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Microsoft: Halo 2

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Halo 2

Microsoft

Artikelbewertung: preisvergleich rating preisvergleich rating preisvergleich rating preisvergleich rating preisvergleich rating  (4 Punkte bei 123 Bewertungen)

System: Xbox



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07/Sep/2008 - 12:25




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Chef im Ring, 1. Dezember 2007

Zu den wenigen Videospielen, die man tatsächlich als Meilenstein bezeichnen darf, gehörte sicherlich Halo für die (alte) X-Box von Microsoft. Darüber will ich jetzt aber nicht lange erzählen, denn erstens wissen die Interessierten dies schon längst und zweitens würde ich von den Desinteressierten bestenfalls ein gelangweiltes Achselzucken ernten. Der Nachfolger Halo 2 für die X-Box gehört jedenfalls zum Genre der Egoshooter, die Erwartungen waren riesengroß, speziell was die Inszenierung anging, sorgte seinerzeit der Vorgänger für ungläubiges Staunen und Euphorie zugleich. Dass dieses Ballerspektakel nicht allein dem Solospieler vorbehalten bleiben sollte, war zu erwarten, so kommt es wenig überraschend, dass sich offline vier Gleichgesinnte und via Link-Kabel und entsprechender Konsolen oder online sechzehn Zocker die Projektile gegenseitig um die Ohren ballern dürfen. Beziehen möchte ich mich zunächst auf die Solokampagne, werfen wir somit einen Blick auf die Hintergrundgeschichte, die um ehrlich zu sein kein Feuerwerk an Innovationen bietet, weder abwechslungsreich noch überaus spannend erzählt wird. Einer der wenigen (zumindest leichten) Negativpunkte, wie ich meine. Doch letztlich handelt es sich um ein derbes Ballerspiel und da kommt es traditionsgemäß nicht allzu sehr auf eine komplexe Handlung an. Die Präsentation ist famos und lässt uns voller Faszination sehr tief in eine dichte Atmosphäre eintauchen.


Das bitterböse Bündnis überaus fieser extraterrestrischer Wesen wurde erfolgreich besiegt, unserem Protagonisten Master Chief war dies hauptsächlich zu verdanken. Der Planet Halo liegt in Schutt und Asche bzw. wurde komplett zerbröselt, die außerirdische Bedrohung für unsere Spezies scheint gebannt. Superheld Master Chief ist gerade auf dem Weg zur Erde, auf der ihm gehuldigt werden soll. Kurz bevor die Ehrung endgültig durchstarten kann bzw. die Zeremonie gerade begonnen hat, erfolgt der große Schock: Raumgleiter eben jener eigentlich besiegten Covenant-Rasse durchbrechen den Schutzbereich der Erde und überfluten den Himmel, die Erdbevölkerung scheint offensichtlich Opfer eines heimtückischen Überraschungsangriffs, die Auswirkungen kann sich jeder von uns wahrscheinlich vorstellen. Natürlich zögert unser Superheld keine Sekunde und nimmt in zwölf Missionen den Kampf mit dem außerirdischen Gesocks auf. Und wieder sind es die Flood-Parasiten, die uns mächtige Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Da wir nahezu unzerstörbar sein wollen und auch müssen, kommt unserer Ausrüstung eine extrem hohe Bedeutung zu: müssen wir Treffer einstecken, erreichen aber für zumindest wenige Sekunden einen sicheren Platz, lädt sich unser Energievorrat wieder auf, dank unseres Schutzanzugs werden jene empfindliche Treffer quasi absorbiert. Mit Maschinengewehr, Scharfschützenwumme oder Plasmapistole heizen wir den Aliens ordentlich ein und dies sozusagen ohne Verschnaufpause. Haben wir kurz eine Hand frei was nicht gerade oft vorkommt bietet sich das Schmeißen von Handgranaten an, die Wirkung lässt selten lange auf sich warten: Projektile, Munitionshülsen, explodierende Granaten und auch verschleimte Organteile der frisch zerstückelten oder durchlöcherten Alien-Meute fliegen durch die Luft. Einfach lecker. Ab und an gehen selbst dem größten Helden angesichts der numerischen Überzahl der Feinde die Munition aus, dann heißt es im Nahkampf per Gewehrkolben oder ähnlichem den gegnerischen Schädel zu zerschlagen. Sehr gerne greifen wir im späteren Verlauf des Spiels auf ein mysteriöses Schwert der Außerirdischen zurück, bei dessen Handhabung jeder Hobby-Metzger sehr ordentlich auf seine Kosten kommen sollte, schätze ich. Doch es wird nicht nur drauflosgeballert, zuweilen bietet es sich an, sich als Meister der Tarnung zu zeigen, einige Missionen erfordern ein Höchstmaß an Stealth-Einsatzvermögen. Schließlich gibt es sogar Passagen, in denen wir das Ganze aus der Sicht der Aliens betrachten und die Vernichtung der menschlichen Rasse somit aus deren Sicht betrachten. Wer sich hier langweilt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.



