Kundenmeinungen
That Summer 2004 - ein Rück-Blick auf Brönners handgemachte Blockhüttenmusik, 2. September 2007
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Die CD steht schon lange bei mir im Regal und als ich diese CD kaufte, hatte ich eigentlich keinerlei besondere Erwartungen an Brönner. Im Nachgang verbindet sich damit die erste Livekonzertansicht Brönners für mich. Diese sei "zerfasert" gewesen, war damals in einer hiesigen Zeitung zu lesen. Lag das an Brönners Musik oder dem etwas vergeigten Drumherum?
Als zerfasert kann indessen ganz sicher nicht gelten, wenn ein Musiker sich die Freiheit nimmt und sich selbst oder Musik ausprobiert - egal, ob unter künstlerischen und/oder kommerziellen Aspekten; wem bitte, nützt schließlich schon ewiges Einerlei nebst brotloser Kunst? Das Schöne vorallem am Jazz ist doch, dass er so unglaublich viele Nuancen und Ableitungen bietet, dass sich diese Musik formen lässt, fließende Übergänge und Verflechtungen schafft wie kaum eine andere, ja, auch im Meanstreaming - na und? Dieses ständige Nasegerümpfe hierüber nervt mich und was die in diesem Zusammenhang immer wieder und überall zitierte Fahrstuhlmusik anbelangt, wäre ich froh, überhaupt einen Fahrstuhl (geschweige denn eine beliebige Verkaufseinrichtung) anzutreffen, der (die) mich wenigstens für ein paar Sekunden mit entspannender Musik ohne dröhnendes Bassbumping in andere Gefilde versetzen würde.
Wer Jazz nicht unbedingt mag, ihn aber mal poplightig bis latin angehaucht versuchen will, etwas unaufdringliche Untermalung beim Herumhängen mit und ohne Nachdenken vor der eigenen Blockhütte gebrauchen kann, ist mit diesem Brönner durchaus gut bedient. "Mitsummern", nenne ich das mal, denn gerade weil die Klänge vertraut und vorhersehbar erscheinen, eigenen sie sich bestens für eigene zwanglose Mittöne zu Brönners ungeformt alltäglichem Timbre, das nach meinem Empfinden genau hierher passt. Auf hochgradige Stilistik und exzellente Stimmakrobatik kommt es dabei nicht an - ich unterstelle einmal, dass das Brönners Anspruch sowieso nicht war (und sein konnte). Der Rest ist wie immer Geschmacks- und Empfindungssache.
Ich mag es. Das haben anscheinend viele gedacht, denn vor diesem Hintergrund erscheint es rückblickend nicht erstaunlich, dass dieses Album nach Erscheinen trotz gemischer Gefühle vordere Chartplätze belegte. Falls sich heute noch zufällig ein "hardcore" Jazzer oder jemand mit Anschlussvorstellungen an vorhergehende Brönnereien an diesem Album "vergreifen" sollte, ist dem allerdings eine Enttäuschung sicher.
Wer sich für diese CD erwärmen kann und eine Verbindung zum "alten" Brönner sucht, sollte sich außerdem die DVD "A Night in Berlin" (2005) leisten - mit einem neben Brönner von tollen Musikern dargebotenen Mix aus den Alben "Blue Eyed Soul" und "That Summer" in glatt inszenierter Studiowerkatmosphäre und in formidabler Aufnahmequalität, ergänzt mit einigen Specials (A Day in Berlin = Brönner Statement; Fotos vom erstklassigen Jim Rakete).
Bossanova relaxt und ein bissl Pop, 31. Mai 2007
Nur gesungene Bossa-Nova Stücke, einschmeichelnd vorgetragen.
Er singt wie Chet Baker in den 50ern, etwas oberflächlich.
Besonders im traurigen "River Man" von Nick Drake klingt es nicht gerade, als ob Till Brönner viel von dem Text verstanden hätte.
Ansonsten sind manche Stücke eeetwas zu poppig, die meisten Songs aber haben ein tolles Sommerfeeling, das Tempo seeehr langsam und relaxt.
"Einfach furchtbar.", 24. Februar 2006
Till Brönner. Hochgelobt, hochdotiert und leider auch hochlangweilig. Es ist seit Langem die erste wirklich schlechte CD die ich in den Ohren hatte. Sehr unschön. Das hat zwei Gründe, die in Kombination einfach schlimm sind: Zum einen ist Till Brönner vielleicht ein guter Trompeter. Singen kann er allerdings wirklich nicht. Zum anderen sind die Kompositionen schon hart an der Schmerzgrenze. Sie wirken wie ein midi-file-demo-mix mit plattester Struktur. Keine Überraschungen. Ein fades Dahinseiern ohne Anfang und ohne Ziel. Die Kombination beider Faktoren ist "that summer". Dazu mischt sich der club-lounge-bar-langweilig Brönner'sche Trompetensoud, welcher das Bild in Richtung Seichtheit komplettiert. Diese Aufnahme scheint eine "Melodien für Millionen"-Abkupferung unter "Jazz verkauft sich gut"-Tarnung zu sein. Genau dies ist die Musik, die sich Leute kaufen, die ohne Kopf und ohne Herz hören wollen. Unauffällig, platt und ohne Möglichkeit zur Auseinandersetzung, dafür so simpel, dass sogar dem begeisterten Antenne Bayern Hörer nicht auffallen würde, wenn man mal einen Tag Till Brönner laufen lässt, denn der zieht ähnlich anspruchslos an einem vorbei wie das übliche Programm solcher Sender. Till Brönner - that summer - einfach furchtbar. Sollte man einmal einen Trompeter singen hören mögen, sei auf Chet Bakers Album von 1953 "Chet Baker sings" hingewiesen. Till Brönners Fahrstuhlmusik aber never ever.
Till Brönner "That Summer", 6. Februar 2006
Diese CD ist wirklich That Summer! Diese CD ist Sommer-Musik pur! Passt zu jedem sternenklaren und warmen Sommerabendenden, Cabrio usw. Teilweise kommt sogar Urlaubsstimmung auf. Auf dieser CD singt der Trompeter Till Brönner auch. Er ist zwar kein reines Jazz-Gesangstalent, seine Stimme passt aber ausgezeichnet zu den Songs. Einfühlsam und nicht zu dominant kommt Till Brönner rüber. Die CD kann und muss man sogar von vorne bis hinten durchhören. Eine CD die süchtig macht! Am besten gefallen mir das Lied von Kermit der Frosch "Beim' Green", "So right, So wrong" und "High Falls".
Danke, 7. Oktober 2005
Ich habe diese CD gerade von einem Freund geschenkt bekommen, Till Brönner war mir vorher kein Begriff.Dann bin ich in Urlaub gefahren und habe diese CD zu meinem Soundtrack für jeden Sonnenurlaub gekürt. Wie wunderbar entspannt und gekonnt gemacht. Sicher ist Brönner nicht der genialste Sänger unter der Sonne, aber sicher einer der besten Musiker die ich kenne...wer macht denn sowas in unseren Breitengraden ? Danke für soviel Inspiration und Geschmack!
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