Kundenmeinungen
Anmerkung auf die Rezension von Sebastian Vogt, 7. November 2007
Auf die Rezension von Sebastian Vogt möchte ich anmerken:> Bei dem Lichtsuch-Roboter sind die Fototransistoren nicht empfindlich genug. Bei > eingeschalteter Zimmerbeleuchtung musste ich eine 1 Watt Led-Taschenlampe doch relativ > nah vor die Sensoren halten, damit die Sensoren aufmerksam wurden und der Lichtsucher > reagierte. Ich denke das der Lichtsensor auf IR, also Wärmestrahlung, empfindlich ist. Eine schwache Glühlampe wird vermutlich mehr bringen wie eine helle LEd Lampe.Der Akkupack hat mitlerweile 1500mAh.
Ein teures, aber faszinierendes Spielzeug, 4. November 2007
Das Robo Mobile set von fischertechnik (ft) ist ein kompletter Baukasten zum Einstieg in den Bau und die Programmierung von mobilen, autonomen Robotern. Ein faszinierendes Thema, nicht nur für Kinder!Für Erwachsene, die vielleicht vor Jahrzehnten zum letzten mal Spielzeug in der Hand hatten, sind die Möglichkeiten, die in so einem modernen high-tech-Spielzeug stecken, manchmal nur schwer zu verstehen. Deswegen kurz zusammengefasst: Ein autonomer mobiler Roboter "erkennt" seine Umwelt durch Sensoren. Und reagiert darauf mit einem bestimmten Verhalten. Damit das funktioniert, sind mehrere Komponenten notwendig. Die Bauelemente von ft, aus denen der Roboter gebaut wird. Ein PC, auf dem die Software läuft, mit dem der Roboter programmiert werden kann. Ein sogenanntes "Interface" am Roboter, das Anschlüsse für verschiedene Sensoren (um die Umtwelt wahrzunehmen) und Ausgänge hat (z.B. Motoren, um auf die wahrgenommenen Umwelteinflüsse reagieren zu können - um etwa rückwärts zu fahren, sobald der Roboter auf ein Hindernis stößt). Und natürlich eine Verbindung vom PC zum Interface am Roboter, damit die Programme, die das Verhalten des Roboters bestimmen, auf den Roboter übertragen werden können.Alles, was dazu nötig ist, beinhaltet das Robo Mobile set. Die Programmiersprache Robo Pro auf dem PC ist grafisch orientiert und recht leicht verständlich. Die Programme können per USB oder seriellem Kabel (beides im Lieferumfang) auf das Interface am Roboter übertragen werden. Dort können sie wahlweise im Flash-Speicher abgelegt werden, so dass sie auch bei Stromabschaltung des Roboters erhalten bleiben - und nicht jedes mal neu vom PC überspielt werden müssen. Das Interface des Roboters bietet ein Dutzend Eingänge für Sensoren und 4 Ausgänge für Motoren, Lampen, Summer o.ä. Natürlich können mit dem Baukasten auch stationäre Roboter gebaut werden. Wenn die dauerhaft per Kabel an den PC angeschlossen sind, eröffnet die Software noch viele weitere Möglichkeiten der Rückmeldung von Daten des Interfaces an den PC.Die Roboter, die mit diesem Baukasten konstruiert werden können, "begreifen" ihre Umwelt durch Helligkeitssensoren und Taster. Damit können sie z.B. einer Lichtquelle folgen und Hindernisse erkennen. Und darauf so regaieren, wie der Programmierer es wünscht. Das klingt erstmal alles reichlich kompliziert. Allerdings sind die Begleitmaterialien, wie bei ft üblich, verständlich und didaktisch sehr gut konzipiert. Viele Beispielprogramme - vom ganz simplen Roboter, der nur ein Quadrat abfährt, bis zum anspruchsvollen Roboter, der alle Möglichkeiten nutzt - erleichtern den Einstieg. Erst nach und nach bemerkt man, welche Möglichkeiten in diesem System stecken. Künftigen Roboter-Projekten sind eigentlich nur zwei Grenzen gesetzt: die eigene Kreativität - und die Anzahl der vorhandenen Bauteile. Davon hat man natürlich nie genug, und sehr schnell wird der Wunsch