Als Supertalent sind uns augenscheinlich jegliche Knarren der Aliens bzw. deren Bedienung bekannt und auch Geschütztürme, Kanonen, Panzer, Raumgleiter und Mechs stellen uns vor keine Probleme, wir sind ruckzuck Herr der Lage und preschen unvermittelt weiter voran. Was im Vorgänger noch ein Nachteil war, ist hier nicht mehr existent: abwechslungsreiche Schauplätze gibt es hier bei Halo 2 nämlich tatsächlich. In Raumschiffen der Aliens, auf verschiedenartigen Untergrund an der Planetenoberfläche oder in mystisch wirkenden gigantisch großen Gebäudekomplexen der Außerirdischen: langweilig wird es ganz bestimmt nicht. Diese gefallen in grafischer Hinsicht insbesondere durch ihren enorme Größe und den vorhandenen Detailreichtum, vielfältige und hochauflösende Texturen sind hier an der Tagesordnung. Wundervoll ergänzt wird das Ganze durch eine stets superflüssige Optik, ganz gleich, was gerade los ist bzw. wie viele Gestalten sich gleichzeitig au dem Bildschirm tummeln. Dies gepaart mit großen Figuren, herausragend guten Animationen und Unmengen an gelungenen Lichteffekten und Explosionen sorgt für ein grafisches Festmahl. 16:9-Breitbild, 60-Hz-Modus und deutsche Texte sind selbstverständlich mit am Start. Der außerordentlich beeindruckenden Grafik steht die Soundkulisse sensationellerweise in nichts nach. Einziger Makel: ab und an beobachten wir leider Pop-Ups, das möchte ich nicht verschwiegen. Ein wuchtiger Soundtrack und glasklare Soundeffekte ertönen in feinstem Dolby Digital, besonders letztere begeistern durch ihr hohes Maß an Abwechslung, zuweilen wird es sogar richtig gruselig. Schrille Töne durch sich verbiegendes Metall, knarrendes Holz, vereinzelte Kratz und Klopfgeräusche sorgen für richtigen Thrill. Oftmals ist niemand zu sehen aber sehr wohl zu hören, erblicken wir schließlich den Feind, kann es oft zu spät sein bzw. ist dann unsere Reaktionsschnelligkeit gefragt. Schockmomente sind somit vorprogrammiert, versteht sich. Ein Patzer aber auch hier: die deutsche Synchronisation ist eher ein Schuss in den Ofen, es ist mir absolut unverständlich, wie unser Held einen dermaßen schlappen Sprecher bekommen konnte. Großer Mist. Den hervorragenden Gesamteindruck stört dies zwar nicht wahnsinnig, aber bemerkbar macht es sich trotzdem.


Ein Sonderlob gebührt aber nicht nur der famosen Präsentation, sondern auch er hervorragenden Steuerung, die wirklich keine Wünsche offen lässt. Ohne längere Eingewöhnungsphase sind wir im Grunde selber darüber überrascht, wie butterweich uns die Aktionen von der Hand gehen. Die Kollisionsabfrage ist topp, das Prozedere schnell verinnerlicht und die Aktionen dennoch angenehm vielfältig. Dauerfeuerorgien in Form von Massenschlachten auf weiter Fläche wechseln sich mit Stealth-Aktionen auf engstem Raum ab, bei denen ein sehr gutes Timing gefragt ist. Segnet Ihr das Zeitliche, könnt Ihr dies im Regelfall nicht auf Steuerung und auch nur selten auf die Kameraführung schieben. Im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad ist praktisch für jeden, aber auch wirklich jeden etwas dabei: von leicht bis heftig schwer ist quasi alles vertreten, so dass die Zielgruppe sehr groß ist. Zu guter letzt verdient auch die Beachtung des Mehrspielerspaßes ein Sonderlob, dieser hievt Halo 2 nämlich endgültig in den Hit-Bereich. Offline wie online sind hochspannende Schlachten, Splitscreenduelle, aber auch Kooperationsmodus zu zweit ein Garant für langanhaltenden Spielspaß. Dabei gibt es wahrlich Unmengen an vorhandenen Spielmodi, nicht zuletzt die Clan-Funktion mit bis zu hundert Usern sowie der Spielspaß auf X-Box-Live mit personalisierten Spielfiguren ragen heraus. Dabei dürfen wir auf Wunsch selbstverständlich auch die Aliens übernehmen. Weder offline noch online gibt es Langeweile, zu gewaltig ist die Auswahl an Möglichkeiten, sich alleine, zu zweit, zu viert oder eben mit noch viel mehr Gleichgesinnten sich via X-Box Live auszutoben. Jedes Kampfgebiet ist dabei derart unterschiedlich, dass unterschiedliche Taktiken zweifelsohne gefragt sind. Umfang, Abwechslungsreichtum und Langzeitmotivation sind hier somit definitiv Trumpf.


