Kundenmeinungen
Kein wirkliches Filmvergnügen... schade!, 10. Juni 2006
Ein beinahe 3-stündiger Film, der mehr als 40 Jahre amerikanischer Geschichte umfassen soll, und das Schicksal dreier Frauen in dieser Zeit erzählt - nun gut.
Der Film beginnt zunächst auch recht vielversprechend mit einer spannenden Szene, in der ein Treck voller Frauen und Kinder die mexikanischen Truppen in die Irre führt, damit diese wiederum von den texanischen Verteidigern in der folgenden Schlacht vernichtend geschlagen werden können - und Texas zuletzt ein amerikanischer Bundesstaat werden kann. Danach hingegen fällt der Film jedoch merklich ab.
Während das Schicksal der beiden in Texas lebenden Schwestern für den Zuschauer noch leidlich interessant bleibt - wenn auch unglückliche Filmschnitte und in der DVD-Version ganz offensichtlich fehlende Szenen das Filmvergnügen schmälern - wird die Geschichte der dritten Frau (dargestellt von Angelina Jolie), die in Georgia beginnt und in Texas schließlich ihr Ende findet, zunehmend ärgerlicher. Der Grund hierfür liegt, neben Schwächen des Drehbuchs, in erster Linie an der Darstellung Angelina Jolies, die ich in diesem Film für äußerst schwach halte - dafür zwei Punkte Abzug!
Einen weiteren Punkt Abzug erhält "True Women" für den vergeblichen Versuch auch brisante Themen wie Sklaverei und das Frauenwahlrecht zu behandeln - auf eine derart moralisierende Art, dass der Zuschauer schon bald nichts mehr davon wissen mag!
FAZIT: Schade, man hätte aus diesem Stoff wahrlich mehr machen können...
Einer der besten Western, die ich je sah!, 16. Januar 2006
Man muss dem deutschen DVD-Anbieter MIB wirklich dankbar sein, dass er diesen Film - wenn auch in eher unauffälligem Design - in der deutschen sowie englischen Originalfassung auf den Markt gebracht hat. Die TV-Miniserie, für den amerikanischen Pay-TV-Kanal Hallmark produziert, bietet drei Stunden Westernvergnügen vom Feinsten. Wer starke Frauen mag, wird hier bestens bedient. Wer Westernatmosphäre mag, im Übrigen auch. Die grandios erzählte Geschichte dreier Frauen in den Pioniertagen der USA steht dem Westernepos "Lonesome Dove" an Atmosphäre und Schauspielerei in nichts nach. Schonungslos und gefühlvoll wird das harte, schicksalhafte Leben der Pionierfrauen erzählt. Eine grandiose Miniserie, die es leider nie ins deutsche Fernsehen geschafft hat. Die Darsteller sind durchweg großartig, und sogar Film-Bösewicht Powers Boothe darf hier zur Abwechslung einen Sympathieträger spielen. In der Originalfassung ist dieses drei-Stunden-Epos ein wahrer Hochgenuss. Einziges Manko: Der Übergang zwischen den ersten anderthalb Stunden und der zweiten Hälfte der Serie ist schnitttechnisch nicht einwandfrei gelungen, hier wurde leider gepatzt. Man hätte es sicherlich besser machen können. Aber das Filmvergnügen wird in keinster Weise getrübt. Ein sehenswerter und empfehlenswerter TV-Western. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall.
Jasper P. Morgan
Viel vorgenommen und grandios gescheitert!, 5. Januar 2006
Nach all den positiven Bewertungen habe ich mir nun also True Women angesehen und muß sagen: Selten war ich so enttäuscht. Anstatt des versprochenen anspruchsvollen Western ein pathostriefendes Rührstück, das die Frauengestalten derart überhöht, daß sie schon nicht mehr menschlich wirken. Zu anderen Versionen kann ich nichts sagen, daber die vorliegende DVD-Version ist zudem so verschnitten, daß es an manchen Stellen schwerfällt dem Handlungsablauf zu folgen, weil offensichtlich minutenlange Sequenzen im Handlungsstrang fehlen. Einzig positiv ist wirklich die Einbeziehung von historischen Fakten, mit denen hart und kritisch umgegangen wird, aber sogar diese an sich berechtigte Kritik kommt oft so belehrend und moralinsauer daher, daß Handlung und Kontinuität darunter leiden. Man kann einen Film auch in gutgemeinten Botschaften ersticken und genau das ist hier passiert.
