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Matthäus: Das 1. Evangelium nach Matthäus

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Das 1. Evangelium nach Matthäus

von Matthäus

mit Enrique Irazoqui Susanna Pasolini Margherita Caruso

Regie: Pier Paolo Pasolini

Kinowelt Home Entertainment/DVD

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Endlich!, 3. September 2007

Endlich ist er da. Zwar seit einiger Zeit schon, doch ich muß meiner Freude und meinem Dank auch Ausdruck verleihen. Als kleines Kind mit 8 Jahren habe ich dieses Meisterwerk zum ersten Mal gesehen. Schon damals hat mich die Schlichtheit gepackt. Der Ausdruck dieses s/w Streifens ist einmalig. Er unterstreicht die Schlichtheit, ebenso wie es die Laien-Darsteller schaffen, diesem Film die besondere Note zu verleihen. Pasolini hat hier etwas von (ewigem) Wert geschaffen. Dem Betrachter obliegt es nun, aus der Geschichte zu lernen. Das heißt: Matthäus lesen und nach dem Evangelium auf den Ruf Jesu hören: Matthäus steh auf und folge mir nach. Ich wünsche jedem Zuschauer den reichen Segen des lebendigen Gottes! Amen!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Meisterwerk nach Matthäus, 23. März 2007

Die meisten Film-Experten sehen in diesem jetzt neu als DVD aufgelegten Klassiker immer noch den besten Kinofilm über Leben und Werk Jesu - und das, obwohl der Italiener Pier Paolo Pasolini, Urheber obszöner und blasphemischer Machwerke, sich nicht gerade als Regisseur für eine wortgetreue Bibel-Verfilmung empfahl. Eher war etwas in der Art zu erwarten, wie es später Martin Scorsese mit seinem spekulativen Streifen "Die letzte Versuchung Christi" ablieferte. Doch offenbar konnte der kommunistische Kultregisseur auch anders. Sein einfaches Rezept: das Matthäus-Evangelium als Drehbuch.
Der Anfang ist Schweigen, entsetztes Schweigen. Wie kann Maria schwanger sein, obwohl sie doch von keinem Manne wusste? Es sind Gesten, die den Film bestimmen, nicht Dialoge. Die wiederum entstammen allesamt der Bibel. Braucht man mehr für einen authentischen Jesus-Film?
Der erste Auftritt des Galiläers am Jordan: eine Offenbarung, auch filmisch. Johannes der Täufer - ohne Rauschebart - sieht aus wie ein Bauarbeiter oder Kranführer unserer Tage. Immer wieder wirkt diese eigentümliche Stärke des Films: Er zeigt Menschen mit Gesichtern von heute, unmaskiert. Es ist gespenstisch: ein Lahmer, ein Aussätziger - plötzlich ist er einer von uns, keine Figur mehr in einem seelenlosen Sandalenfilm. So kommt die Botschaft des Gottessohnes uns besonders nahe. Die Kulissen: eher schlicht und ohne die Erhabenheit von Hollywoods Monumentalepen. Erhaben ist hier nur einer: der König der Könige. Unterstrichen wird das meditativ-kontemplative Gepräge des spröde-spartanischen Schwarzweißfilms durch die Musik: Der experimentelle Mix aus Kirchenchorälen, Orchestermusik und Gospelgesang war 1967 für den Oscar nominiert.
»Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet«, steht in Matthäus, Kapitel 21. Fast scheint es so, als habe Gott diesen Satz verbildlichen, versinnbildlichen wollen: indem er ausgerechnet einen "Heiden und Sünder" dazu bestimmte, diesen faszinierenden Film über seinen Gesalbten zu schaffen. Eines jedenfalls ist klar: Der Verdacht, der für provokante und tendenziöse Skandalfilme berüchtigte und 1975, nach dem Dreh der obszönen "120 Tage von Sodom", unter bis heute nicht ganz geklärten Umständen (verhaftet wurde ein Strichjunge) ermordete Regisseur würde Jesus zum Sozialreformer degradieren oder zum Hippie herabwürdigen, bestätigt sich nicht: Pasolini zeigt Jesus als unerschütterlichen Menschensohn, einen, der immer die Menschen um sich herum im Blick hat. Die göttliche Natur und Autorität des Messias bleibt dabei unangetastet. Und das macht Pasolinis (übrigens Papst Johannes XXIII. gewidmetes) Werk - mag er tausendmal Atheist gewesen sein - zu einem filmhistorischen Ereignis, noch heute so lebendig und aktuell wie die Stimme des berühmten Rufers in der Wüste.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Pasolinis Meisterwerk!, 7. November 2006

Ich war sehr neugierig und auch ein wenig skeptisch , nach all dem was ich über Pasolinis filmerischen Ansatz zum Matthäus-Evangelium gehört hatte: Laiendarsteller, gedreht in Italien (übrigens an denselben Orten, an denen Mel Gibson 40 Jahre später "Die Passion Christi" drehte), der Regisseur selber ein bekennender Atheist und Marxist (wenn auch ohne Parteibuch)...