Bis auf wenige Schnitzer (lahme deutsche Synchro, gelegentliche Pop-Ups, banale Story) hat Entwicklerteam Bungie mit Halo 2 etwas herausragend Gutes vollbracht. Zu einem (viel zu oft herangezogenen) Genial möchte ich mich nicht hinreißen lassen, zumal sich die Story an sich als wenig fesselnd und auch ganz bestimmt nicht kreativ zeigt. Die Präsentation ist allerdings grandios, sowohl teils atemberaubende Grafik als auch bombastische Soundkulisse sind einfach großartig. Darüber hinaus freuen wir uns über eine fantastische Steuerung und eine formidable Auswahl an Mehrspielermodi sowohl offline als auch online. Der Frust hält sich angesichts der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade auch in Grenzen, so dass eigentlich nicht mehr viel übrig bleibt, was es noch zu sagen gäbe: wer Science-Fiction-Ballerorgien auch nur im Ansatz etwas abgewinnen kann, muss diesen X-Box-Titel einfach kennen. Selbst Genre-Fremde sollten zumindest einmal Probespielen, um Halo 2 einmal erlebt zu haben. Wer dieses Game nicht kennt, hat etwas verpasst. Spielspaßwertung: 92%.



PLUS --> Grandiose Grafik, fantastische Soundkulisse, Action und Abwechslung satt, sensationelle Steuerung, Multiplayer sowohl offline als auch online gigantisch


MINUS --> Sehr lasche deutsche Synchro, gelegentliche Pop-Ups, Handlung wenig innovativ und auch nicht sonderlich fesselnd


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine narrative Entgleisung, 17. Oktober 2007

"Halo 2" setzte 2004 Industriestandards was dessen kommerziellen Erfolg betrifft: erstmals war ein Spiel an den Kassen erfolgreicher als Hollywood. Seither ist das zwar schon öfter geschehen - das kulturelle Ansehen von Videospielen ist dabei aber nur relativ gestiegen...

Aber lassen wir das - zurück zum eigentlichen Titel: "Halo 2" unterscheidet sich in einigen Punkten gravierend vom Vorgänger, jedoch nicht im Singleplayer-Gameplay, das mehr oder weniger das gleiche in aufwendigeren, aber nicht unbedingt beeindruckenderen Kulissen bietet wie Teil 1.
Technisch war die erste Xbox zu dem Zeitpunkt gegenüber dem PC Sowieso schon etwas ins Hintertreffen geraten.
Anders an der Einzelspielererfahrung von "Halo 2" ist dessen Iszenierug mit opernhaften Zwischensequenzen welche dem mysteriösen ganzen des ersten Teils leider praktisch alles nehmen was es faszinierend gemacht hat, wobei ein "Halo" so in erster Linie schon immer über seinen phänomenalen Sound und die ebenso gewitzten wie witzigen bis niedlichen Aliens funktioniert hat. Darüber hinaus wurde zum schablonenhaften Master Chief ein fragwürdige Ziele verfolgendes Alien als zeitweiser Spielercharakter hinzugefügt, der einem quasi bis zum Schluß jedoch leider fremd bleibt, da jede emotionale Bindung zu dieser Figur weitgehend fehlt.

Neu sind aber vor allem auch die Multiplayer-Optionen in "Halo 2", welche zum langfristigen Riesenerfolg des Titels führten. Die 11 Mitgelieferten Karten können dabei in den unterschiedlichsten Disziplinen gespielt werden und haben wesentlich zum Erfolg des ersten Xbox Live beigetragen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Soloplayer Mode: Zwei Schritte vor, drei zurück, 18. August 2007

Eins vorweg.
Halo ist ein Vorzeigetitel für die X-Box was Action angeht. Denonch hat es meine hohen Erwartungen nicht erfüllt.
Daher nur 4 Sterne in Spass.