Starke Frauen, 16. November 2005
Handlung: 1835 - Euphemia Ashby und Georgia Virginia Lawshe Woods sind gute Freundinnen. Doch eines Tages werden die Kinder getrennt - Euphemia zieht zu Ihrer Schwester Sarah McClure nach Texas. Während in den folgenden Jahren Lawshe, deren Familie vor den Nachbarn ein dunkles Geheimnis hütet, im Laufe der Zeit immer tiefere Abscheu vor dem in Georgia grassierenden Rassenhass empfindet, erlebt Euphemia den texanischen Befreiungskrieg gegen Mexiko und die Vernichtungskriege gegen Comanchen und Apachen hautnah. Eines Tages - die beiden sind inzwischen verheiratet und haben schon längst keinen Kontakt mehr - siedelt Lawshe mit ihrer Halbschwester und ihren Sklaven ebenfalls nach Texas um. Doch kaum haben sich die beiden wieder getroffen bricht der Sezessionskrieg aus. Kaum ist dieser überstanden setzen sich die Freundinnen für das Frauenwahlrecht ein. Für eine von ihnen der letzte Kampf, denn der Tod sitzt schon in ihrem Körper. In Nebenhandlungssträngen werden auch die Schicksale diverser (freigelassener) Sklaven, eines indianisch-schwarzen Pärchens und des Comanchenführers Tarantula, mit dem Sarah eine seltsame Zuneigung verbindet, erzählt.
State (allgemein): Der fast 3stündige Film zeigt - ohne dabei jemals langweilig zu werden - am Beispiel der Schicksale dreier Frauen schonungslos das harte Leben der damaligen Zeit, schlägt dabei einen Bogen durch knapp 50 Jahre amerikanischer, vor allem aber texanischer Geschichte. Trotz der harten Beschreibung vielfältiger Schicksalsschläge driftet der Film dabei vor allem Dank der nüchtern bodenständigen Darstellung der Sarah McClure zu keinem Zeitpunkt ins Kitschige ab, dennoch mag die eine oder andere Träne beim Anschauen vergossen werden. Und wenn auch die Männer hier mehr oder weniger schmückendes Beiwerk sind - dieser Film ist definitiv für beide Geschlechter sehenswert. State (historisch): Selten habe ich einen Western gesehen, der sich so weitgehend korrekt an den realen historischen Ereignissen orientiert. Zudem zeigt er die Ereignisse allein aus der Sicht der Frauen, ein - abgesehen von "Buffalo Girls" - seltener Blickwinkel im Genre. Da gibt es z. B. die tausendmal verfilmte Geschichte der Schlacht von Alamo und der darauf folgenden Ereignisse. Das aber die Frauen der unter dem Nationalhelden Sam Houston kämpfenden Männer durch ein nicht ganz freiwilliges Ablenkungsmanöver an seinem Erfolg zumindest beteiligt waren, wird darin nie thematisiert. Gerade dieser nahezu selbstmörderische "Treck der Frauen", der tatsächlich viele Leben kostete, wird hier sehr gut dargestellt. Aber auch ein anderer (Todes)Treck, nämlich die erzwungene Umsiedelung der friedliebenden und weißenfreundlichen Cree von der Ostküste in den mittleren Westen wird thematisiert. Hierbei interessant: Das Bild, dass Lawshe lebenslang begleitet, zeigt eine Cree, die im Real Life eine weiße Siedlung vor dem Untergang rettete. Die Nachfahren dieser Siedler vernichteten zum Dank das Volk ebenjener Indianerin. Alle weiteren Themenbereiche - Sklavenhaltung und dessen Ende, Schicksal der von Comanchen entführten Frauen und Kinder, Texas Ranger, Sezessionskrieg, Verwaltung der Südstaaten durch die siegreichen