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Warner Home Video - DVD: Tod in Venedig

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Tod in Venedig

mit Dirk Bogarde Silvana Mangano Björn Andresen

Regie: Luchino Visconti

Warner Home Video - DVD

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Highlights:

    FSK 12



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09/Jän/2009 - 08:32

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Beschreibung

Warner Home Der Tod in Venedig, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 22.04.04




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  großartig, 5. September 2008

Der Komponist Gustav von Aschenbach, mittleren Alters, streng kontrolliert und sensibel, kommt nach Venedig und verliebt sich wider aller seiner Grundsätze in einen bildschönen polnischen Adelsjungen. Er geht zu weit und das ist sein Untergang. Charakter und Phasen der Entwicklung im Vorstellungsbild des Komponisten erzählt der Film mit überwältigenden Bildern in souveräner Ruhe. Er weist über das rein persönliche Schicksal hinaus auf Grundfragen der Kunst und des Lebens ohne schwülstig zu wirken. Die opulten Strandszenen am Lido von Venedig vermitteln eine einmalig stimmungsvolle Atmosphäre, die den Kauf eines 42 Zoll Plasma mit allem drum und dran rechtfertigen würde. Wem Malles Ballermann näher ist als Venedigs Lido könnte allerdings arg enttäuscht werden, denn hier geht es klassisch ultrakultiviert zu.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  "O Mensch! Gib Acht" ... im tödlichen Bann von Ästhetik und übersinnlicher Schönheit bei Mahlers Symphonien, 22. August 2008

In diesem cineastischen Meisterwerk von 1971 gelingt Luchino Visconti, der Thomas Mann 1951 getroffen hatte, die literarische Treue zu ihm in den gekonnten und sorgfältig gewählten, kinematographischen Abweichungen zu der Romanvorlage von 1912 und in kongenialen, überzeugend gesetzten Zeichen und Akzenten einer, von Dekadenz und Verfall gekennzeichneten, morbiden Gesellschaft und Atmosphäre im Dienste einer genussvollen, audiovisuellen Wahrnehmung.Untermalt mit der Musik Gustav Mahlers fordert Visconti bei Minimalisierung des Dialogs in erster Linie das konzentrierte "Sehen" und "Beobachten", gleich Achenbachs (im Film ein Musiker anstatt eines Schriftstellers) kontemplative Blicke eines verzweifelten und einsamen Versuches, in seiner Melancholie und tiefen Traurigkeit und Verzweiflung die Defizite seiner Person und seines Lebens in der realitätsfremden und -fernen Erschaffung einer vollkommenen Ästhetik zu überkommen."Und im letzten Augenblick ist keine Zeit mehr, da bleibt uns keine Zeit mehr zum Nachdenken" [Thomas Mann]Tief bewegend und erschütternd ist die brillante visuelle Ausarbeitung der Bivalenz des Erstrebten und des Antagonismus des Geschehens. "Aus diesem Widerspruch zwischen Denken und Empfinden als Ausdruck des Werdens und Vergehens (Aschenbach, Visconti) und dem Sein als etwas Starrem entsteht eine eigentümliche Kombination aus Untergang und Übergang." [Ulrich Behrens]Farbliche Akzente im Widerspruch zu blassem, pastelligem Seidenglanz von Requisite und Kostüm einer, in ihrer Aufhebung befindlichen, degenerierten Gesellschaft, und erstklassige Schauspielkunst glänzen in dieser Trance wider der Vernunft gleich einem Sieg Dionysos über Apollon.Besetzung* Dirk Bogarde : Gustav von Aschenbach* Björn Andrésen : Tadzio* Silvana Mangano : Tadzios Mutter* Marisa Berenson : Frau von Aschenbach* Romolo Valli : Hoteldirektor


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Etwas über die Vergänglichkeit allen Seins, 19. Juli 2008

