Kundenmeinungen
was man denkt - was man tut ... ???, 29. November 2007
die gedanken sind frei -
das wissen wir alle
doch wie handeln wir ?
achten sie beim zusehen des films auf das was
er tut !
denn:
das gesprochene wort - der innere monolog dem wir alle folgen können-
steht konträr zu dem was er tut...
also
ein film für alle "misantrophen"
viel "spass" dabei
hmmmmmm, 13. September 2007
menschenfeind geht unter die haut, geht einem nahe, jedoch überzeugt er nicht wirklich als ein kino kontrovers-film..
ein film der nur durch off-kommentare des hauptdarstellers zu brillieren weiss ist einfach nicht komplett - auch wenn diese extrem ernüchternd und eiskalt daher kommen ist der menschenfeind letztlich nur ein einsamer fleischer der mit dem leben nicht zurecht kommt und andere dafür verantwortlich macht
ich war enttäuscht da ich mir von einem kino kontrovers film mehr erhofft habe
BOOOOOM, 21. Mai 2007
"LIEBE!
Ein großes Wort.
Wenige können sich rühmen zu wissen was es bedeutet"
BANG
so endet der monolog am anfang des films!
menschenfeind war NOE's lebenswerk und das sieht man auch!
alles hat mit einem kurzfilm namens CARNE angefangen,wo man die story des schlachters sieht und daraus entstand ein spielfilm der für mich einer der besten filme aller zeiten ist und ich hab ziemlich viele filme gesehen.
hiermit möchte ich nicht den film erklären und auch nicht die beziehung zu seiner tochter CYNTHIA!!
seine inzest gefühle sind nebensächlich,was zählt sind seine kommentare,seine offenheit und ehrlichkeit!!!
nicht was er sagt ist wichtig sondern wann und wie,das ist das ausschlaggebende!!
noe hat hier ein philosophisches werk geschaffen fernab von hollywood.
man sieht in den film das es keine freunde gibt,keine liebe und das alles auf interesse basiert!!
"LIEBE,FREUNDSCHAFT,alles quatsch"!!!
alles scheint so negativ und verstört,doch ich denke dass jeder von uns die meinung von menschenfeind(den namenlosen) wie er hier liebevoll gennant wird, teilt.
was mit dem protagonisten danach passiert sieht man am anfang des films IRREVERSIBLE.
Der Abgrund der menschlichen Psyche, 14. Mai 2007
Der Schlachter hat es versucht. Immer wieder ist er aufgestanden, hat das Leben angenommen, hat er seine Chance gesucht. Immer wieder ist er auf die Schnauze gefallen, immer wieder hat er eins auf die Fresse gekriegt, und zwar ordentlich. Aber jetzt ist Schluß mit lustig, jetzt kriegen die anderen eine ordentliche Abreibung.
Anfangs sieht es noch ganz gut für den namenslosen Schlachter aus. Seine Frau hat Geld, mit diesem möchte er eine neue Schlachterei in Lille eröffnen. Doch die "Dicke" ist kniepig, möchte lieber weiter bei ihrer Mutter leben und ihren Mann im Supermarkt arbeiten lassen. Peng. Welch eine Entäuschung. Doch dies soll nicht die einzige Entäuschung bleiben. Er nimmt eine Stelle im Altersheim an, nach einer harten Nacht, bei der er Zeuge eines Todes wird, wird er von seiner "Dicken" auch noch des Betruges bezichtigt. Peng. Er rastet aus, all seine Wut entläd sich in Gewalt. Er schlägt auf den Bauch seiner schwangeren Frau ein. Als er wieder zu sich kommt bleibt ihm nur die Flucht. Mit einer Pistole und 300 France macht er sich auf nach Paris. Doch hier soll es ihm auch nicht besser ergehen.
Gaspar Noé erstes abendfüllendes Werk überzeugt. Es erzählt die Geschichte einer gescheiterten Existenz, oder viel mehr lässt es den Protagonisten selbst aus dem Off erzählen. Noé schildert ein Frankreich der Depression. Enge Wohnungen, verkommene Hotels, leere dunkele Straßen, trostlose Flure, schmuddelige Kaschemmen. Noés Paris ist nicht schöner als Lille. Kein Grund sich hier länger aufzuhalten. Dies ist die Welt des Namenlosen. Er kann ihr nicht entfliehen. Langsam füllen sich seine Gedanken mit Hass gegen die Reichen, die Frauen, die Deutschen, seiner Tochter. Einfach gegen alle, die sich scheinbar gegen ihn verschworen haben. Seine Gedanken werden immer hässlicher, immer wirrer, bis er sie am Ende nicht mehr kontrollieren kann.
Auch der Zuschauer kann am Ende nicht mehr unterscheiden was in Gedanken passiert und was nicht. Allein die Gedanken des Namenlosen sind so erschreckend, dass es für den Film oder die Geschichte nicht ausschlaggebend ist, was Realität ist und was Fiktion. Noé läßt es offen, was noch verstörender wirkt, denn der Zuschauer fühlt sich mit dem Ende plötzlich mindestens so allein, wie der Namenlose in seinem ganzen Leben.
Für mich einer der gelungesten Filme der 90er Jahre und darüber hinaus. Noch eines zum Schluss. Wer aufgrund des Trailers einen äußerst brutalen Exploiter erwartet, wird entäuscht. Menscheinfeind ist eine höchst ehrliche Tragödie.
Menschenfeind - Empfehlung aus Frankreich !, 9. Mai 2007
"Menschenfeind" ist ein intelligentes Schockdrama aus Frankreich. Der Film erzählt die Geschichte eines namenlosen Pferdefleischer, einer im Stich gelassenen Randexistenz. Seine Welt ist nicht mehr lebenswert, nur schlecht, und bietet keine Zukunft mehr. Die Atmosphäre ist deprimierend und verstörend. Auch das Bild spiegelt die Stimmungslage des Fleischers wieder. Es wirkt farblos und die Straßen durch die der Mann zieht sind grau und leer. Aufgrund der gelungenen Inszenierung wird man hier förmlich hineingezogen in einen Strudel aus Hass, Gewalt, Einsamkeit und Armut. Die meisten Dialoge spielen sich im Kopf des Fleischers ab, die wütenden und abgrund tiefen Gedanken des Mannes werden einem in Form eines Voice-Over-Erzählers übermittelt. "Menschenfeind" ist ein Film, der zum nachdenken anregt und mit seinen wenigen Szenen den Zuschauer schockiert und lange nachwirkt. Seinen Anteil daran haben auch die Gewaltszenen, auch wenn der Film nicht Unmengen davon bietet. Wenn es aber so weit ist, wird es schmerzhaft.
"Menschenfeind" kommt so gut wie ohne musikalische Untermalung aus. Dafür gibt es immer wieder kurze, harte Schläge auf der Tonspur.
Erwähnenswert ist natürlich auch die Leistung des Phillipe Nahon (spielt auch den Killer bei "High Tension") der die Rolle des namenlosen Fleischers perfekt verkörpert.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich selbst einmal auf diesen Trip in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele einzulassen.
9 von 10
|