Nordstaatler, Kampf ums Frauenwahlrecht, Krankheit und ärztliche Versorgung, Indianerpolitik, Texas Wandel von mexikanischen Gebiet bis zum amerikanischen Bundesstaat, etc., etc. - basieren ebenfalls auf historischen Fakten, bzw. sind stimmig dargestellt - hier wurde nichts übertrieben oder beschönigt. Der Film strotzt nur so vor nebenbei vermittelten historischen Informationen, sollte eigentlich Pflicht für den leider all zu oft so trockenen Geschichtsunterricht unserer Tage werden. Einziges Manko - wie fast immer üblich wird der Wilde Westen ein wenig auf Hochglanz getrimmt. Wie es optisch und von den Lebensverhältnissen her tatsächlich aussah zeigt die überaus gelungene, gerade auf DVD erschienene HBO Produktion "Deadwood", die durchaus mit den meisten Kinowestern mithalten kann, bzw. diese sogar - insbesondere auch in historischer Hinsicht - toppt. Übrigens wird auch hier den Frauen des WW unüblich viel Platz eingeräumt. Weitere Filme zu bekannten amerikanischen Personen/Ereignissen dieser Zeit: "American Outlaws", "Long Riders" und "The James Gang" (James/Younger Bande), "The Broken Chain" (Irokesen), "Geronimo" (Apachen), "Gettysburg" und "Glory" (Bürgerkrieg), "Heaven's Gate" (Johnson-County-Weidekriege), "Hidalgo" (Frank Hopkins), "Ich, Tom Horn" (seine letzten Jahre), "Tombstone" (OK-Corral), "Wyatt Earp" (sein Leben), "Buffalo Girls" (Calamity Jane), "Wild Bill" (Hickoks Leben) Leider nehmen es einige dieser Filme mit der historischen Wahrheit nicht so genau. Drei der o. g. Streifen sind auch gemeinsam als "Western-Collection" erschienen. Cast: Alle Rollen wurden optimal mit hervorragend zu den jeweiligen Rollen passenden Darsteller(innen) besetzt. Dabei m. E. Filmpreiswürdig - Dana Delany (Tombstone, Amy und die Wildgänse) in der Rolle der Sarah McClure. Ansonsten spielen: Euphemia Ashby - Tina Majorino und Annabeth Gish (jung/erwachsen) Lawshe Woods - Rachael Leigh Cook und Angelina Jolie (jung/erwachsen) Martha - Salli Richardson Tildy - Khadijah Karriem Außerdem dabei: Julie Carmen, Anne Tremko, Oriana Huron, Tony Todd, Michael York, Michael Greyeyes, Powers Booth, Charles S. Dutton und viele andere bekannte Gesichter. Die DVD: Code 2, DVD Typ 9, Amaray Case, Hauptfilm etwa 172 Min., uncut Das 4:3 (Voll)Bild ist leider etwas farbarm und nicht gerade als gestochen scharf zu bezeichnen - trotzdem noch im grünen Bereich. Akzeptable Tonspuren finden sich in Deutsch DD5.1 und Englisch DD2.0 Keine Untertitel 8 Kapitel - deutlich zu wenig Achtung: Es gibt vermutlich auch eine andere DVD-Ausgabe - angeblich mit deutschen UT und englischen DD5.1 Ton. Fazit: Film - 5 Sterne, Cast - 5 Sterne, DVD - 2 Sterne Ein Film, den ich guten Gewissens - abgesehen von Horror- und ActionOnly-Liebhabern - allen Cineasten empfehlen kann. PS: Persönlich werde ich mir umgehend das Buch von Janice Woods Windle, auf dem der Film basiert, besorgen.
enttäuscht, 29. Januar 2005
Ich bin enttäuscht von dem Film. Er kam mir viel zu lange vor und viel zu wenig echt. Ich bin in Angie verliebt seit "Gia", aber dieser Film hat mir echt nicht gefallen. Ihre besten Filme sind meiner Meinung nach "Jenseits aller Grenzen" und "Durchgeknallt".
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