Zugegeben ich war ein wenig skeptisch als ich mich letzte Woche entschied bei Amazon den vorliegenden Film zu bestellen, denn ich bezweifelte spontan, dass man einen der Höhepunkte sprachlichen Könnens , genau das ist die Novelle " Der Tod in Venedig " des Schriftstellers Thomas Mann, von der Idee her filmisch umsetzen kann.1971 bereits hat der geniale Regisseur Luchino Visconti das Wunder zu Wege gebracht. Ganz unglaublich.Wie bedauerlich, dass ich erst heute in den Genuss dieses Streifens gekommen bin.Thomas Mann, dies zur Erklärung, hat in Gustav von Achenbach, dies ist der Protagonist der Novelle, versucht eine Synthese von Bürgerlichkeit und Künstlertum zu vollziehen. Von Achenbach ist der Künstler " all der Moralisten der Leistung, die, schmächtig von Wuchs und spröde von Mitteln, durch Willensverzückung und kluge Verwaltung sich wenigstens eine Zeitlang die Wirkung der Größe abgewinnen." Die Sinnverrückung durch die Schönheit eines Knaben am Strand von Venedig verdeutlicht die Gefährdung dieser scheinbaren inneren Harmonie, die schließlich zum Tode von Achenbachs führt.Im Film reist der deutsche Komponist Professor von Achenbach ( Dirk Bogarde) nach Venedig, um sich dort am Lido zu erholen. Er scheint erschöpft zu seinem von den Ereignissen zurückliegender Jahre.Der Kleidung der Schauspieler ist zu entnehmen, dass die Filmhandlung kurz vor dem 1. Weltkrieg spielt. Von Achenbach wird von einem Gondoliere in die Stadt gebracht. Auf dem Gesicht des Künstlers spiegelt sich, noch bevor er den Fuß auf festen Boden setzt, die Morbidität Venedigs. Dem Künstler mangelt es an Großzügigkeit, obschon von Adel, agiert er wie ein Bürgerlicher der Gründerzeit und wirkt alles in allem übertrieben beherrscht. Solch ein Mann kann nicht genießen, solch ein Mann erstickt am Korsett seiner konventionellen Haltung. In Rückblenden lernt man von Achenbach näher kennen, insbesondere durch kurze intellektuelle Dialoge mit einem seiner Künstlerfreunde. Die beiden streiten sich u.a. über den Begriff Schönheit, dem Achenbach keinerlei sinnlichen Momente zuordnen möchte. Man sieht den Künstler in kurzen Einblenden glücklich mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter und sieht ihn in Trauer als das Mädchen stirbt. Zu diesen Bildern gibt es keine Erklärungen, auch zu den Bildern ehemaliger Erfolge und Misserfolge im Konzertsaal nicht.Diese unkommentierten, visualisierten Erinnerungen allerdings lassen den Eindruck entstehen, dass von Achenbach am Ende seines Lebens steht und in die Stadt des Todes gekommen ist um dort zu sterben. In Venedig und am Lido werden die noblen Gäste vom Schirokko geplagt, zudem geht das Gerücht um, dass die Stadt gerade von der Cholera heimgesucht wird.Achenbach steigt im " Grand Hotel Des Bains " ab und beobachtet interessiert die Szenerie, die sich dort abspielt.Fasziniert ist er von der Familie einer schönen, polnischen Gräfin, insbesondere von deren bildschönem Sohn Tadzio. Immer wieder muss von Achenbach diesen anblicken und man spürt wie in ihm Begehren entsteht. Allerdings gesteht er sich nicht ein von der Sinnlichkeit der Schönheit angezogen zu sein und versucht ihr zunächst zu entfliehen. Der feminine Graf Tadzio lockt den alternden Künstler mit kleinen Gesten und Blicken. Anstelle sich dem schönen Tadzio zu nähern, verspeist Achenbach saftig- rote Erdbeeren am Stand. Diese Handlung ist für den spröden Künstler beinahe schon frivol.Von Achenbach wagt nicht seinen homophilen Neigungen nachzugehen und stirbt schließlich vor Kummer , weil er seinen Emotionen keinen freien Lauf zu lassen vermag.Während des Films hört man immer wieder Auszüge aus Gustav Mahlers 3. und 5. Symphonie. Diese Musik unterstreicht ausgezeichnet die Atmosphäre der Handlung, in der auf Dialoge nahezu völlig verzichtet wird. Im jungen Tadzio spiegelt sich die Vergänglichkeit allen Seins. Genau dieser huldigt Visconti ebenso wie Thomas Mann. Empfehlenswert.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  dieser Film ist keine Umsetzung der Erzählung Manns., 5. April 2008

Wer die gleichnamige Erzählung gelesen hat, sollte von Viscontis Meisterwerk keine Literaturverfilmung erwarten. Es ist eher eine andere, verschiedene Behandlung des gleichen Themas denn als eine Bearbeitung der Vorlage. Doch hier mit diesem Film erleben wir die äusserst seltene Tatsache: Dass ein Film sich nicht auf einem tieferen künstlerischen Niveau befindet als die Literaturvorlage. Und mit der genialen Idee, Mahlers Adagietto als Filmmusik zu verwenden, lässt sich Thomas Manns Geist doch noch spüren. Dies ist mit Sicherheit eines der allergrössten Meisterwerke der ganzen Filmgeschichte!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Schön gewebt, etwas skurril, 4. März 2008

Zweifelsohne ein gut gelungenes schöngeistiges Werk. Die manchmal etwas zu lang geratenen bildartigen Szenen sind unter dem Strich überzeugend und geben der Geschichte das passende atmosphärische Grundgerüst. Die Seuche, die den Gegenpol zu einer ausufernden Ästhetik-Verliebtheit gibt, ist etwas in Abstraktionen versteckt dargestellt, der unausweichliche, weil im Titel vorweg genommene, Tod hat keinen Stachel, scheint nur ein weiteres Element im Gesamtgewebe von Erzählung und Darstellung zu sein, was dem Film einen eigenartigen Reiz gibt.Der Geschichte fehlt etwas der Ansporn zum Weiterdenken; die Diskussion um Jugend, Alter, Tod, Perfektion, Versagen, wird bereits in allen möglichen Facetten beleuchtet. Dennoch ein empfehlenswertes, von den Darstellern gut gespieltes Werk, für das man aber die nötige Muse mitbringen sollte.




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