Kundenmeinungen
Eine Geschichte die Hoffnung macht, 9. Juli 2008
In unserer heutigen, Ellenbogen betonten Zeit, in welcher sich jeder selbst der Nächste ist, tut so ein Film mal richtig gut. Ich werde ihn nicht vergessen. Dieser Film lehrt uns, dass das weiche Wasser den harten Stein besiegt. Unbedingt ansehen!
Wer aufhört zu träumen, hört auf zu leben..., 7. Mai 2008
Da es zu diesem entzückenden Film schon sehr viele und sehr gute Rezensionen gibt, möchte ich nun noch mein kurzes Loblied dazu fügen:Das französische Filme immer ein eigenes Flair haben, ist auch hier wundersam spürbar. Es ist eine berührende Geschichte, aus dem Jahr 1949. Die Geschichte eines kollektiven musikalischen Ausbruches aus einer ganz gemeinen internatsmäßigen Gefangenschaft, die den schulischen Zwangsgefangenen immer wieder ihre Vergehen mit noch größeren Vergehen seitens der Schulleitung vergilt. Die Spirale der Gewalt wird dadurch immer mehr nach unten gezogen und verdichtet, bis eines Tages ein warmherziger Mann und begnadeter Erzieher, Clément Mathieu, diesen trostlosen Ort betritt und mit Musik die stets verschlossen gehaltenen Münder zum Singen öffnet. Welch eine Befreiung, wenn die Seele des Menschen sich artikulieren darf und ihren hohen Ausdruck im Gesang und in der Musik findet. Da geschieht Heilung an den Herzen der gequälten Kinder, sowie auch so mancher versteinerter Lehrer.In ruhigen und bewegenden Bildern erhebt der Film keinen ausgestochenen künstlerischen Anspruch, sondern er will einfach berühren und gefallen. Der Film ist grandios altmodisch, hemmungslos herzerwärmend, umwerfend charmant und besticht durch seinen selbstverständlichen Optimismus.Gegen Ende des Films gleichen die Stimmen der Kinder einem Engelschor samt dem begabter Solisten Pierre Morhange, (ein wundervoller Jean-Baptiste Maunier) treibt einem die Tränen der Freude und des himmlischen Genusses in die ohnedies ständig bewässerten Augen. Diese simple Geschichte und die schlichte Inszenierung machen den Film doch zu einem künstlerischen Genuss und alles Klischeehafte und Rührselige wird vorbehaltlos übersehen und verziehen. Denn wer aufhört zu träumen, hört bald auch auf zu leben....In diesem Sinne wünsche ich vom ganzen Herzen einfach viel Freude beim Sehen und Hören und gebe mit gutem Gewissen 5 volle Sterne....
immer wieder herrlich, 19. Februar 2008
dies wird definitiv einer meiner Lieblingsfilme: herrliche Musik - auweia... ich muss dann immer so laut machen ;-) und menschlich sehr anrührend.... muss man einfach haben!
Himmlische Stimmen und irdische Not, 31. Januar 2008
Wollten Sie schon lange mal wieder hemmungslos heulen? Oder haben Sie das Gefühl, dass es höchste Zeit ist, sich mal wieder so richtig in Sentimentalität und Rührseligkeit zu wälzen? Mögen Sie erstklassige Chorgesänge, am besten von süßen, engelsgesichtigen Knaben, die in markdurchdringenden Sopranstimmen von einem besseren Leben trällern? Ja?Dann sind sie mit diesem wunderbaren, bewegenden, Herz erwärmenden und herrlich kindlichen Film von Christophe Barratier genau richtig bedient.Obwohl es vordergründig aussieht wie der französische Aufguss von "Club der toten Dichter" oder "Mona Lisas Lächeln", ist dieser Film weit von dieser Art ambitionierter amerikanischer High-School-Schmonzette entfernt. Denn dieser liebenswerte und ausgesprochen schlichte Film erhebt gar nicht den Anspruch auf irgendeine (pseudo)intellektuelle Botschaft, sondern er will einfach nur berühren und unterhalten und das schafft er um Längen besser als ein dauergrinsender Robin Williams, der ein paar Gedichte auswendig gelernt hat oder eine lächelfreie Julia Roberts mit aufgesetztem Emanzengehabe.Monsieur Mathieu (Gérard Jugnot) arbeitet als Lehrer/Pedell an einem heruntergekommenen und trostlosen Internat für schwer erziehbare Jungs. Mit Hilfe von Musik findet er Zugang zu den Kindern, gründet einen Chor, der über sich hinauswächst und es sogar zu einer gewissen Anerkennung bringt. Der Gesang gibt den "armen" Jungs ein wenig Freude und Hoffnung in ihrem tristen Leben und das war's.Sehr viel Freude hingegen erfährt das Publikum wenn es dem damals 14jährigen