Um es kurz zu sagen: Ich bin schlicht und einfach begeistert von diesem Film!

Die karge Landschaft und die schwarz-weißen Bilder lassen erahnen, in was für einer Welt Jesus Christus gewirkt hat, man hat fast das Gefühl, eine Dokumentation zu sehen.
Ausserdem hat es mir gefallen, dass Pasolini sich wirklich wörtlich an das Matthäus-Evangelium gehalten hat und uns nicht einen verkitschten, nur sanftmütigen und nachgiebigen Jesus präsentiert, sondern Christus ín all seinen Facetten darstellt. Auch die Darstellung der Wunder war wunderbar unaufgeregt und ohne großes Bimborium: Sie passierten einfach ...

Es hat mich gefreut, dass Pasolini diesen Film von 1964 dem unvergessenen und geliebten Papst Johannes XIII, dem Papst des II. Vatikanischen Konzils, gewidmet und er auch von katholischer Seite viel Beifall bekommen hat.
Genau wie Gibsons "Passion Christi" das eigenwillige Statement eines engagierten Filmemachers, welches herausragt unter all den allzu süßlichen Hollywood-Verfilmungen, die aus Christus abwechselnd den ersten liberalen Weltbürger oder einen Sozialarbeiter machen wollen, nicht aber ihn als das darstellen wollen, als was die Evangelien ihn beschreiben: als den Sohn Gottes, der mit seinem Leben, Sterben und Auferstehung der Menschheit einen Maßstab und - manchmal brutal, manchmal liebevoll - die Menschen aufforderte umzukehren und somit Hoffnung auf Erlösung (sprich: das Ewige Leben mit und bei Gott) gegeben hat.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Beste Verfilmung - unerreicht und großartig in seiner Darstellung, 30. Oktober 2006

Die Beste Verfilmung der Figur Jesus Christus. Ohne Pomp und großes Geschrei - nur mit Laienschauspielern - großartiger und beeindruckender film der sich eng an die Schrift hält und deshalb für alle wirklich interessierten Menschen empfehlenswert ist. Wer großes Spektakel sucht ist hier falsch am Platze. Ich liebe diesen Film und kann ihn immer wieder anschauen.
Ja - so könnte es gewesen sein zur Zeit Jesus Chrisus.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wer eine übliche Verfilmung der Passion Christi erwartet..., 8. März 2006

... oder eine moderene Interpretation der Figur Jesus erhofft, sollte von diesem Film die Finger lassen. Das ganze Werk hat nichts von der gewohnten Manier mit monumentalen Szenen, teils laut und reißerisch adapiert. Begonnen beim Schwarz- Weiß- Film ist dieses Werk eine einzige Reduktion. Die Inszenierung wirkt wie eine Aufführung im Schultheater oder ein Kammerspiel. Pasolini kommt ohne aufwändig gefertigte Nachbauten als Kulissen aus. Massenszenen und orientalische Bazaratmosphäre bleiben außen vor. Die Schauspieler agieren unaufgeregt, ohne Pathos und zollen somit ihren Tribut an die allgegenwärtige Tristesse, die das äußere Erscheinungsbild dieses Filmes bestimmt.

Einerseits macht diese Art der Verfilmung das ganze eindringlich und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Wesentliche, gleichsam den Kern des Stoffes. Dieser Vorteil zeigt sich besonders bei der Kreuzigung. Ohne viel Blut, lautes Geschreie und Nahaufnahmen von Nägeln, die sich durch Arme bohren, überträgt sich die Schauerlichkeit der Ereignisse aus dem Gesicht der Maria. Dass Jesus so leise leidet und stirbt ist eine einzige Anklage an seine Richter und Henker.

Andererseits sorgt der Minimalismus über die gesamte Strecke des Werkes hinweg ermüdend auf den Betrachter. Aufwühlend wirkt hingegen die Musik. Ein stiller Film, ungewöhnlich inszeniert aber in seiner Aussage unfehlbar.




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