Kundenmeinungen
Urmutter des R & B - Gospel meets Soul und Rock - Luft, Raum und Spannung, 5. Juli 2007
Mavis Staples hat diese extrem tiefe Altstimme, fast wie ein männlicher Bariton. Sie singt von Glaube, Hoffnung, Respekt und kann nie leugnen, dass die Staples Singers ihre Wurzeln in der Bürgerrechtsbewegung hatten. Ihre Stimme ist nicht gewaltig wie die von Aretha Franklin, sondern lebt von Ausdruck und Phrasierung. Ein bewegendes Erlebnis, diese fast 70jährige Sängerin zu hören.Noch besser an diesem Album sind die Grooves: Fette, schwere Rhythmen, die direkt aus der Soundkiste alter Soulplatten von Stax und Motown zu kommen scheinen. Feine akustische Gitarren, grollender Bass, altmodisch funkig kracht das Fender-Rhodes und selbst Hammond-Orgel, Mundharmonika und sparsame Percussions lassen der Musik viel Raum zum Atmen und das Ganze geht richtig ab. Ein feiner, transparenter Sound krönt die wohl beste R & B Produktion der letzten Jahre.
Stimmgewaltiges Comeback einer Soullegende, 19. März 2005
Dies ist das Album von Mavis Staples, auf das ich persönlich schon seit ihrer Veröffentlichung "the Voice" aus dem Jahre 1994 warte. Damals stieß ich eher zufällig auf die von Prince produzierte CD dieser Ausnahmesängerin und dachte mir: "Großartige Stimme", aber die Songs konnten mich leider nicht durchgehend überzeugen. Auf "Have a little faith" kann Mavis nun endlich ihre Stimme voll entfalten, und das in der Musik, die ihrer Stimme seit ihren Anfängen, bei den legendären "Staple singers" am meisten liegt. Eine sehr erdige Mischung aus Gospel, Blues und Soul, die einen unmittelbar in ihren Bann schlägt. Gleich der Opener "Step into the light" verschlägt einen mit seinem stampfenden Groove in den tiefsten Süden der Vereinigten Staaten. "Pops recipe" springt spielerisch von den bluesigen Strophen hin zu einem sehr poppigen Refrain. "God is not sleeping" ist wohl ihre gelungenste Ballade, auf dem Album und berührt, auch trotz des sehr religiösen Inhalts auf rein emotionaler Ebene. Auf "A dying man's plea" spielt sie in einer reinen Bluesnummer noch einmal alle Facetten ihrer tiefen Bassstimme (man kann es nicht anders nennen, es handelt sich dabei nunmal um keinen Alt) wunderbar aus. Besonders dieser Nummer, aber auch dem gesamten Album merkt man die Auseinandersetzung mit dem Alter und dem Tod an. Der Tod ihres Adoptivvaters Pops Staples hat hörbare Spuren auf dem Album hinterlassen. Dadurch erfüllt eine neue Tiefe das Songmaterial, die man vorher vermisste.
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