Kundenmeinungen
hoffnungslose Schicksale, keine Identifizierungsmöglichkeit, 13. Dezember 2007
Gut an dem Film ist die unkonventionelle Szenenabfolge. Die Reihenfolge ist nicht konsequent chronologisch, sondern wild durcheinandergeschmissen. So entsteht eine schöne Collage.
Was ich jedoch als negativ bewerte sind die sehr deprimierenden Einzelschicksale. Am Ende ist man froh, normal zu sein, wenn man das Glück hat, von fürchterlichen Schicksalsschlägen verschont geblieben zu sein, und dafür auch dankbar.
Lieblingszitate:
"How many lives do we live,
how many times do we die?"
Das Gedicht:
"The earth turned to bring us closer
It turned on itself and in us
Until it finally brought us together
In a dream"
Ein Film der Kategorie TOP 100, 30. September 2007
Die Story wechselt die Zeiten wie andere die Scenen -
wär sich auf dieses Spiel mit den Zeiten einlässt wird belohnt mit einem der besten Filme die ich je gesehen habe
(bei mir schafft er es locker in die Top 20)
Eine gute Story die von den drei Hauptdarsteller Sean Penn, Benicio DelToro, Naomi Watts perfekt getragen wird.
Das Drama steigert sich bis zur restlosen Auflösung in einen unendlich tiefen Abgrund der menschlichen Psyche.
Von mir dicke 5 Sterne !
Wahnsinns toll, 31. August 2007
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Es ist unglaublich auf so eine Art und Weise solch tragische Geschichte(n) zu erzählen. Der Regisseur (Alejandro González Iñárritu) ist ein MEISTER!Und die Schauspieler großartig!
Unter die Haut gehend, 17. August 2007
Man könnte sich fragen, wie depressiv ein Mensch sein muss, um sich eine so tragische Geschichte auszudenken, in der es um Tod, Schuld, Liebe und Krankheit geht. Man könnte, wenn man nicht wüsste, dass das wahre Leben oft genug solche Geschichten beinhaltet.
Nicht nur, dass die Charaktere allesamt in entsetzliche Situationen befördert werden, sondern dass sie diese auch noch in einem Moment erfahren, da sie dachten, sie hätten endlich ihr Leben in den Griff bekommen:
Christina Peck (Naomi Watts) hat eine Vergangenheit als Drogensüchtige hinter sich und erzählt gleich zu Anfang an ihrer Therapiegruppe, wie ihr Mann und ihre Töchter ihr jeden Tag Kraft geben würden, die Sucht zu überwinden und nicht rückfällig zu werden. Und dann muss sie erfahren, dass die drei auf dem Heimweg von einem Auto totgefahren wurden. Eine grauenerregendere Vorstellung kann es wohl nicht geben!
Jack Jordan (Benicio del Toro) saß andauernd im Knast, will seine kriminelle Vergangenheit jedoch endgültig hinter sich lassen, um für seine Familie da zu sein und glaubt dies, nur durch Gottes Hilfe zu schaffen. Er ist ein radikal-fundamentalistischer Christ geworden, was seiner Frau allerdings gar nicht gefällt, weil sie meint, ihn gar nicht mehr als ihn selbst wiederzuerkennen. Und ausgerechnet, als eine Feier zu seinen Ehren abgehalten werden soll, überfährt er Christinas Mann und Kinder und flüchtet noch dazu vom Unfallort.
Paul Rivers (Sean Penn) hat ein krankes Herz und kaum noch zu leben, es sei denn, es fände sich ein Spenderorgan, das er schließlich durch Christinas toten Mann erhält. Es scheint alles gut für ihn zu sein, doch er hat Probleme mit seiner Frau und ist versessen darauf, herauszufinden, wer es war, dem er sein Leben verdankt. Als er Christina findet, verliebt er sich unsterblich in die schöne Frau, die in ihrer Verzweiflung wieder rückfällig und erneut eine Sklavin von Alkohol, Kokain und Pillen geworden ist.
Der Film lebt einmal von der Erzählart - die Handlung wird nicht auf einer Zeitebene erzählt, vielmehr werden Szenen aus verschiedenen Zeitabschnitten scheinbar zusammenhangslos hintereinander gezeigt. Anfangs ist man dadurch noch etwas verwirrt, doch nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen. Das mag nicht jedermanns Sache sein, ich dagegen finde das sehr interessant; man muss ja nicht immer nach dem Standardschema vorgehen. So ähnlich macht das ja auch Quentin Tarantino, auch wenn das natürlich eine ganz andere Art Filme ist.
Kunstvoll ist es allemal, wie Alejandro Gonzalez Inárritu die drei Schicksale der Hauptpersonen und die zeitlich unterschiedlichen Szenen zusammenfügt. Und selbst unter eben diesen direkt aufeinander folgenden zeitlich unterschiedlichen Szenen stellt er Zusammenhänge her (die ich allerdings natürlich nicht vorweg nehmen möchte), die einem möglicherweise auch erst nach mehrmaligem Sehen des Films auffallen.
Außerdem lebt der Streifen von der hervorragenden Kameraarbeit und der effektiv eingesetzten Musik, besonders hervorheben muss man jedoch die schauspielerischen Leistungen. Sean Penn und Benicio del Toro sind wirklich exzellent, aber - mal wieder - absolute weltklasse ist Naomi Watts. Wie sie die verschiedenen Emotionen von Christina - zerbrechlich-verletzlich, wütend, verzweifelt - darstellt, ist nicht zu toppen. Es ist mir ein Rätsel, wie sie für diese Leistung keinen Oscar kriegen konnte. Aber zu dem Thema sagen wir mal lieber nix...
Ein Film, der wie gesagt unglaublich depressiv und traurig ist, was das Leben aber oft genug eben auch ist. Ohne Pathos und ohne Kitsch wird hier großes, unter die Haut gehendes, authentisches Kino geboten.
Traurig... Tragisch...., 17. Juli 2007
Der wirkliche Inhalt der Story ist wirklich heftig, und tragisch sowie entsetzlich traurig, wenn man sich soeetwas am eigenen leib vorstellt. Harte Schicksalsschläge treffen auf diesen menschen... Es geht um eine frau, deren mann und zwei töchter von einem auto überfahren werden (Eine grausame vorstellung. Ich bin selbst verheiratet und hab ein baby... die vortellung wäre unerträglich) ... es geht auch um das leben desjenigen, der es getan hat und um einen man dessen herz er gespendet bekommt, von den vater der mit seinen töchtern überfahren wurde.Der Film ist im wahrsten sinne des wortes deprimierend.
am anfang werden sehr sprunghaft szenen gezeigt, dessen verbindung miteinander man nicht im geringsten zusammenfügen kann... alles ist sehr verwirrend.
Dann allerdings bildet sich stück für stück ein schema... ein bild und man begreift die zusammenhänge. Der Regisseur hat hier eine grandiose leistung vollbracht und ein film geschaffen, dessen geschichte man nie vergisst. Die schauspieler hinterlassen eine heftig überzeugende leistung.
Dieser Film ist wahnsinnig sehenswert! Ich kann ihn nur empfehlen, besonders für leute die nicht auf oberflächlichen,kitschigen hollywood-scheiß stehen, besonders für jene die tiefgründige anspruchsvolle filme mögen. Denn das ist dieser Film!
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