nach Erweiterungs-Baukästen und "mehr Teilen" laut. Und es gibt eine Reihe von tollen und faszinierenden Erweiterungen! Einen Ultraschall-Abstandssensor, der die Entfernung zu einem Hindernis in cm misst? Einen Farbsensor? Einen Temperatursensor? Einen Neigungssensor? Klar, gibt es alles. Aber wer bringt den Kindern dann bei, dass man die 169 EUR für das Robo Explorer set nicht mal so einfach "zwischendurch" aus dem Ärmel schütteln kann... Was zu einem wesentlichen Kritikpunkt an diesem Spielzeug führt: es ist leider sehr teuer. Allerdings relativiert sich der Kaufpreis, weil ft qualitativ hochwertig, langlebig und praktisch "unkaputtbar" ist. ft-Baukästen landen nie im Müll! Entweder werden sie an Kinder, Neffen und Nichten vererbt, oder sie werden weiter verkauft. Und die Wertstabilität ist ausgesprochen hoch - selbst für 10-20 Jahre alte Baukästen lassen sich auf dem Gebrauchtmarkt sehr gute Preise erzielen.Von daher ist dieser Baukasten meines Erachtens trotz des hohen Preises sein Geld wirklich wert. Peinlich ist allerdings, dass der Baukasten nur "fast komplett" ist. Es fehlt nämlich die Stromversorgung. Da kann ich mich nur Sebastian anschließen: Die bitte nicht von ft kaufen, sondern im bekannten Elektronik-Handel einfach 8 NiMh-AA-Akkus samt Batteriehalter besorgen; oder, für Modellbauer: ein "racing pack" aus 8 Baby-Zellen. Beides ist um Größenordnungen besser und preiswerter als das Original von ft.Fragwürdig finde ich zudem die Altersangabe ("ab 10"). Ich verschenke gerne mal ft-Baukästen an Kinder im Verwandten- und Freundeskreis. Und es kommt beim tatsächlich "geeigneten" Alter doch sehr darauf an, ob die Kinder schon Erfahrung mit Konstruktionsspielzeug (am besten natürlich mit ft) haben oder nicht. Wenn nicht, dann ist der Weg zum ersten Erfolg mit dem Robo Mobile set natürlich steinig. Zumal da auch PC-Kenntnisse unabdingbar sind. Es kann also durchaus erstmal einen ganzen Tag unter begleitender Anleitung eines Erwachsenen dauern, bis der erste Roboter läuft.Zum Schluß noch eine kurze Betrachtung zur "Systemfrage"... wer heute in D seine Kinder (oder sich selbst) für den Bau mobiler Roboter aus Konstrunktionsspielzeug begeistert, landet unweigerlich bei der Frage: "Lego oder fischertechnik?" Größere Auswahl gibt es halt nicht. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Aber beide sind qualitativ hochwertig, langlebig und wertstabil. Und preislich geben sie sich praktisch nichts. Was meines Erachtens für ft spricht, ist die Universalität, Stabilität und Erweiterbarkeit. Ein Riesenrad mit 3 m Durchmesser? Mit ft kein Problem, sofern genug Bauteile da sind und die Raumhöhe das erlaubt. Ein Kran mit 6,5 m Höhe? Auch möglich, wenn als "Bauplatz" zufällig eine Fabrikhalle zur Verfügung steht :-) Solche Großprojekte gehen mit Lego nicht - was aber Kinder kaum interessieren wird.Aber speziell, was den Bau von Robotern betrifft, hat ft klar die Nase vorn. Das Interface als "Kernstück", das über die Anzahl der anzuschließenden Sensoren und Aktuatoren die Funktionsvielfalt der möglichen Modelle bestimmt, ist bei Lego Mondstorms arg spartanisch ausgelegt. Nach 3-4 Motoren/Sensoren ist Schluss. Das ft-Interface läßt sich mit Erweiterungsmodulen so ausbauen, dass damit 16 Motoren und ca. 40 Sensoren angesteuert werden können. Damit sind die Möglichkeiten praktisch unbegrenzt.Viele Grüße, Stefan
Macht den Lego Mindstorms Robotern Konkurrenz !, 12. Juli 2007