Jean-Baptiste Maunier zuhört. In seiner Rolle als das aufsässige Gesangswunder Pierre Morhange lässt er eine Stimme hören, die direkt aus elysischen Sphären stammen muss - da bin ich mir fast sicher. Er war bis dahin Solist bei dem berühmten Schulchor "Les Petits Chanteurs de Saint-Marc" in Lyon, und ich bezweifle, dass viele Kinderchöre über einen Solisten mit einer SOLCHEN Stimme verfügen. Die geht durch Mark und Bein, direkt ins Herz und rollt einem nebenbei noch die Fußnägel auf. Es dürfte klar sein, dass Jean-Baptiste Maunier inzwischen Karriere gemacht hat und das nicht nur wegen seines begnadeten Gesangs, sondern weil er auch einfach zu süß aussieht.Natürlich sind auch die anderen "Sängerknaben" Gesangsprofis aus demselben Chor, und das macht die filmische Handlung vielleicht etwas unlogisch. Andere haben's schon erwähnt: Warum sollte ausgerechnet ein abgehalftertes Internat voller Versager, die schönsten Knabenstimmen Frankreichs beherbergen? Aber wen kümmert das eigentlich, wenn man dafür so überragende Gesangskunst und Filmmusik zu hören bekommt, dass einem gelegentlich sogar die Tränen in die Augen treten?Es steht auch außer Frage, dass der Film voll gestopft ist mit allen nur denkbaren Internats-Klischees und wer gegen so was allergisch ist, der sollte sich vorher wappnen. Dennoch dienen diese Schwarz-Weiß-Klischees als perfekter und gelungener Rahmen um den Chor in Szene zu setzen. Denn es ist doch klar, je trauriger und monotoner die Lebensumstände der Kinder sind, umso schöner und überirdischer erscheint ihr Gesang.Abgesang:"Die Kinder des Monsieur Mathieu" ist ein traurig-schöner, angenehm naiver und sehr berührender Film, vorausgesetzt man liebt engelgleiche Stimmen, überwältigende Chormusik und natürlich vorausgesetzt, man möchte sich ganz entspannt in eine Wanne voller Seelenschmalz fallen lassen.DVD:Bildformat 2.35:1 in 16:9, Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 5.1, DVD: Typ 9, Ländercode 2, Laufzeit ca. 93 Min Film, Untertitel: Original deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Menue: Teilw. animiert mit Ton.Extras: Making of in der franz. Originalfassung mit/ohne dt. Untertitel (27 Min), Interview mit Arthur Cohn (9 Min. Deutsch) Darsteller und Crew, Arthur Cohn bei Johannes B. Kerner (25 Min).P.S.Die CD mit dem Soundtrack zu diesem Film ist natürlich das komprimierte Audioglück. Ich kann sie jedem empfehlen, der bei diesem Film den Gesang mehr schätzte als die Handlung. Mein Lieblings-heul-und-Seelenschmalz-Lied (mit einem überirdischen Solo von J-B Maunier) ist "Caresse Sur L'océan" nur falls es jemanden interessiert ;-).
Dieser Film berührt mein Herz, 27. Januar 2008
Pierre Morhange, ein berühmter Dirigent, erhält vor einem Konzert einen Anruf, bei dem er vom Tod seiner Mutter erfährt. Er reist in seinen Heimatort zu ihrer Beerdigung und begegnet dort einem alten Freund aus Kindertagen wieder. Dieser zeigt ihm die Tagebuchaufzeichnungen ihres gemeinsamen Lehrers Mathieu und sie reisen bei der Lektüre dieser Tagebucheintragungen zusammen 50 Jahre in die Vergangenheit ...Der Ort der Handlung ist das Erziehungsheim "Font de l'Etang" (Grund des Sees), wo sehr harte Bedingungen herrschen. Direktor Rachin hält nichts von sanften Erziehungsmethoden, sondern züchtigt die Jungen auf demütigende und brutale Art und Weise. Erst als der weichherzige Lehrer Mathieu kommt und mit den Jungen einen Chor gründet, ändert sich die Stimmung ...Es ist natürlich klar, dass nicht jeder x-beliebige Junge so toll singen kann und es ist klar, dass die Jungs speziell für diesen Film ausgesucht waren. Die Weichherzigkeit, aber auch die Hartnäckigkeit, mit der Mathieu sein Vorhaben peu à peu durchsetzt, sind aber beeindruckend und berühren.Auch die Musik des Films ist wunderschön (ich muss mir unbedingt noch den Soundtrack zulegen). Eine absolut phantastische Stimme hat der junge Pierre Morhange (gespielt von Jean-Baptiste Maunier), den alle das "Engelsgesicht" nennen. Mathieu entdeckt seine geniale Musikalität und fördert sie. Der Film ist vielleicht ein bißchen besser, als die Realität tatsächlich ist, berührt aber das Herz ...
|