Kundenmeinungen
Alles blos Geschmacksache, 30. Januar 2008
Ich habe die 2 bzw 1 Sterne Rezesionen gelesen. Dazu folgendes, Ja Lang spielt anders als gewohnt. Um das deshalb als unmusikalisch darzustellen ist aber sehr fragwürdig. Vielmehr sollte man Ihm dankbar sein den Mut aufzubringen mal was anderes probiert zu haben. Lang selbst spielt meines Erachtens anders, aber ohne Zweifel gut. Wenn man natürlich ständig die übliche Einspielung kannt und nicht loslassen will dann kommt man mit Langs Interpretation nicht klar. Aber dann ist es halt Geschmackssache. Und ein solches Urteil mit 1 oder 2 Sternen zu bewerten unterlassen. Wer Lust auf was Neues hat, hört mal unvoreingenommen ein.
Die russische Seele..., 22. Januar 2008
... spürt man bei diesem Werk von Rachmaninov zutiefst, vor allem beim Klavier-Konzert Nr.2, das weite Land, die Natur und nicht zuletzt die Geschichte, die hinter der Entstehung zu diesem Werk steht. Man merkt, dass Lang Lang diese Musik liegt, das setzt er brillant um. Und Musik ist einfach ein Gefühl, das leider manchmal abgesprochen wird!Wie sagte Lang Lang: Russische Musik mit Gergiev zu machen und mit einem großartigen russischen Orchester ist die Erfüllung eines Traumes!" Das hört man und der Erfolg gibt ihm Recht!Damit schließe ich mich sehr gern den anderen 5-Sterne-Rezensenten an und sage einfach: Diese CD nicht verpassen!!! Schade, dass es nicht mehr Sternchen gibt!!!
Wertlos, 12. Januar 2008
Was dieser überschätzte Musikclown, der von seinem Label als Türöffner für den chinesischen Milliardenmarkt gepuscht wird, da zusammenspielt, ist schlicht wertlos.Der Beginn des Klavierkonzerts, ein typisch russisches Glockengeläut, dessen Puls und Grundton den ganzen ersten Satz durchklingen sollte, ist bloss ein klebriges, dumpfes Tongedröhne ohne Richtung und ohne den federnden Impetus, den Rachmanonov selbst in seiner Einspielung so wunderbar anschlägt, und der also zu gelten hat.Und so geht es weiter...Wie lange noch?
virtuos, ziellos, 20. Juli 2007
Lang Lang folgt vielen Spuren, "interpretiert" aber nicht. Musikalische Spannungsbögen fehlen - wer den scharfen Kontrast mag, höre Rachmaninoff selbst in seinen beiden Einspielungen. Diese Aufnahme ist bloß kulinarischer Zirkus. (Wer kauft denn noch DGG, die Pop-Marke der "Klassik" - außer für historische Aufnahmen?!)
Hin- und hergerissen, 4. August 2005
Die Meinungen gehen auseinander, bei dieser Aufnahme, bei diesem Interpreten - ist das noch die "wahre Kunst", der "wahrhaft ernsthaft auftretende Künstler"? Der Alleinanspruch selbsternannt elitärer Kreise auf die "richtige" Beurteilung ist angesichts sich auflösender Kategorien in "ernster und unterhaltender Musik" vielleicht bald eine Sache von gestern.
Lang Lang polarisiert daher - wie auch die stets mit der Callas verglichene Netrebko - die "Hüter des klassischen Repertoires", doch ist diese Angst um die Bewahrung der vermeintlich einzig wirklichen Aufführungspraxis gerechtfertigt? Bisher kannte ich Lang Lang nur aus einer von mir freilich immer wieder gern gehörten Aufnahme des 1. Chopin-Klavierkonzertes, zusammen mit dem BBC-Symphony-Orchestra unter Forster (lief im Digital-TV). Die CD-Aufnahme des Rachmaninoff-Klavierkonzertes erinnert mich hinsichtlich der Tempi oft an den frühen Jevgeni Kissin unter Karajan mit dem 1. Klavierkonzert Tschaikowskys - ziemlich gemütlich oder auch "langsam". Das ist sehr auffallend bei Lang Lang; virtuos wirkt er auf mich (fast) nie. Muss er auch nicht, denn er wird sich angesichts seines jungen Alters noch entwickeln; was zählt, ist eine meiner Ansicht nach gelungene Aufnahme, die mir beweist, dass mich andere, auch neue Interpretationen eine altbekannte Komposition immer wieder aufs neue gern entdecken lassen. Tontechnisch finde ich keinen Grund zur Beanstandung. Die Bonus-DVD, die meiner CD-Ausgabe beiliegt, bietet noch einige Ausschnitte aus dem Carnegie Hall-Auftritt Lang Langs. Zum Kauf einer Solo-CD mit ihm mag ich mich jedoch noch nicht durchringen... Seinen wir froh, dass die nachwachsende Künstlergeneration immer wieder Anlass zu Diskussionen gibt. So bleibt "Klassik" eine lebendige Facette in der Musikwelt.
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