Weshalb?
Halo macht vieles richtig was der Vorgänger falsch gemacht hat, ersetzt aber viele Besonderheiten des Vorgängers durch Verschlimmbesserungen. Daher 2 Schritte vor und 3 zurück wie der Titel schon sagt. Gesamtwertung hätte ich auch fast 4 Sterne vergeben.

- Zu Beginn fällt auf: Halo 2 macht da weiter wo Halo 1 aufgehört hatte und zwar was den Schwierigkeitsgrad angeht. Waren im ersten Teil Kämpfe gegen zwei Elitesoldaten gleichzeitig was großes, so ist das im zweiten Teil meistens das Minimum an Gegnern. Dadurch steigt der Schwierigkeitsgrad. Die geniale Spielballance von Halo 1 geht verloren. Die Level sind (im Gegensatz zum Vorgänger) so designt, dass es oft nicht darauf ankommt taktisch hinter der Deckung hervorzulurken und die Gegner taktisch nacheinander auszuschalten, sondern oft genug hat man es mit einer Horde Gegner zu tun und ist dieser ohne Deckung ausgeliefert. Das Resultat: Mehr Dauerfeuer weniger Taktik, mehr Bildschirmleben bleiben auf der Strecke. Das ist nen Schritt zurück im Vergleich zum Vorgägner. Und das ist eigentlich schon der Hauptkritikpunkt.
- Die Lebensenergieanzeige wurde wegrationalisiert. Warum weiss ich nicht. Das macht das ganze nochmal nen Stück schwerer. Weil nutzlos fand ich die in Teil 1 gewiss nicht.
- Die Taschenlampe leuchtet jetzt nur noch 3 Sekunden lang und geht dann wieder aus. Warum? Ich weiss es nicht. Es gitb nur ein Level, in der funktioniert die Lampe wie ducht Geisterhand länger. Die Taschenlampe kann sich nicht wieder aufladen. Entweder sie funktioniert weil's die Entwickler vorgesehen haben, oder geht gleich wieder aus.
- Oftmals poppen Hintergründe und Texturen doch auffällig in's Bild. Dabei sehen die Locations nicht mal schön aus. Da hab ich schon etlich schönere Levels in anderen Spielen gesehen. Reisst mich nocht vom Hocker. Kein Fortschritt zum Vorgänger erkennbar.

+ Neben dem Master Chief spielt ihr auch den Gebiete, einen Elitesoldaten. Dieser spielt sich gleich wie der Chief, hat jedoch statt der Taschenlampe die Tarnfunktion. Da kommt dann doch wieder etwas Taktik in's Spiel.
+ Anders wie in Teil 1 wiederholen sich her Spielabschitte nicht öfter. Sehr gut.
+ Neue Waffen, wie ein Brute Grenade Launcher, das Lichtschwert der Elites und mehr sind verfügbar.
+ Es ist möglich in jeder Hand eine Waffe zu tragen. Somit kann man zwei Needle Thrower aufnehmen was einfach nur ein verheerendes Resultat für den Gegner mit sich bringt. Dafür müsst ihr darauf verzeichtn beim Tragen zweier Waffen Granaten zu werfen. Es ist nicht möglich zwei Gewehre oder Rocket Launcher zu tragen. Das ist eine der wesentlichsten positiven Neuerungen. Obgleich man mit den Dual Waffen nicht unbedingt besser dran ist wie mit einer Waffe + Granate. Aber kann ja jeder für sich entscheiden.
+ Viel Action in Fahrzeugen. Ghost, Bungee, Jeep, Panzer, etc, etc. Sind wieder mit von der Partie. Ihr kämpft auch öfter gegen Flugobjekte. Das ist auch spannend.
+ Neue Gegner.
+ Hab's leider wieder in zu langen Abständen gespielt. HAtte aber das Gefühl dass das SPiel recht lang und Abwechslungsreich ist.
+ Synchro ist besser als in Teil 1. Definitiv.
+ Die KI Kollegen die oftmals mitlaufen sind dieses mal eine richtige Hilfe! Sehr gut.


