Kundenmeinungen
Austrian Roadmovie - mehr Untertitel bitte... , 26. September 2008
Josef Hader hat es mir -spätestens- seit seiner Rolle in "Komm, süßer Tod" angetan - wenn Ihnen der Kaberettist Hader bekannt ist und Sie Gefallen an dessen "Bühnenarbeit" gefunden haben, werden Sie vom Schauspieler sicherlich begeistert sein. Haders Mimik kommt in seiner Rolle des ewig mürrischen Kontrolleurs Bösl richtig gut zum Tragen - Minuten vergehen, bis Heinz Bösl sich erstmals dazu berufen fühlt, seinem jungen / überkorrekten Kollegen Fellner (gespielt von Alfred Dorfer) zu antworten... - die gemeinsame Dienstreise beider so unterschiedlich tickenden Kollegen entwickelt sich zum Showdown zwischen Maulfaul-Bösl und Schwätzer-Fellner.... Anstrengend ist der Film jedoch für den des gesprochenen Dialektes ungeübten Zuschauer (z.B. für mich als Piefke) - dieses "Problem" wurde z.B. in "Komm, süßer Tod" wesentlich besser gelöst, da dort die erklärenden Untertitel häufiger zum Einsatz kamen - somit erschließt sich hier mancher Gag leider erst nach zweiter, bzw. dritter Wiederholung der Dialoge... - aus dem Grund ziehe ich auch einen Stern ab.... Trotzdem - "Indien" - ein wirklich sehenswerter Film, dessen Handlung der Sprung aus dem Komödienfach, hin zur Tragödie, ab der Filmmitte, wirklich gut gelungen ist!
Tiefe herzliche Freundschaft., 21. April 2008
Zwei grundverschiedene Charakteren müssen berufbedingt als Inspektoren in der Gaststättenkontrolle zusammenarbeiten. Der ältere Heinz Brösel, desillusionierter Misanthrop und Platzhirsch in dem kleinen alten Ford, konfrontiert gleich von Anfang an den jüngeren Neuen" (Kurt Fellner), mit seinen Eigenarten. Die lange Zeit auf engem Raum führt dazu, das die beiden Männer sich arrangieren müssen. Es folgen muntere Debatten über Gott und die Welt. Aus den zwei Fremden werden Kollegen und bald auch Freunde. Als Fellner schwer erkrankt, steht Brösel zu ihm und hilft ihm durch den schweren Lebensabschnitt.Die traurigschöne Geschichte wird mit giftigem österreichischem Humor erzählt. Die zahlreichen Dialoge der beiden Protagonisten sind das Herzstück des ganzen Films und decken folgenrichtig mit ihren Themen das ganzen Universum ab. Pittoreske Szenenbilder und eine dezente Kameraführung führen den Zuschauer nah an die Ereignisse heran.
super film!, 3. Januar 2008
die handlung spitze, die location super. es kommt das schöne gefühl dieser eigentlich trostlosen gegend zum vorschein. tolle schauspieler.problem ist leider die schwache bildqualität.und das traurige ende. das mit dem hodenkrebs ist makaber. darum werde ich mir den film leider nie mehr anschauen.
Miserable Qualität, 20. August 2007
Auch wenn dieser Film schon etwas älter ist sollte es doch möglich sein daraus eine ordentliche DVD-Fassung zu erstellen. Die Bildqualität kann beim besten Willen nicht überzeugen. Schlechte Auflösung, schwarze Streifen auf der linken und rechten Seite, nicht zentriertes Bild.
Grandioses Roadmovie durch Niederösterreich, 20. Februar 2007
Der aufstrebende Kurt Fellner (Alfred Dorfer) wird zusammen mit dem gesetzten Spießer Heinz Bösel (Josef Hader) in einem alten Ford Taunus durch Niederösterreich geschickt, um heruntergekommene Gasthöfe zu evaluieren. Von Beginn an sind sich die beiden unsympatisch, Heinz lässt sich dankbar mit Weinflaschen korrumpieren, was Kurz anfänglich zu verhindern versucht. Durch die Trostlosigkeit ihrer Aufgabe wie der Umgebung sind sie jedoch gezwungen sich miteinander zu beschäftigen. Allmählich entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, die in einer bizarr-rührenden Szene endet. Der Film entwickelt sich über extreme Gegensätze: Die Charakteren nähern sich an, während die Diskrepanz zwischen den trostlosen Kulissen und den immer philosophischeren Dialogen mehr und mehr zunimmt. "Indien" gehört zu den ganz wenigen Filmen, in denen einfach alles stimmt: jede Szene, jede Einstellung, jedes Wort in den Dialogen. Hader und Dorfer sind ein kongeniales Duo. Unübertroffen ist die Szene, wo die beiden beschließen sich zu duzen, während der eine gerade ein großes Geschäft erledigt und der andere vor der Tür wartet. "Indien" ist einer der komischsten Filme, die ich kenne und verkörpert wie kein anderer Streifen den morbid-bösen philosophischen Humor, um den ich die Österreicher aufrichtig beneide.
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