Ich habe das Robo Mobile Set seit einem guten halben Jahr und bin durchaus zufrieden. Anfangs baute ich einige Roboter mit Hilfe der Anleitung nach und lud die fertigen Programme auf das Interface herunter. Im Gegensatz zu Mindstorms sind die Fischertechnikmotoren keine Schrittmotoren. Die Folge daraus ist, dass der Roboter unter Umständen nicht absolut gerade aus fährt(auf Teppichboden)oder bei bestimmten Figuren, der er abfahren soll, nicht genau zum Ausgangspunkt zurückkehrt(selbst beim Einsatz von den Impulszählern(Impulszähler: an dem Motor ist ein ein Rad mit vier Noppen befestigt, sodass bei einer Umdrehung der angebaute Taster vier EIN-Signale abgibt)).Bei dem Lichtsuch-Roboter sind die Fototransistoren nicht empfindlich genug. Bei eingeschalteter Zimmerbeleuchtung musste ich eine 1 Watt Led-Taschenlampe doch relativ nah vor die Sensoren halten, damit die Sensoren aufmerksam wurden und der Lichtsucher reagierte.Ich selbst baue eher selten Modelle nach Anleitung wobei man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann (dafür ist Fischertechnik besonders gut geeignet). Außerdem bevorzuge ich eher stationäre Roboter.Wie ich aus einer Rezension über Lego Mindstorms erfahren konnte, gibt es bei Lego besonders viele Spezialteile wodurch das Bauen eigener Modelle erschwert sein müsste.Das Herz des Sets, also das Robo Interface, ist äußert sicher konzipiert, da es kurzschlussfest ist und die Eingangsspannung von 6 bis 12 Volt varriieren kann. Mit der Zeit wurde mir die Ausgänge zu knapp, sodass ich mir das Robo Extension zulegte, welches fast die selbe Leistung erbringt, wie das Robo Interface, und ich somit jetzt 8 Motoren anschließen kann. Lego Mindstorms beschränkt sich nur auf drei Motoren.Das Pogramm Robo Pro ist für Jedermann gut verständlich. Mit dem beiliegendem Handbuch lernt man schnell die Grundprinzipien kennen und schafft es so die Roboter mit Hilfe von den verwendete Symbolen im Programm den mobilen Roboter geschickt zu programmieren.Besonders pädagogisch wertvoll sind die beschriebenen und gezeichneten Beispiele im Begleitheft. Diese erläutern den Sinn, Funktionsweise und den Einsatzbereich der jeweiligen Komponennten im Programm.Desweitern möchte ich den Tauglichlikeit für Kinder und Jugendliche ansprechen:Aufgrund des hohen Anschaffungspreises überlegt man es sich lieber zweimal, ob dieses Set wirklich an ein Technik begeisterte(s,n) Kind oder Jugendlichen gerichtet ist. Bei Unentschlossenheit empfehle ich das Robo Starter Set, das zwar mit rund 170¬ günstiger ist, es aber nicht ermöglicht, mobile Roboter zu bauen(Weiteres erfahren Sie in der Produktbeschreibung des genannten Artikels).In Puncto Halbarkeit kann ich nur uneingeschränkte 5 Sterne geben, da bei mir noch nie etwas zuschaden gekommen ist.Die mitgelieferten Sensoren sind im Vergleich zu Lego Mindstorms zwar simpler, jedoch wird im Herbst 2007 von Fischertechnik eine Art Erweiterungpaket(Robo Explorer) herauskommen, welches unter anderem auch einen Abstandssensor enthält.FAZIT:Im Großen und Ganzem kann ich das Robo Mobile Set nur wärmstens empfehlen.Ich bereue den Kauf keinesfalls. Besonders gut gefällt mir, dass ich mit der IR-Ferbendienung(nicht im Lieferumfang enthalten)den Roboter ansteuernund sogar programmierte Befehle abrufen kann.Großer Tipp am Rande:Ich würde zur Stromversorgung nicht das Accu Set von Fischertechnik kaufen, weil ich mit Akkus vom Discounter, einem Batteriehalter und einem ausreichendem gutem Akkuladegerät ca. die Hälfte sparen kann und wohl mit 2000mhA oder mehr im Gegensatz zu lächerlichen 840mhA des Accupacks eine deutliche längere Spielzeit erreiche.
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