Fazit:
Halo 2 legt was Action angeht im Vergleich zum Vorgänger noch ne deutliche Schippe drauf. Macht aber fast genausoviel schlechter wie der Vorgägner. Der Solo Player Mode konnte mich nicht ganz überzeugen. Zu oft fühlte ich mich hoffnungslos unterlegen. Klar, mit etwas Glück kann man sich durchballern. Aber sospannende Gefechte wie im ersten Teil blieben leider des öfteren aus. SInd zwar in Halo 2 auch enthalten. Aber nur spärlich.
Die Grafik hat sich auch nicht verbessert. Triste außenareale die an Textue und Polygonarmut leiden. Also den Punkt Atmo erfüllt KIllzone auf der PLaystation definitiv besser. Oder King Kong auf der Box. Atmo ist in Halo weit nicht so gut.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Halo 2 - der Meisterkoch kehrt zurück, 5. Februar 2007

Es gibt Spiele, die einen dermaßen großen Hype erzeugen, dass sie in den Abendnachrichten erwähnt werden. World of Warcraft gehört dazu, Counter Strike ebenfalls, und seit November 2004 auch Halo 2. Wenig Spiele wurden so herbeigesehnt wie dieses, und auf der Xbox nimmt die Fortsetzung von Bungies Launchtitel sowieso einen Sonderplatz ein.

Entsprechend schließt die Handlung fast nahtlos an das Ende von Halo an: der Master Chief kehrt zur Erde zurück und wird für seine begangenen Heldentaten geehrt - aber nicht lange, denn schon erscheint die Allianz, um endlich zu schaffen, was ihnen zuvor nicht gelungen ist: den "Dämon", wie sie den Master Chief nennt, zu überwinden und die Erde einzunehmen.
Während der Master Chief also den Kampf von der Erde zurück zur Zentrale der Allianz führt, weitere Ringwelten erforscht und als Kriegsmotiv eine Art religiösen Fanatismus entdeckt, entwickelt sich in der Allianz ein politisches Komplott. Natürlich tauchen auch die Flood wieder auf, bevor die Handlung nach wenigen Stunden recht abrupt in einem Cliffhanger endet.

Am Spielprinzip hat sich seit dem Kampf um die Zukunft nichts verändert. Man stolpert durch mehr oder weniger lineare Level und schießt solange auf alles, was sich bewegt, bis es sich nicht mehr bewegt. Wie im Vorgänger werden Wegpunkte abgegrast, neben korrektem Zielen und guten Reflexen erleichtert Planungsfähigkeit und Kausaldenken das Spiel ungemein, denn der Munitionsvorrat will gemanaged werden.

Auch diesmal kämpft der Master Chief nicht allein, sondern wird tatkräftig von KI-Soldaten unterstützt. Cortana ist im leicht geänderten Outfit ebenfalls wieder mit von der Party, genauso wie Sgt. Johnson, der sich wundersamerweise in den zweiten Teil retten konnte. Neu dazu kommt die Tochter von Cpt. Keyes, außerdem werden diesmal auch einige Außerirdische charakterisiert. Dazu gehört ein Elite mit dem passenden Titel "Gebieter", der die besondere Aufgabe hat, das Komplott innerhalb der Allianz aufzudecken - ebenfalls spielergesteuert. Eine der vielen Neuerungen in Halo 2 ist nämlich, dass sowohl in der Kampagne als auch im Mehrspielermodus Eliten gelenkt werden können.

Technisch wurde die Spielengine für Halo 2 stark renoviert. Die Entwickler scheinen Texturqualität einer höheren Polygonzahl geopfert zu haben, Level sind mit wesentlich mehr Objekten ausstaffiert, dafür ist alles schwammiger und gröber texturiert, teilweise fehlen Animationen aus dem ersten Teil wie die Tachoanzeigen in Fahrzeugen oder das Wabern der Allianzschilde. Trotzdem wirkt alles lebendiger und viel bunter, hebt sich aber weniger als der erste Teil von Crossplattformtiteln ab. Leider werden Texturen nun erst bei Bedarf geladen, was mehr als einmal zu merkwürdigen Effekten führt, wenn Oberflächen bei schnellen Schwenks und Szenewechseln mit Verzögerung "aufgebaut" werden.

Im Zuge der technischen Neuerungen wurden alle 3D-Modelle überarbeitet, einem würdigen Nachfolger entsprechend gibt es neue Waffen und Fahrzeuge. Was gesteuert werden kann, kann nun auch zerstört werden. An der Spielmechanik wurde ebenfalls gedreht: die Schilde funktionieren anders, Eigenschaften einiger Waffen und Einheiten wurden verändert, Fahrzeuge können erobert werden. Besonders viel Laune macht das Führen zweier beliebiger Einhandwaffen gleichzeitig.

