammentun, um ein reines Instrumental-Album zu veröffentlichen, dann erwartet der Hörer automatisch einen schwer verdaubaren, avantgardistischen Wutklumpen. Eine Scheibe, vollgeladen mit tiefgehender Tristesse und negativer Energie.Umso überraschter war ich dann allerdings, als ich das Resultat des RED SPARROWES-Projekts zu Ohren bekam. „At the soundless dawn“ ist natürlich bei weitem kein positives „Gute Laune“-Album geworden, und die ISIS und NEUROSIS-Einflüsse spürt man auch an allen Ecken und Enden. Aber man geht dabei über die gesamte Spielzeit um einiges gemäßigter – ja, fast schon songdienlich – zu Werke. Einzelne Songtitel zu nennen spare ich mir einfach mal, weil sich eh kein Mensch diese überlangen Namen merken kann. Die 7 Tracks auf „At the soundless dawn“ strotzen natürlich nur so vor experimentellen und atmosphärischen Klängen. Anfängliche Fragezeichen, die beim Hörer durch die Musik entstehen, lösen sich im Laufe der Spielzeit in Wohlgefallen auf. Denn meistens wird sogar richtig schön nach vorne gerockt. Ja, ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die Songs ein richtiges Seventies-Flair versprühen. Die musikalische Grundidee von Track 4 hätte beispielsweise genauso von MONSTER MAGNET (zu „Superjudge“-Zeiten) sein können.Die Musiker scheinen jedenfalls richtig Spaß im Studio gehabt zu haben. Und manchmal kann so eine stilistische Umorientierung ja auch belebend sein. Wie eine Frischzellenkur !!!Natürlich muss allen Hörern empfohlen werden, diese Scheibe im ganzen durchzuhören. Denn nur über die volle Distanz kann der RED SPARROWES-Sound wirklich zur Entfaltung kommen. Musik zum entspannen und abtauchen. Man erwischt sich gedanklich bei Streifzügen durch die wilde Natur. Durch wundervolle Landschaften, welche man sonst nur von Bildern kennt. Man sieht vorbeiziehende Wolkenformationen vor dem inneren Auge. Und nur einen Wimpernschlag später steht man mitten im Zentrum des Wirbelsturms. Allein die Tracks 1 – 3 sind derart intensiv und vielseitig, dass sich der Hörer sehr gerne dem dadurch verursachten Gefühls-Chaos stellt. Leider geht den Musikern gegen Ende des Albums ein wenig der rote Faden verloren. Man verliert sich ein wenig im Sound-Wirrwarr, was meiner Meinung nach eher ungünstig für den Spannungsaufbau ist. Vor allem Track 7 ist mir persönlich etwas zu sehr an PINK FLOYD angelehnt.Aber alles in allen ist „At the soundless dawn“ ein beispielhaftes Album geworden, dass jeder Fan von ISIS, PELICAN, MOGWAI oder sogar SIGUR ROS sich auf den Einkaufszettel schreiben sollte. Bleibt nur zu hoffen, dass es hiervon irgendwann mal eine Fortsetzung gibt.
Für Fans von Isis, Neurosis, Pelican... schon fast ein Muss!, 5. September 2005
Wenn Musiker von Bands wie unter anderem Neurosis UND Isis sich zusammenschließen, muss eigentlich zwangsweise etwas Großes dabei herauskommen...
Die Erwartungshaltung für dieses Album war dementsprechend hoch, die Chancen auf Enttäuschung standen nicht mal schlecht. Vor allem fragte man sich eines: wie wird das denn nun klingen? Wie eine der beiden genannten Bands, oder gar beide? Oder doch wie eine der anderen beteiligten Mitglieder zugehörigen Kapellen? Das Ergebnis ist eindeutig ein sehr gutes Album geworden, klar und atmosphärisch. Teils minimalistisch, teils bombastisch, locker ohne Gesang auskommend. Doch welchem Einfluss ist diese Mischung nun zuzuschreiben?Klar standen Isis ihrerseits unter dem Einfluss der grandiosen Neurosis, allerdings sind für Isis charakteristische Nuancen stark zu vernehmen. Das Gesamtbild könnte man als einen Mix aus den ruhigeren Isis und den ebenso ruhigeren Passagen des letzten Neurosis-Albums plus einem ordentlichen Schlag Post-Rock-Bombast bezeichnen. Daher auch die Hügelartigen Strukturen der Stücke, die schon mal ein episches Ausmaß von 12 Minuten annehmen könnten.Die Musiker spielen ihre Instrumente ohne dass man etwas daran zu meckern haben könnte und somit steht dem Genuss dieses Schmuckstückes (auch das Artwork ist sehr schön gestaltet) nichts im Wege. Diese Platte weiß absolut zu überzeugen, obwohl sie nichts vollkommen Neues ist und das wahrscheinlich auch nie sein wollte. Deshalb sollte sie auch für jeden Post-Rock- und/oder Isis-/Neurosis-Fan, womöglich aber auch für völlig andere eine Bereicherung sein. Mit dem aktuellen Pelican Longplayer eins der Highlights dieses Jahres. Nicht nur in diesem Genre...
... And The Air Filled With A Reddish Glow, 30. Juli 2005
Wenn sich u.a. Mitglieder von "Isis" und "Neurosis" zusammenfinden um gemeinsam Musik zu machen, erwartet man erstmal Böses. Aber das komplett instrumentale "At The Soundless Dawn" bietet eher atmosphärische, "Mogwai"-ähnliche Soundlandschaften, Spannungsbögen und diverse emotionale Ausbrüche. Sieben überdurchschnittlich lange Songs, die zwar viel Platz für Gesang (ich stell mir da oft den "Neurosis"-Sänger vor) bieten, jenen durch die genialen Arrangements aber keineswegs vermissen lassen.Der kleine scheinbare Niveau-Durchhänger im Mittelteil des Albums wird von den grandiosen ersten drei Songs und dem Finale im letzten Track (was für eine Steigerung!) absolut ausgeglichen. Ich nenne absichtlich keine Songnamen, da sie wohl das Zeichenlimit der Rezension sprengen würden - doch ist es das Tracklisting wert, komplett gelesen zu werden, da es einen wunderschönen, zusammenhängenden Text ergibt, der die Atmosphäre des Albums sehr gut widerspiegelt.Wem die Stile (vor allem die ruhigeren Sachen) der beiden anfangs genannten Bands gefallen, sollte sich mit diesem wunderschönen Gesamtwerk unbedingt mal ausgiebiger beschäftigen, am besten über Kopfhörer inmitten der Natur.Ein absolutes Highlight der alternativen Musikszene im Jahre 2005!
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