Kundenmeinungen
Überflüssig, 14. Juli 2005
Was kann eine Aufnahme von Carmina Burana noch rechtfertigen? Nur eine aussergewöhnliche Qualität. Die ist hier nicht vorhanden.
Chor: die Artikulation ist übertrieben, obwohl dies sonst etwas ist, das bei Chören nie übertrieben sein kann. Man fühlt sich unwohl. Männerchor: akzeptabel, Frauenchor: Schwächen bei der Intonation Solisten: farblos. Brownslee: ok, aber nicht überragend; Matthews: Intonationsschwächen; Gerhaher: näselnd und bemüht. Dirigent und Orchester: rastlos, schnell, das Zusammenspiel zerfällt streckenweise. Keineswegs klar. Zusammengenommen: eine überflüssige Einspielung, mit schlechter bis mittelmäßiger Interpretation.
Orchester tadellos, Solisten eher farblos, 21. März 2005
Eine gute Aufnahme, aber nicht mehr. Die Berliner Philharmoniker spielen tadellos, aber die ziemlich farblosen Solisten können sich mit denen älterer Einspielungen nicht messen. Wer auch einen optischen Genuss dazu haben möchte, sollte sich die Ponnelle-Inszenierung auf DVD (mit dem Dirigenten Kurt Eichhorn) besorgen. Mit Solisten wie Hermann Prey und Lucia Popp einfach unschlagbar.
Aus dem "Städtezweikampf" ging eindeutig Wien als Sieger hervor. Denn das Neujahrskonzert lag schon kurze Zeit später auf SACD vor, also in einer Klangqualität, die man bei EMI vergeblich sucht. Da war man im Geschehen mitten drin. Auch bot das Wiener Programm viel Neues. Sir Simon hingegen setzt auf Anbiederung an die Popkultur (Überbetonung des Rhythmus), um die Zuschauerbasis zu verbreitern. Ein untaugliches Rezept.
Leider, leider..., 18. Februar 2005
Leider kein Vergleich zu der TV Übertragung vom Silvester 2004, die mich absolut begeistert hatte. Ich hatte die CD schon zuhause, aus dem Jahr 1994 mit dem Saint Louis Symphony Orchestra and Chorus Leonard Slatkin. Aber als ich die Übertragung aus Berlin sah, habe ich mir sofort vorgenommen, mir die Aufnahme zu besorgen.Konnte allerdings meine Begeisterung nicht mehr verstehen - beim anhören der neuen CD. Als Vergleich habe ich mir sofort die ältere CD angehört und festgestellt, das ich mir das Geld für die neue hätte sparen können! Kein Vergleich zu der Faszination der TV Übertragung!
Eine interessante Interpretation, 6. Februar 2005
Eine sehr moderne Carmina Burana. Rattle hat Orff etwas gegen den Strich gebürstet. Extrem schnelle Tempi ergänzen sich mit dem Ausschöpfen des gesamten Dynamikumfangs. In Taberna Quando Sumus wird vom gemütlichen Trinklied zum Soundtrack einer berauschten Partynacht. Das hohe Tempo und die Dynamik lassen Assoziationen an moderne Popmusik aufkommen.
Kein muss, aber gut, 2. Februar 2005
Ich habe im Fernsehen übertragen zu Sylvester das Konzert sehr genossen und war begeistert. Va wegen Rattle, teils wegen des Baritons (manchmal meh'hrere Probleme).Die Begeisterung habe ich beim Anhören der Aufnahme (offenbar ein Zusammenschnitt dreier Aufführungen) nicht mehr empfunden. Eine gute Aufnahme, das zweifellos, und insofern jedenfalls empfehlenswert.
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