Im Gegensatz zum ersten Teil sind die Multiplayerlevel diesmal allererste Sahne und "überholen" die Kampagnenlevel teilweise sogar. Es gibt wieder zahlreiche Einstellmöglichkeiten für die Spielmodi, besonders viel Spaß macht das Spielen über Xbox Live, dessen Matchmaking-Funktionen dermaßen umfangreich sind, dass sie fast schon einen eigenen Artikel wert wären. Schade nur, dass Bots ausschließlich beim Spiel über Microsofts kostenpflichtigen Netzwerkdienst möglich sind. Man könnte fast meinen, das hässliche Lachen der Marketingabteilung zu hören. Verglichen mit dem Vorgänger bekommt man diesmal das Gefühl, dass das Spiel um den Multiplayerpart herumgebaut worden und die Einzelspielerkampagne eher flüchtig angeklebt worden ist.

Halo 2 ist eine sehr gute Werbung für Halo 3 und Paradebeispiel in Sachen gelungene Fortsetzung. Viele Schwächen des ersten Teils wurden konsequent eliminiert, viele Stärken weiterentwickelt. Der Mut zur technischen Änderung ringt Respekt ab, und die Umsetzung muss trotz eventueller Kompromisse als äußerst gelungen gelten. Neben StarCraft ist Halo 2 das Spiel mit dem am besten optimierten Multiplayer-Part.

Als einzig echter Kritikpunkt bleibt das Kampagnendesign. Während des ungefähr zehnstündigen Durchspielens gibt es zwar weniger Repetitionsfrust als beim Vorgänger und die Level sind deutlich schöner. Leider ist auch alles deutlich kleinräumiger und noch linearer. Halo 2 ist zu kurz und zu leicht geraten, um das Fehlen spektakulärer Momente zu kaschieren. Vor fünf Jahren war Jeep- und Panzerfahren aufregend, inzwischen ist es Standard. Am glatt-blauen Spiegeldesign der Allianz hat man sich satt gesehen. Was fehlt, ist ein Element, dass zum Staunen anregt, das man vorher nicht gesehen hat; wenigstens etwas wie die Lichtbrücke. Insofern kann ich mir nicht verkneifen, den von Bungie kreierten metaphorischen Vergleich der feurigen Verfolgungsjagd von Hubschraubern und brennenden Ninjas mit 130 Sachen durch ein Krankenhauskomplex zu ergänzen: wenn Halo 2 in einem Krankenhausgelände spielt, fand der Vorgänger auf einem belebten Truppenübungsgelände statt.

Für Neulinge könnte es empfehlenswert sein, erst den ersten Teil anzuspielen. Man wird es danach leichter haben, sich in Halo 2 zurechtzufinden, besonders in Hinblick auf die getrost komplex zu nennende Steuerung. Außerdem kann es für die Handlung nicht schaden. Veteranen werden keine Probleme mit dem Wiedereinstieg haben, da das Spiel traditionell genug ist, damit sie sich sofort zurechtfinden. Es ist aber auch innovativ genug, um die "Faszination Halo" neu zu beleben.
Wer Halo gemocht hat, der wird auch Halo 2 lieben. Fans von First-Person-Shootern sei ebenfalls dazu geraten, wie auch Leuten, denen das Setting von StarCraft oder Alien vs. Predator gefällt.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein Spitzenspiel mit sehr langer Halbwertzeit, 2. Dezember 2006

Tja Halo 2. Was soll man noch gross drüber schreiben ? Über eine Online-Multi-Player-Legende.
Es kam Anfangs viel Kritik über das Gameplay und die Story der Missionen auf. Auch ich war beim Durchzocken enttäuscht. Man kann einige Punkte wie die Unübersichtlichkeit und die haarige Story bzw. deren Fortsetzung bemängeln. Aber das Online-Multi-Player-Game wiegt alles wieder vielfach auf. Noch viele Monate nach Kauf macht der Online-Part grossen Spass. Es wurden in der Tat Maßstäbe gesetzt und die ganze Halo-Fan-Gemeinde wartet auf den dritten Teil. Bis dahin wird dieser Teil gezockt. Weiterhin mit viel Freude.

Ergo: Absolutes Kaufempfehlung für ein legendäres X-Box-Live-Spiel. Jeder X-Box-Besitzer sollte das Spiel haben.




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