Kundenmeinungen
Beeindruckend, aber doch ein Nachgeschmack ..., 23. Dezember 2008
Haindling alias Hans Jürgen Buchner hat 2004 in gewohnter Einzelkämpfermanier Vivaldis Jahreszeiten in Teilen eingespielt. Unverkennbar ist der Blechblas-Haindling-Sound und die hochmusikalische Weiterentwicklung, auch in den eingestreuten haindling-eigenen Stücken. Wer die extreme Klangkörpervielfalt einiger anderer Alben voraussetzt, läge hier falsch, die Instrumentierung ist jedoch immer noch verspielt. Die Musik schuf Buchner für die "Polt"-Reihe auf Arte. Die CD zeigt ein 'Copy Control', aufgemacht ist sie mit aufklappbarer Hülle. Die Soundqualität ist superb.Woher kommt dann das gleichzeitige Unbehagen, und das bei einem ausgewiesenen Haindling-Fan? Vielleicht sind es die marktschreierischen Marketingsprüche auf dem Cover: fett "Das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen ...". Vielleicht ist es das Gefühl, dass hier rasch eine CD herausgebracht werden musste und wurde (sie ist selbst mit den Haindlingeinsprengseln auf maximal LP-Länge). Am ehesten ist es wohl, dass die besagte Erwartung an, die "Latte" für ein Genie wie Buchner auch entsprechend hoch liegt - noch höher, als er dieses Mal gesprungen ist, so elegant es auch war. Vier Sterne und eine Kaufempfehlung gibt es natürlich dennoch.
Die Verhaindlingungs-Maschine, 8. Oktober 2004
Vivaldis "Vier Jahreszeiten" im Haindling-Sound - das klingt zunächst mal sehr interessant. Noch eine Handvoll neuer Haindling-Kompositionen dazu - um so besser. Doch wie hört sich das Ganze dann am Ende an?Nun, die Vivaldi-Bearbeitungen sind sicherlich keine Enttäuschung, eine Offenbarung aber sind sie auch nicht. Kein Klassik-Purist wird ein Problem mit diesen Versionen haben, so kreuzbrav kommen sie allesamt daher. Sie klingen exakt wie das, was man sich vorstellt, wenn man nur gesagt bekommt, dass Hans-Jürgen Buchner Vivaldi bearbeitet hat. Das würde zu dem Schluss führen, dass man sich - mit Verlaub - die CD eigentlich nicht kaufen muss... Buchner jagt die Vier Jahreszeiten routiniert durch seine Verhaindlingungs-Maschine, ein bisschen Klavier hier, ein bisschen Blasmusik da - das Ergebnis fällt enttäuschend überraschungsfrei aus. Seinen reichhaltigen Instrumentenfundus scheint der Herr Buchner kurzzeitig vergessen zu haben, denn außer Flügel, Synthie-Strings und Blechbläsern kriegt man hier wenig zu hören. Wie gesagt: schlecht sind die Vivaldi-Bearbeitungen (die wohl eher einfache Interpretationen als richtige Bearbeitungen sind) nicht, aber spätestens nach ein Viertelstunde zum Gähnen langweilig.Klammern wir uns also an Buchners Eigenkompositionen. Die schließen nahtlos da an, wo das "Filmmusik"-Doppelalbum aufgeört hat: schöne, ruhige Instrumentalnummern zum Träumen. Besonders gelungen ist dabei das "Sommerthema 1", eine herrlich melancholische Klaviernummer. Allerdings gibt's auch hier das eine oder andere unerfreuliche Déjà-vu-Erlebnis. Das "Haindling-Frühlingsthema" klingt gegen Ende ein bisschen zu sehr nach dem Werbejingle der Bayerischen Versicherungskammer, der ja seinerseits schon ein Abklatsch von "Pfeif drauf" ist - und da schwirrt einem plötzlich unwillkürlich der Begriff "Schema F" im Kopf herum...Ein eher durchwachsenes Werk also, das Hans-Jürgen Buchner da abgeliefert hat. Keine herbe Enttäuschung, aber echte Freude will auch nicht aufkommen. Positiv hervorzuheben sind immerhin das aufwändig aufgemachte Digipack mit Liner-Notes (trotz etwas beliebigem Artwork) und vor allem der glasklare und perfekt abgemischte Sound. Also: wer's mag...
Vivaldi hätte Haindling gemocht, 9. September 2004
Nicht nur die Vivaldi-Musiclover sollten zu der Überzeugung kommen, dass Stravinskys Beurteilung über die Concerti von Vivaldi keine objektive Grundlage hat. Vivaldi zeigt vielmehr in seinen vielen Werken, welche immer neuen Inspirationen er (wahrscheinlich schnell) zu Notenpapier bringen konnte. Daher hätte Vivaldi die Inspirationen von Haindling auch gemocht, denn Haindlings Ansatz stellt ebenso wie der Ansatz von Vivaldi etwas außergewöhnlich persönliches und interessantes dar. Haindling vermittelt mir, dass er unter Berücksichtigung seines Verständnisses etwas einmaliges uns zu Gehör bringt, dass sich allemal lohnt, bei sich zu Hause zu haben.
Das bayrische Musik-Genie hat seine Vielfalt bewiesen..., 22. Juni 2004
Die neue CD ist handwerklich und aufnahmetechnisch (selten so einen gut aufgenommen Flügel gehört) perfekt!
Diese CD ist absolut zu empfehlen und gehört in jedes Regal! Haindling hat damit seine Vielfalt bewiesen! Seiner Kreativität und Musikalität sind keine Grenzen gesetzt. Und dies alles im Alleingang. Genial! Daran hat man seine Freude! Eine zeitlose CD, im heutigen Einheitsbrei und absoluter Knaller. Was besonderes von einem besonderem... Kaufen! Absolutes Muß! Viel Spass! Andreas
Ein Meisterwerk für Klassik- und für Haindling-Fans, 7. Juni 2004
Jeder der die 4 Jahreszeiten kennt und mag, der wird begeistert sein. Handling hat aus dem Werk keine "verpoppte" moderne Variante, sondern eine tolle klassische Version geschaffen.Alle die Haindling mögen werden genauso begeistert sein. Haindling schafft es perfekt, ein tolles musikalisches Werk mit den für Haindling typischen Blasinstrumenten zu verbinden. Sie fügen sich neben den Streichern etc. perfekt ein. Heraus kommt eine CD, bei der jeder sofort erkennt, dass es sich um Haindling handelt, jeder sofort erkennt dass es sich um die 4 Jahreszeiten handelt und jeder sofort erkennt, dass es sich einfach um ein Meisterwerk handelt. Abgerundet wird die ganze CD dadurch, dass Haindling die 4 Jahreszeiten um eigene Interpretationen erweitert. Interpretationen, die ich nach dem ersten Anhören schon nicht mehr vermissen möchte. Alles in allem eine grandiose CD, die wieder einmal zeigt, welch fantastischer Komponist und Musiker Haindling ist. Hoffentlich bleibt es nicht bei diesem einen Werk, ich könnte mir so viel andere Interpretationen klassischer Musik von Haindling vorstellen. Pachelbels Canon in D, Enio Moricones Titelmusik von „der Profi".........
|